Kosten: Umsetzung des Bundesratsbeschlusses gefordert


Das Thema schien gerade ein wenig einzuschlafen, aber nun gibt es hinsichtlich der Kostenübernahme bei der künstlichen Befruchtung weitere Unterstützung seitens der Politik, wie die Ärztezeitung berichtet.

Jetzt meldete sich die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) und Thüringer Sozialministerin Christine Lieberknecht (CDU) zu Wort. Sie fordert nun die Umsetzung des Bundesratsbeschlusses vom Juli letzten Jahres, demzufolge der 50%ige Eigenanteil an den Kosten wieder aufgehoben werden soll. Dieser Beschluss wurde von der Regierung und Bundestag bisher vollständig ignoriert. Ministerin Lieberknecht möchte nun bei ihrer Bundeskollegin Ulla Schmidt die volle Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen erreichen

Dies ist nicht nur eine Unterstützung der Paare, die sich einer solchen behandlung unterziehen müssen. Sie ergreift auch Partei in dem Streit darum, wer die Kosten übernehmen soll. Die Bundesgesundheitsministerin hält die künstliche Befruchtung ja nicht für die Behandlung einer Erkrankung und möchte sie daher gerne völlig außerhalb der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sehen und ihrer Kollegin vom Familienministerium aufbürden, während Frau von der Leyen (und die betroffenen Paare) dies anders sehen, da es sich bei der IVF selbstverständlich nicht um eine familienpolitische Maßnahme handelt, sondern um eine medizinische Behandlung, die als Nebeneffekt postive Auswirkungen auf die Geburtenrate haben kann.


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Kommentar

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8 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    Whow, das entwickelt sich ja eine immer stärkere Eigendynamik die kaum zu hoffen gewesen wäre. Ich glaube ich muss endlich und gaaanz dringend meinen Aufnahmeantrag bei Aktion Kinderwunsch ausfüllen!

  2. Elmar Breitbach
    Libressa schreibt

    Da freuen wir uns von Aktion Kinderwunsch aber sehr – über die Ministerin und Remis Aufnahmeantrag 😉

  3. Elmar Breitbach
    anonymus schreibt

    Ignoranz und schlechte Recherche einiger Angehöriger des Bundesgesundheitsministeriums (zwei Damen immer vorneweg, egal, um welchen Bereich des Gesundheitswesens es geht, Ihr wißt schon, wen ich meine, Fliegen würden ihnen gut stehen) gelten ja tatsächlich nicht als krankheitswertig, sondern einfach als grobe Charakterschwäche. Dann bin ich doch lieber ungewollt kinderlos, damit habe ich wenigstens ein reines Gewissen.

    Umso erfreulicher ist es jedoch, dass nicht alle Poltiker in diese Route einschwenken, sondern erneut Impulse gegeben werden. Es wird einem angesichts der ungewohnten Bewegungen in dieser Sache in den vergangenen Wochen ja fast ein wenig schwindelig, ganz angenehmer Zustand :-).

  4. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    @libressa – Mist, erwischt. 😉
    Antrag ist schon ausgefüllt und geht heute oder morgen zusammen mit dem Antrag meiner Frau in die Post. Versprochen!

  5. Elmar Breitbach
    Nadine schreibt

    Hallo, ich finde das ist mal eine positive Entwicklung in der Politik. Ich bin ebenfalls in einer Behandlung. Der erste Veruch ging bereits daneben und wir wünschen uns nichts sehnlicher ale ein eigenes Kind. Natürlich sollte man davon absehen dass jetzt nur noch Kinder gezüchtet werden so wie in Amerika mit den Achtlingen. Aber " normalen Eltern" mit einem Kinderwunsch muß endlich unter die Arme geriffen werden.

  6. […] aus dem Saarland erfolgte und diesem bereits im letzten Jahr zugestimmt wurde, während eine Auseinandersetzung mit diesem Thema im Bundestag ausblieb. Deswegen verstehe ich nicht so recht, warum dieses Thema erneut im Bundesrat landete. Hat jemand […]

  7. […] Bundesregierung reagierte auf diesen Beschluss lange Zeit nicht. In der letzten Woche reagierte sie nun spät und wie es zu erwarten […]

  8. […] der sich auch Thüringen sehr früh anschloss. Eine Reaktion der Bundesregierung blieb zunächst lange aus und war dann schließlich […]