7871 Kinder für 56,1 Millionen Euro

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Billig sind sie nicht, die Kinder, welche durch eine künstliche Befruchtung gezeugt werden. Und seit 2004 liegt ein Großteil der Kosten auf den Schultern der kinderlosen Paare.

Die Zahl der durch diese Behandlungen geborenen Kinder sank daher von gut 18 000 auf knapp 10.000 in den Folgejahren, so berichtet das IGES-Institut zu Beginn dieses Monats anlässlich der Vorstellung einer Studie, in welcher die Zusammenhänge zwischen Kosten und durchgeführten Kinderwunschbehandlungen untersucht wurde.

8.000 Kinder wurden demnach seit der Kostenreform jährlich weniger geboren. Im Auftrag des Pharma-Unternehmens Merck hat das IGES durchgerechnet, was ein 50-prozentiger Steuerzuschuss zum Selbstbehalt für bis zu fünf Zyklen bedeuten würde.

„Unter der konservativen Annahme, dass der IVF-Bedarf nur auf das Niveau von 2003 steigt, würde es zu 4309 zusätzlichen Geburten deutschlandweit kommen. In einem realistischeren Szenario sind es sogar 7871“, so Häussler. Der Steuerzahler würde das bis zu 9526 Euro pro zusätzlichem Kind kosten, das wäre eine Gesamtsumme von bis zu 56,1 Millionen Euro pro Jahr. „Das halte ich für sehr kosteneffizient“, so der Experte.

Interessant ist, dass Allianz-KKH-Vorstand Rudolf Hauke sogar eine Vollfinanzierung von 5 Behandlungen forderte und die Kosten auch nicht auf das Familienministerium abwälzen möchte, sondern statt dessen eine Aufstockung des Gesundheitsfonds fordert.

Via Ärztezeitung.de


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Kommentar

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1 Kommentar
  1. Elmar Breitbach
    blume05 schreibt

    Was nutzen denn diese ganzen Vorschläge zur Vollfinanzierung, wenn die nicht von durchgesetzt werden? Rechnerisch alles nachvollziehbar – aber solang die Entscheidungsgremien nicht am eigenen Leib die Kosten spüren müssen, weil sie selber ungewollt Kinderlos sind – wird da nichts passieren….