Klammheimliche Freude

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Ein klein wenig darf man sich schon darüber freuen, dass nun alle auf Ulla Schmidt losgehen, zeichnet sie doch verantwortlich für die aktuelle und prekäre Kostensituation bei der künstlichen Befruchtung.

Sich seinen Dienstwagen 5000 km quer durch Europa nachfahren zu lassen, um damit dann ein paar deutsche Rentner ein paar Kilometer weiter zu besuchen (Dienstfahrt… tztz) zeugt von wenig Fingerspitzengefühl und noch weniger Umweltbewusstsein. Das dürften schon 500-600 Liter Sprit gewesen sein, die da im Dienste des Vaterlandes in die Umwelt geblasen wurden. Sich den Schlitten dann auch noch klauen zu lassen rundet die Sache dann so richtig ab.

sixt

Noch besser ist jedoch die Werbung von Sixt (via basicthinking), die sehr schnell reagiert haben und auf die leichte Verfügbarkeit von Mietwagen in Alicante hinwiesen.

Getoppt wird dies nur vom Kommentar des Grünen-Haushaltsexperten Alexander Bonde zu der Dienstwagen-Affäre: „Warum braucht die Ministerin eine gepanzerte Limousine in Spanien? Wir hatten eher den Eindruck, dass ihre Fahrten zum Ärztetag sicherheitsrelevant sind.“ Weise Worte.


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Kommentar

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27 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    blume05 schreibt

    Frau Schmidt hat ein Problem: sie muss die Gelder, die sie uns Kinderwünschlern gekappt hat, irgend wie verbraten!!!
    Auf dem Ärztetag ist von den Ärzten keine Sicherheitslücke zu erwarten – aber von den ggf. mitreisenden ungewollt Kinderlosen, die Frau Schmidt ggf. zur Rede stellen würden…. Frau Schmidt muss schon sehr große Angst vor uns allen haben….
    Ich kann nur hoffen, dass sie den gestolen Dienstwagen selber zahlen muss – und nicht wieder aus dem Steuertopf genommen wird! Denn Dummheit ist nicht versicherbar….

  2. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    YMMD! *rofl*

  3. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    q.e.d.

    man muss nur die geduld haben lange genug warten zu können um wirklich jedes einzelne vorurteil über politiker bestätigt zu finden.

    es ist meiner meinung nach ein nicht zu bestreitender nachteil von demokratie, dass nicht zu wenig flachpfeifen in politische ämter drängen und sich am rand des troges angelangt, erstmal vierfüßig reinstellen..
    menschlich nachvollziehbar..? sicher.
    vorbildhaft oder moralisch integer..?
    eher nicht; dumm gelaufen – die dienstwagennutzer haben in den letzten 15 jahren ja heftig daran gearbeitet sich (vornehmlich wahrscheinlich selbst) von dererlei profanen zwängen zu befreien.

  4. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Mein erster Gedanke war, dass Frau Schmidt jetzt endlich mal abgesägt und wir endlich jemand Kompetenten ins Gesundheitsministerium bekommen – leider wird das wohl so kurz vor der Wahl nicht mehr…

    P.S. Ich glaube, es dürften deutlich mehr als 500-600 Liter Benzin gewesen sein, es handelt schließlich um ein gepanzertes, ergo sehr schweres Fahrzeug. Na, wenigstens belastet die Rückreise die Umwelt nicht mehr *g*.

  5. Elmar Breitbach
    ich09 schreibt

    Tja, und wir Deutschen akzeptieren auch das und ärgern uns im Stillen oder in Foren, und trotzdem geht keiner auf die Strassen oder gibt einen Wahlzettel ab, der durchgestrichen wurde (=ungültig) um zu zeigen, daß KEINE Partei derzeit im Stande ist, für das Wohl des Volkes etwas zu verändern.

    Frau Schmidt wurde erwischt…und doch wird es keine Konsequenzen haben…so wie immer…

    traurig..traurig…in Spanien oder Italien wäre das nicht mit einem Wegwischen erledigt…!

  6. Elmar Breitbach
    asile schreibt

    *rofl*
    Und das von meiner "Lieblings"-ministerin! Schadenfreude kann so schön sein!

    (Dass man seinen Wahlzettel durchstreicht, interessiert das doch erst recht kein Schwein. Das bringt ja mal gar nichts.)

