Expertenmeinungen zur Kostenerstattung unverheirateter Paare


Der Gesundheitsausschuss der Bundestags hat sich ja gestern die Expertenmeinungen zur Kostenübernahme der Künstlichen Befruchtung bei nicht verheirateten Paaren angehört und diese befragt. Dies geschah anlässlich einer entsprechenden Gesetzesvorlage der Grünen.

Die schriftliche Zusammenfassung der öffentlichen Anhörung finden Sie hier und den Stream der Veranstaltung hier:

Ganz kurze Zusammenfassung: Fast alle Experten waren einhellig der Meinung, dass die gesetzlichen Regelungen der Reproduktionsmedizin an medizinische und gesellschaftliche Veränderungen angepasst werden müssen. Es ist zu hoffen, dass dies bei der Politik angekommen ist. Kurioserweise wurde dann verschiedentlich die Meinung geäußert, man möge erst einmal diesen gesetzlichen Rahmen schaffen, bevor man sich mit einer Erweiterung der Kostenübernahme beschäftige. Als hätte das eine wirklich etwas mit dem anderen zu tun hätte und als könne man nicht beides gleichzeitig vorantreiben. Und der Verein Spenderkinder argumentiert mit Zahlen und Regelungen, die jegliche Aktualität vermissen ließen. Gut, dass man mich nicht gefragt hat…


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Kommentar

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6 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    sid87 schreibt

    bei manchen äußerungen ist mein blutdruck echt am explodieren. was ist denn mit den paaren die seit mehreren jahren in einer kiwu sind, mann und frau,beide gesundheitlich eingeschränkt, die mit einer icsi mit eigenem sperma und mit eigener Eizelle erfolg erzielen könnten und sich alles vom mund absparen? wir haben nun 3 jahre gespart und können uns nun 1-2 versuche leisten. lesbischen paare haben 2 körper und somit sicherlich einen gesunden und ihnnen könnte insermination helfen. wenn das bei uns ginge wäre alles gut. allemale billiger als eine icsi. bei schwulen pärchen sieht das ganze schon schwieriger aus…. man muss ja nicht gleich alles regeln und klären… immer wird nur geredet aber nichts getan…seit jahren…

  2. Elmar Breitbach
    Anna schreibt

    Man kann es wirklich kaum glauben, dass in einem so modernen offenen Land wie Deutschland tatsächlich eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung vom Familienstand der Versicherten abhängt!
    Einerseits loben wir uns als ein Land dass modern, weltoffen, geprägt durch einen Pluralismus von Lebensstilen, ist. Als Land dessen Einwohner individuelle Freiräume haben.

    Und andererseits halten wir an Gesetze fest, die wahrhaftig von der "Steinzeit" stammen könnten.

    Und es ändert sich leider nichts …

  3. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Das haben Sie gut formuliert, lieber Dr. Breitbach. Danke!

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Liebe sid, deinen Beitrag empfinde ich nicht als ganz ausgewogen. Ja, ihr habt gespart und musstet sparen und das ist zu bedauern. Aber als heterosexuelles Paar bekommt ihr zumindest, wenn ihr verheiratet seid, 3 Versuche bezuschusst. Das heißt, ihr müsst für 3 Versuche IVF ca. 3.000 € bezahlen. Die mit einer Frau verpartnerte Wunschmutter zahlt für ihre IVF, sobald sie eine braucht, für drei Versuche so um die 10.000 €. …

    Ich finde, dass es jetzt an der Zeit ist, Gleichberechtigung einzuführen.

  5. Elmar Breitbach
    Sid87 schreibt

    Wir sind aber nicht verheiratet und wollen auch nicht dazu gezwungen werden! Deswegen zahlen auch wir bis zu 10000 pro Versuch … 🙁 und ich meinte ja das es bei 2 Frauen ja ziemlich wahrscheinlich is das mindestens eine gesund ist und Kinder via insermination bekommen kann…

  6. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    http://www.bundestag.de/presse/hib/201601/-/403890

    Wie es zu erwarten war, ist der Gesetzentwurf der Grünen nun abgeschmettert worden.

    Das Dilemma ist, dass genau die, die begründen, die DI (und weiteres) wäre nicht hinreichend geregelt, diejenigen sind, die die Gesetze machen und hinreichend regeln könnten. …

    Was können wir dafür, dass das seit Jahrzehnten im Bundestag versäumt wurde???