Dorothee Bär ist nun zufrieden


Die familienpolitische Sprecherin der CSU hatte ja hinsichtlich von Frau Schröder geplanten Verbesserung der Kostenübernahme einige Bedenken. Diese haben sich nun gelegt, wie die Ärztezeitung berichtete:

Auf erneute Anfrage der „Ärzte Zeitung“ erklärte die CSU-Politikerin nun, dass sie weiter Bedenken gegen diese Regelung habe, aber die Entscheidung mittragen werde.

„Durch meine kritische Haltung konnte ich erreichen, dass das Bundesfamilienministerium zugesagt hat, dass die psychosoziale Beratung betroffener Paare verbessert wird“, sagte Bär zur „Ärzte Zeitung“.

Wobei ich hier auch noch gespannt bin auf die praktische Umsetzung…

Allerdings werden die Gelder – von 7 Millionen ist die Rede – nur freigegeben, wenn die Bundesländer auch mitziehen und hier ist die Diskussion noch nicht abgeschlossen. Wer sich also fragt, warum die Verbesserung der Kostenübernahme noch nicht greift, kennt nun die Gründe.


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12 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    bine2012 schreibt

    Sollte darüber nicht bereits Anfang April entschieden sein? Besteht denn noch die ernsthafte Chance dass die 75 % Erstattung durchgesetzt werden?

  2. Elmar Breitbach
    Dandy schreibt

    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, oder wie sagt man?!

  3. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Naja, so richtig zufrieden ist sie nicht. Trotzdem ich ihr umfassend zu ihren Kritikpunkten geantwortet habe und sie anerkannte, dass ich wohl Ahnung von dem Thema habe, schreibt sie wieder:

    "… Daneben gibt es in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Abgeordnete, zu denen auch ich gehöre, die diesem Weg aufgrund ethischer Bedenken äußerst kritisch gegenüber stehen.

    Die Behandlung zur technisch assistieren Befruchtung ist für die Frau körperlich, emotional und gesundheitlich sehr belastend und birgt Risiken. Selbst wenn man einwenden mag, dass den Betroffenen die eigene freie Entscheidung bleibt, ob sie diese Risiken eingehen will, würden sie sich doch zusätzlichem Rechtfertigungszwang gegenüber sehen, wenn sie sich angesichts zusätzlicher finanzieller Unterstützungsmaßnahmen trotzdem gegen eine künstliche Befruchtung entscheiden wollten.

    Auch für die Neugeborenen birgt die Behandlung Gefahren: Studien haben nachgewiesen, dass nach künstlicher Befruchtung die Rate an Fehlgeburten viermal so hoch ist wie nach spontaner Empfängnis und dass Kinder nach künstlicher Befruchtung häufig zu früh, untergewichtig, unreif und vermehrt mit Missbildungen zur Welt kommen. Auch die emotionalen Kosten einer künstlichen Befruchtung sind hoch. Eine aktuelle Studie der Ruhr-Universität Bochum zeigt, dass während der Behandlungszeit die Beziehung zum Partner stark belastet wird und der Umgang mit Familie und Freunden oft schwierig ist. Vor allem aber nimmt der Kinderwunsch im Laufe der Behandlung immer mehr Raum im Leben der Paare ein. Bei drei von vier Befragten war er so beherrschend, dass sich alles diesem Ziel unterordnete und andere Lebenspläne völlig in den Hintergrund traten. Jede zweite Patientin empfand sogar, dass sie durch das überwältigende Verlangen nach einem Kind die Kontrolle über die Situation verlor. Ein Fazit der Studie: „Mit den gewachsenen Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin ist es schwer geworden, Kinderlosigkeit als Schicksal anzunehmen.“

    Dazu kommt, dass die Erfolgsquote der künstlichen Befruchtung insgesamt sehr gering ist: Die sogenannte „Baby-Take-Home-Rate“ beträgt knapp 20%, das heißt, dass nach der belastenden Behandlung nur jedes 5. Paar tatsächlich ein Kind mit nach Hause nehmen kann.