  7. Elmar Breitbach
    Aurifex schreibt

    Wahlzettel durchstreichen bringt wirklich nix – habe ich selber schon getan und es tauchte in keiner Auszählung auf. War also für die Füße.
    Aber apropos Dienstwagen: Vielleicht war die Klimaanlage nie richtig eingestellt und sie war deshalb immer so verschnupft – ich wünsche ihr gute Besserung. Ohne Klimaanlage.

  8. Elmar Breitbach
    Floydine schreibt

    Auch wenn ich Ulla nicht mag, die Dienstwagen-Affäre juckt mich nicht. Soweit ich weiß, hat sie nichts Illegales gemacht – von daher ist das für mich lediglich ein "willkommenes" Thema für’s Sommerloch, mehr nicht. (Aber Recht haben Sie – klammheimlich freu ich mich natürlich auch ein bisschen ;-)…)

  9. Elmar Breitbach
    silvia schreibt

    Was meinst Du mit "nichts illegales gemacht" Floydine??
    Wir zahlen uns dumm und dähmlich an Steuern und Ullchen spielt Star. Der Wagen kostet uns Steuerzahler 10.000,– € und wofür???

  10. Elmar Breitbach
    steeefie schreibt

    Die Fahrt kostet den Steuerzahler um die 10.000 Euro, der Wagen der NICHT VERSICHERT war kostet uns dann noch mal so um die 100.000 Euro. Ich frage mich wirklich wie daemlich ein Mensch sein kann unbegreiflich. Ist ja schoen und gut das sie den Wagen privat nutzen darf aber dann noch unversichert in den Urlaub da mit zu preschen das schlaegt dem Fass den Boden aus. Alles im allen sind es dann 110.000 Teuro. Wie viele Kuenstliche Befruchtungen haette man da von finanzieren koennen…….

    Hoffentlich muss sie das Geld berappen aber bis das so weit ist, ist eher im Himmel Jahrmarkt.

  11. Elmar Breitbach
    Lectorix schreibt

    Danke für die Presseschau – die Werbung von Sixt ist Zucker !!! Und auch wenn ich sonst nur komisches Geblubber von den Grünen höre – für einen bissigen Kommentar sind sie immer gut !!! *rofl*

  12. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    steeefie:
    Faölsch – GHroße Behörden und Unternehmen haben nur Haftpflichtversicherungen für ihre Fahrzeuge, weile es der Gesetzgeber so will.

    Eine Versicherung ist bekanntlich auch kein Wohlfahrtsunternehmen sondern verdient Geld – sie gibt für die Schadensregulierung garantiert weniger aus, als sie einnimmt, denn sonst wäre sie pleite.

    Alle anderen Versicherungen lohnen sich nicht. Diese Organisationseinheiten (Bundesbehörden, Großunternehmen) sind dermaßen groß, daß ein eigenes Risikomanagement preiswerter ist, als die Versicherungsbeiträge zu zahlen.

  13. Elmar Breitbach
    steeefie schreibt

    remis danke schoen feur die aufklaerung, aber im endefekt bleiben die Kosten doch mal wieder an den steuerzahlen haengen. Ach egeal eigendlich bleibt alles beim alten, man schaut in die roehre und aergert sich.

  14. Elmar Breitbach
    0melli0 schreibt

    Was mich noch interessieren würde:

    Fuhr Ulla auch mit dem Chauffeur nach 5000 km Spanien oder ist sie gemütlich geflogen und hat den Fahrer "nur" nachkommen lassen für rund 25 km?
    (Es interessiert mich deshalb, weil sie sich ja damit verteidigt, daß ihr eigener Wagen wirtschaftlicher sei als ein Leihwagen…)

    Hätte ich die Wahl, würde ich niemals 5000 km per Auto zurücklegen, sondern entspannt fliegen.

  15. Elmar Breitbach
    luffi schreibt

    Finde ich ja genial, daß das eigentliche Siherheitsrisiko beim Besuch des Ärztetages liegen soll! *lol*

  16. Elmar Breitbach
    coco74 schreibt

    trotz aller richtigkeit der kritik entsetzt mich der ausdruck der "klammheimlichen freude" gerade in bezug auf politische themen. ich nehme mal sehr an, sie sind sich des zusammenhangs bewußt und haben den titel absichtlich gewählt. voll daneben. sorry.

  17. Elmar Breitbach
    coco74 schreibt

    … und die überschrift legt in der tat den verdacht nahe, dass der besuch des ärztetages ein sicherheitsrisiko darstellt.

