FDP möchte Adoption und IVF erleichtern


Angesichts sinkender Geburtenraten will die FDP Adoptionen in Deutschland erleichtern und die medizinische Betreuung bei künstlichen Befruchtungen verbessern. „Viele Paare hätten gerne Kinder, können aber keine bekommen. Wir brauchen deshalb Erleichterungen bei Adoptionen, beispielsweise höhere Altersgrenzen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Derzeit stimmen Jugendämtern Adoptionen in der Regel nur dann zu, wenn der Altersunterschied zwischen Eltern und Kindern nicht mehr als 40 Jahre beträgt. Gruß forderte zugleich zusätzliche Anstrengungen, um mehr Erfolge bei künstlichen Befruchtungen erzielen zu können. Es gehe darum, „ideologiefrei“ die Chancen der Frauen auf eine Geburt zu erhöhen. „Das kann, wie in anderen Ländern üblich, durch
späteres Einsetzen der befruchteten Eizelle geschehen“, sagte Gruß.

Nett gemeint und hoffentlich bleibt diese Aktion nicht wieder stecken, es ist schon zu viel im Sande verlaufen. Aber die längere Kultur, was Gruß mit späterem Einsetzen der Eizellen meint (Blastozystentransfer) ist auch in Deutschland bereits erlaubt.

Über die Kosten stand nichts in der Presseerklärung, jedoch hatte die FDP ja auch die bundesweite Einführung des Sachsenmodell befürwortet und es würde ja dann auch ganz gut in das Paket passen.


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Kommentar

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8 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    clatrastis schreibt

    Vielleicht würde ne fette Spende das ganze gangbarer machen… wie wärs, alle Kiwu-Kliniken bundesweit gemeinsam, bei den Hotels hats doch auch geklappt…

  2. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    Klientel-/Lobbyistenpolitik!

    Guido wollte gerne kinder – aber kriegen kann er halt keine. super, wenn ado erleichtert wird… (wobei ich finde, er ist zu alt! so "im kopf" meine ich…)

    da haben sie also wieder ne randgruppe aufgetan (unfruchtbare, zu alt für ado und co), wo man noch 3-4 wähler herkriegt – alle anderen werden ja schon von den anderen parteien bearbeitet….

    mal sehen, wo genau im sumpf das stecken bliebt 🙁 sicher schon sehr früh, bei dem koalitionspartner..

  3. Elmar Breitbach
    blume schreibt

    Ja, ja die schönen Erklärungen… das kennen wir doch schon seit längerem. Es wird viel geredet – aber mich überzeugen nur noch Taten in Bezug auf die Kostenübernahme bei IVF/ICSI. Also Herr Westerwelle und Parteimitglieder: Ihr seit an der Macht – also tut was. Reden können wir selber auch ganz gut! Schon in der Bibel steht "an ihren Taten werdet ihr sie erkennen – nicht an ihren Worten!"

  4. Elmar Breitbach
    Alexandra schreibt

    Kinderwunschbehandlung fördern – gut. Aber was soll das mit der Adoption bringen? Die zur Adoption vorgemerkten Kinder, wie es so schön heißt, reichen doch sowieso nicht aus, um alle potenziellen Eltern damit zu "versorgen". Ich sehe da nicht ganz, wie diese spezielle Maßnahme hilfreich sein soll.

  5. Elmar Breitbach
    Pantene28 schreibt

    So einen ähnlichen Beitrag habe ich am 28.1. unter "Fernsehsendungen" geschrieben. Mal sehen was von dem Wort der FDP noch übrig bleibt. Nicht viel reden sollen sie, sondern endlich wieder helfen. Erleichterungen bringen nichts. Die Kosten für ICSI und IVF müssen wieder vollends übernommen werden. Wie soll man sich danach noch Kinder leisten können wenn man schon im Vorfeld sein sämtlich Erspartes ausgeben muss?…Dieses "Versprechen" hätte sich die FDP auch sparen können, wird eh an allen Ecken und Kanten scheitern da sie jetzt erstmal mit der Neustrukturierung von Hartz4 genug zu tun haben. Denn sehen werden wir wenn überhaupt erst wieder was davon kurz vor der nächsten Wahl (beim Wählerfang). Und mit den Adoptionen;Da ist jedes Wort überflüssig. Ich habe das in der Verwandtschaft miterlebt. 2 Jahrzehnte hat dieses gut situierte Ehepaar auf eine Adoption gewartet dann waren sie plötzlich zu alt und nun haben sie ein Kind aus Russland adoptieren dürfen, obwohl sie auch ein älteres deutsches Kind angenommen hätten. Wo bleibt denn da die Logik?? Wie bei so vielem in Deutschland siegt da mal wieder die Bürokratie und der Mensch bleibt auf der Strecke. Warten wir es ab was dabei rauskommt.

  6. Elmar Breitbach
    Susann Berger schreibt

    Und was hat man davon, wenn die altersgrenze für Adoption erleichtert wird? Deswegen gibt es doch trotzdem nicht mehr Kinder, die zur Adoption freigegeben werden. Derzeit kommen auf 10 anerkannte wartende Paare in Deutschland ca. 1 Kind.

