Deutlicher Rückgang der Mehrlingsgeburten


Es gibt nicht viel Positives von der Gesundheitsreform zu berichten, die seit 2004 in Kraft ist. Da die Kosten für die Kinderwunsch-Behandlungen von den Betroffenen zu 50% selbst getragen werden müssen ist die Zahl der Behandlungen deutlich rückläufig seit diesem Stichtag und es werden weniger Kinder nach IVF und ICSI geboren.

Das hat aber zumindest einen statistisch erfassbaren „Vorteil“, wie das Statistische Bundesamt berichtet:

Fast 21 700 Mehrlingskinder sind in Deutschland 2005 geboren worden. Dies entspricht einem Rückgang um 14 Prozent im Vergleich zu 2004, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt.

Von den 2005 geborenen Mehrlingskindern waren 20 900 Zwillinge, etwa 700 Drillinge und 40 Vierlinge. Auch der Anteil der Mehrlingskinder an allen Geborenen war 2005 mit 31,5 Mehrlingen je 1000 lebend- oder totgeborenen Kindern niedriger als 2004 mit 35,5.

Wenigstens etwas…

Via: Ärzte-Zeitung


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6 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Diese verringerte Zahl der Mehrlinge lässt sich aber zum größten Teil NICHT aus dem Rückgang bei IVF / ICSI herleiten.

    Nach den obigen Angaben wurden 2004 25.233 Mehrlingskinder geboren, bzw. 24.302 Zwillinge und 814 Drillinge + 47 Vierlinge. Daraus folgt also, 2005 waren es 4.533 Mehrlingskinder weniger, darunter 3.402 Zwillinge, 114 Drillinge und 7 Vierlinge (absolute Zahl der Kinder).

    Die Summe aus der Anzahl der dokumentierten und zu erwartenden Kinder gemäß D.I.R war 2004: 9.081 und 2005: 7.750 Kinder. Also eine Differenz von 1.331 Kindern. Nach der im D.I.R dokumentierten prozentualen Aufteilung waren darunter 830 Einlinge, 465 Zwillingskinder, 33 Drillingskinder und 2 Vierlingskinder, zusammen 501 Mehrlinge. Das entspricht nur 11% des in der Meldung genannten Rückgangs.

  2. Elmar Breitbach
    Sciblo schreibt

    hallo Rebella, ich glaube, du vergisst die Inseminationen, die wesentlich häufiger durchgeführt werden als die IVF und mindestens ebenso mehrlingsbelastet sind. Und auch vom GMG betroffen sind.

    In 2004 ist das letzte Quartal schon bereits vom GMG betroffen, nur die in den ersten drei Quartalen geborenen Kinder sind noch 2003 gezeugt worden. und da war die Zahl der Mehrlingsschwangerschaften 2381 im Vergleich zu ca. 1000 nachgewiesenen 2005 und 2004, also weniger als die Hälfte.

    Außerdem: wenn 21700 Kinder 86% (=100-14 %) sind, dann ist die Differenz 3532, die 2005 weniger geboren sind. Denn die 100% von 2004 sind dann nach Adam Riese 25232. Die IVF stellt also 14% dieser Differenz nach deinem Rechenmodell. Wenn man jetzt die jahresübergreifende Wirkung des GMG berücksichtigt, dann liegt der Anteil der IVF alleine sicherlich deutlich höher. Plus der Inseminationen, zu denen es ja keine Statistik gibt

  3. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Damit haste natürlich Recht, Sciblo. Zur Insemination können wir leider nur spekulieren. Ich weiß aber nicht, ob wir da die Verluste soooo hoch ansetzen sollten, denn kostenmäßig ist das ja kein Vergleich. Ja, ich habe mal wieder zu spät abends gerechnet und vergessen, dass es im ersten Fall um die jeweils in den Jahren geborenen Kinder ging, im zweiten Fall um die in dem Jahr gezeugten Kinder. Wir sollten, um realistisch den Rückgang zu beurteilen, lieber 2002 mit 2005 vergleichen. Da hat sich die Geburtenzahl nach IVF fast halbiert (von 13.890 auf 7.750). Eine Differenz von gut 6.000 Kindern. Etwa 4,5 mal mehr als ich oben berücksichtigt hatte. Das entspricht dann 50% des in der Meldung genannten Rückgangs, wobei sicher noch einige Kinder weniger durch einen Inseminationsrückgang dazu kommen.

    Danke für´s Mitdenken.

  4. Elmar Breitbach
    Sciblo schreibt

    🙂 Bitte Rebella
    das mit den Jahreszahlen wollte ich nicht auch noch ins Feld bringen, aber ich glaube auch, dass 2002 da der bessere Wert ist, da 2003 noch den Endspurt im letzten Quartal aufweist. Wirklich schade, dass es keine vernünftige Inseminations-Statistik gibt, vermutlich wäre das aber auch abschreckend.

  5. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    Also ich denke nicht dass durch IUI/HI so viele Mehrlinge entstehen. Ich habe immer den Gefühl dass Inseminationen kaum SS bringen.
    Dann kann man auch nicht alle Mehrlingss. der KB zuordnen. Das ist doch ein Gesamtzahl, oder? Wie viele davon sind durch KB entstanden?
    Manche Frauen neigen auch genetisch dazu.
    Man muß eigentlich auch sehen wie viele davon Eineige Mehrlinge sind, weil diese kaum wenn überhaupt vermeidbar oder vorhersehbar sind.
    Ich würde auch nicht so weit gehen und sagen dass mehrere Embryos zu Mehrlinge führen. KB, oder IVF/ICSI bringt nicht gleich Mehrlinge, es hängt von der Frau ab.
    Auch muß man sehen gegenüber die gesamt Zahl der überhaupt erfolgreichen KB Versuche, wie viele (davon) mit Zwillis oder Mehrlinge sind.
    Wenn man denkt wie klein die SS-Rate ist bei KB und wie viele Versuche man überhaupt braucht für eine SS…
    Was wollte den überhaupt dieses Bericht zeigen/sagen?

  6. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    Nun gehe ich auch weiter mit meine Gedanken, aber bitte den Doc mich zu korigieren.
    Wenn ich sehe wie sich die Kinder/Junge Leute heutzutage hormonell entwickeln (Pubertät viel früher und auch heftiger), denke ich dass es, zu mindest bei Mädchen etwas nicht in Ordnung ist mit den Hormonen und auch das könnte zu eine erhöhte Tendenz zu Mehrlinge führen.
    Kann es sein? Ich würde alte Statistiken sehen (ohne KB) und schauen wie viele Mehrlinge damals erzeugt wurden.