  18. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @coco74: Ich glaube nicht, dass jeder Begriff, der in irgendeinem traurigen Zusammenhang von irgendeinem Idioten verwendet wird, dadurch für die Normalbevölkerung tabu sein muss. Sollte das der Fall sein, bleiben für uns Gutmenschen nur noch maximal 100 Wörter übrig. Da wird die Kommunikation dann richtig schwierig. Extrem erschwert wird sie ohnehin schon von reflexartigem Entsetzen, welches in diesem Zusammenhang völlig unangebracht ist.

    Sich klammheimlich über etwas zu freuen ist ein altehrwürdiger Begriff, den ich mir nicht von irgendwelchen Mescaleros nehmen lasse. Vielleicht ist meine Hemmschwelle niedriger in Anbetracht der Tatsache, dass ich in Göttingen studiert habe.

  19. Elmar Breitbach
    Floydine schreibt

    @silvia Nun, sie darf rein rechtlich ihren Dienstwagen für private Fahrten nutzen – ergo hat sie sich im legalen Rahmen bewegt, als sie mit ihm nach Spanien getuckert ist. Ob das nun vom moralischen Aspekt her richtig war, sei natürlich dahingestellt – legal aber ist es definitiv.

  20. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    sie ist NICHT MIT dem dienstwagen nach spanien gefahren, sondern geflogen. der dienstwagen ist mit chauffeur und dessen sohn (15) so zu sagen leer nach allicante gefahren.
    ich lebe im nachbar-wahlkreis von u. schmidt; da sind die zeitungsartikel etwas detailgenauer 😉
    vor ort in spanien hat sie den dienstwagen für genau 2 termine genutzt: infoveranstaltung für in spanien lebende dt. rentner (die dürfen ja auch wählen 😀 ) und ein empfang beim lokalen bürgermeister…wär sie ein kerl, dann könnte man sagen: der hat den benz wohl gebraucht um einen auf dicke hose zu machen.
    eine entsprechend weibliche analogie ist mir bisher nicht untergekommen, aber sinngemäß läuft es darauf wohl hinaus…kann man mal sehen welchen schaden politik am weiblichen gemüt anrichten kann…tzzz

  21. Elmar Breitbach
    curly6 schreibt

    tja, darüber schreiben alle, aber das die neue Honorarordnung den Ärzten im Durchschnitt mehr Einkommen eingebracht hat, geht in den Nachrichten unter …
    Hat die Ärztelobby den Dienstwagen geklaut?

  22. Elmar Breitbach
    rübe72 schreibt

    Tja. Und wenn das alles nicht so traurig wäre könnte man glatt drüber lachen *gr*

  23. Elmar Breitbach
    tuerki77 schreibt

    Ach ja, die Ulla…
    Da gibts ja noch unser aller Bundesumweltminister Sigi Gabriel, der ja gemäß seines Amtes vorbildlich Bahn fährt.
    Wie gut, dass kaum jemand weiß, dass der gute Sigmar seinen Dienstwagen zu all seinen Reisen nachkommen lässt. Ihn nicht beötigt und dann schnell wieder in berlin haben möchte. Der Chauffeur soll ja seine Arbeit nicht verlieren…

  24. Elmar Breitbach
    Kathrinchen schreibt

    @ Floydine und Silvia

    Und genau das ist faul an der ganzen Sache: es ist völlig legal. Andere machen das auch und ständig auf Steuerzahlerkosten, ohne dass das in der Zeitung steht. Da wird jede Menge Geld verschleudert, und wir betteln um die paar Euro für unsere Behandlungen. Verkehrte Welt.

    LG Kathrinchen

  25. […] DPA meldet, dass Ulla schmidt Konsequenzen aus der Dienstwagen-Affäre gezogen hat und für Steinmeiers “Kompetenzteam” nicht mehr zur Verfügung […]

  26. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Die Ulla nimmt doch keinen Schaden daraus. Die muss jetzt nicht mehr schuften und kriegt dafür bald eine Rente, von der ein normaler Mensch nur träumen kann. Aus Steuergeldern natürlich.

    Im Prinzip ist das ganz gerissen. Ein paar Jahre Minister(in) sein, dann Mist bauen, zurücktreten und hinterher leben, wie die Made im Speck! Das haben ihr ja auch schon andere vorgemacht.

  27. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Na, ob man von diesem Gesundheitsminister in spe mehr erwarten könnte, wage ich stark zu bezweifeln:

    http://portal.gmx.net/de/themen/bundestagswahl/aktuell/9011180-Wie-sieht-die-neue-Bundesregierung-aus,page=12.html