    Erfreulicherweise konnte ich jedoch durchsetzen, dass das Bundesfamilienministerium zugesagt hat, dass die psychosoziale Beratung betroffener Paare verbessert wird und dass wir eine Aufklärungskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung starten, die darüber informiert, dass mit zunehmendem Alter der Frauen ihre Fruchtbarkeit rapide abnimmt. Flyer dazu sollen als Ergänzung der Broschüren über Schwangerschaft und Verhütungsmethoden in Schulen und Frauenarztpraxen ausgelegt werden.

    Da die Mehrheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Vorstoß der Bundesfamilienministerin unterstützt, werde ich die Entscheidung mittragen – meine Bedenken bleiben dennoch."

    (aktuelle E-Mail)

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Interessant auch noch dieser Ausschnitt aus einer Mail der Grünen (Annette Rausch):

    "…Geknüpft ist diese Leistung jedoch an mehrere Bedingungen: Das jeweilige Bundesland muss sich zu 50% an den den Staat betreffenden Kosten beteiligen. Es wird jährlich maximal eine Summe von 7 Mio. Euro zur Verfügung stehen und es besteht kein Rechtsanspruch auf diese Leistung. Dies bedeutet, dass die Bundesregierung entweder fest damit rechnet, dass viele Landesregierungen nicht bereit sind, sich finanziell zu beteiligen und damit kaum Anträge gestellt werden, oder ihr bewusst ist, dass nur ein Teil der Paare von dieser Leistung partizipieren kann und andere leer ausgehen werden. …"

    Das erklärt die Frage, warum die Bundesregierung meint, 7 Mio. reichen. Die Grünen sindauch der Ansicht, dass der Antrag des Bundesrates keine Mehrheit im Bundestag finden wird. Außerdem wird es auch keinen Rechtsanspruch auf die 25% geben.

  5. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Für mich steht immer noch die Frage im Raum, welche Konsequenzen die Bindung an eine Zustimmung der Bundesländer hat.

    Vermutlich führt das wiederdazu, dass man sich in seinem Heimat-Bundesland behandeln lassen muss. Das schränkt dann wieder die Möglichkeiten ein, eine Erfolg versprechende Kinderwunschpraxis auszuwählen. In so manchem Fall gewiss kontraproduktiv.

  6. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Aus dem Forum von einer Userin, die beim Sozialministerium angerufen hat
    http://www.wunschkinder.net/forum/read.php?1,6815110

    Es zieht sich…

  7. Elmar Breitbach
    sussi schreibt

    betreungsgeld kommt was ein reisen witz und was ist jetzt mit der zuzahlung für kinderwunsch ???

    weis jemand mehr oder glaubt noch jemand daran ….??

    grüsse sussi

  8. Elmar Breitbach
    Rebella67 schreibt

    Liegt wohl auf Eis, Sussi. Aber ich habe ja nun Anfang Juli den Termin bei der Bundeskanzlerin. Mal sehen, was dabei raus kommt. …

    Aus: Dorothee Bär ist nun zufrieden | Dies und das, Krankenkassen, Politik | Aktuelles zum Thema Kinderwunsch von http://www.wunschkinder.net

  9. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Petition zum Kinderwunschförderungsgesetz: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=22141 Bitte um Unterzeichnung und Verbreitung. Auch wenn der Antragstext nicht vollständig ist und nicht alle Gruppen umfasst. Es lassen sich ja auch Kommentare abgeben.

  10. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Sind Sie eigentlich noch da, Doc Breitbach?

  11. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ Rebella: Doch. Ja. Schon.

  12. Elmar Breitbach
    Bine schreibt

    Frau Bär wird als aussichtsreiche Kandidatin für das Amt der Familienministerin gehandelt. Na dann kommen wir, was die Kostenübernahme anbelangt, ja wieder zurück in die Steinzeit…
    http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/abschied-vom-ministeramt-kristina-schroeder-will-mehr-zeit-fuer-lotte-12586077.html