  7. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich habe übrigens letzte Woche endlich an Rösler geschrieben. Vielleicht wollen mir das hier noch einige nachmachen, um ein bisschen Schub zu geben?

    Sehr geehrter Herr Dr. Rösler,

    ich engagiere mich seit Jahren für die Verbesserung der Situation ungewollt Kinderloser auf dem Weg zu ihrem Wunschkind. Ich war an zahlreichen Aktionen und auch schon an Gesprächen mit Politikern beteiligt.

    Leider hat mein großes Engagement bisher noch keine Früchte getragen. Jetzt habe ich die Hoffnung, in Ihnen als einen Politiker von der FDP Unterstützung zu bekommen. Unsere Forderungskataloge zu mehreren Unterschriftensammlungen mit meist über 7.000 Unterschriften hatten im Wesentlichen immer diese Ziele:

    – Vollfinanzierung von 4 Versuchen für Kinderwunschbehandlungen
    Alternativ Änderung der 50% Selbstbeteiligung in eine angemessene bzw. einkommensabhängige Eigenbeteiligung oder Anerkennung als Zuzahlung unter der 2% Belastungsobergrenze

    – Gesetzliche Anerkennung der Sterilität als Krankheit analog der WHO

    – Änderung der starren Altersgrenzen in eine Indikationsregelung

    – Abschaffung der Benachteiligung Unverheirateter

    – Abschaffung der Benachteiligung von Paaren, die auf Fremdsamenspenden (heterologe Befruchtungen) angewiesen sind

    – Einführung klarer gesetzlicher Regelungen für heterologe Befruchtungen, die den Interessen des Kindes, der Eltern und des Samenspenders gleichermaßen Rechnung tragen, z.B. nach dem Vorbild der Schweiz oder Österreichs

    – Änderungen im Embryonenschutzgesetz:
    Zulassung der Weiterkultivierung von mehr als drei Embryonen und Auswahl des Embryos, der nach morphologischer Beobachtung die besten Chancen hat, um eine Verbesserung der Geburtenraten und Reduzierung der Mehrlingsschwangerschaften zu erreichen
    Eingeschränkte Zulassung der PID in Fällen schwerer genetischer Vorbelastung der Eltern oder aus vergleichbaren anderen medizinisch wichtigen Gründen
    Zulassung der Eizellspende und Embryonenspende mit klaren gesetzlichen Regelungen

    – Die Abschaffung der Benachteiligung von gemischtversichterten Paaren (z.B. gesetzliche / private Krankenversicherung) bei der Kostenerstattung

    Im Juni 2009 habe ich auf einer Veranstaltung "Medizin trifft Politik" Ihren FDP Kollegen Parr kennen gelernt, der uns sehr in unseren Forderungen zustimmte, nun aber nicht mehr kandidierte.

    Bitte, teilen Sie uns mit, welche Aktivitäten zur Verbesserung der Situation ungewollt Kinderloser wir von Ihnen in der nächsten Zeit erwarten dürfen. Ich bin auch immer gern zu einem persönlichen Gespräch bereit.

    Mit freundlichen Grüßen

  8. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Sehr geehrter Herr Dr. Rösler,

    Ihre 4-seitige Antwort vom 24.2.10 auf mein Schreiben vom 4.2.10, geschrieben von Ihrem Mitarbeiter Andreas Nobis, habe ich erhalten. Leider kann ich damit nichts anfangen. Das Schreiben erläutert ausführlich die gesetzliche Situation, die ich ja bemängelt habe. Ein Ausdruck dafür, dass ich damit schon bekannt war.

    Der einzelne Satz: "Eine Änderung der gesetzlichen Rechtslage kann ich Ihnen nicht in Aussicht stellen" hätte genauso viel gesagt und Ihrem Ministerium 3 Seiten Papier und das erhöhte Porto gespart. Geld, welches u.a. für Kinderwunschbehandlungen dringend gebraucht wird. Dass ich mich mit diesem Satz nicht zufrieden gebe, können Sie sich hoffentlich vorstellen.

    Unser Staat verdient sich an Kinderwunschbehandlungen eine goldene Nase. Die Steuern, die er durch den Verkauf von dafür bestimmten Medikamenten und durch die erbrachten Leistungen einnimmt, bewegen sich im Bereich von jährlich 100 Mio. Euro. Dagegen hat die GKV nur Ausgaben von jährlich rund 30 Mio. Euro für IVF und ICSI Maßnahmen. Ich bezeichne es als unethisch, wenn der Staat sich an dem Leid von ungewollt Kinderlosen einerseits bereichert und andererseits nicht bereit ist, sie hinreichend zu unterstützen.

    Ihre Ministerkollegin Ursula von der Leyen hat vor jetzt genau einem Jahr eine bessere finanzielle Unterstützung in Anlehnung an das Sachsenmodell VERSPROCHEN. Was liegt Ihnen und der Bundesregierung eigentlich an einer Glaubwürdigkeit?

    Mit freundlichen Grüßen