Kinderwunsch-Behandlung soll allen möglich sein

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„Wir brauchen mehr Kinder“ fordert der Bundespräsident, doch für viele Paare ist dieser Appell schwer in die Tat umzusetzen: Laut neuesten Statistiken leben in Deutschland etwa zwei Millionen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Mit diesem Thema beschäftigen sich die „Mainzer Endokrinologie Tage“ in der Universitätsfrauenklinik.

Organisiert wurde der heute zu Ende gehende Kongress, der unter der Schirmherrschaft des Dekans des Fachbereichs Medizin, Prof. Reinhard Urban steht, vom Team des im Juni 2005 gegründeten Universitäts-Kinderwunschzentrums. „Europa ist der einzige Kontinent, dessen Bevölkerungszahl in den nächsten 30 Jahren abnimmt. Verbunden mit der Überalterung wird das zu großen Problemen führen“, sagte Prof. Franz Fischl, der das Zentrum gemeinsam mit Dr. Rudolf Seufert leitet.

Das Thema „Kinderwunsch“ ist neben der gynäkologischen Hormonforschung ein Schwerpunkt des Kongresses. Etwa 120 Reproduktionsmediziner und Hormonexperten aus dem deutschsprachigen Raum halten Fachvorträge und tauschen Erfahrungen aus.

„Es gibt viele Gründe für Kinderlosigkeit“, erklärte Seufert. „In den letzten Jahren sind viele neue Techniken und Verfahren dazu gekommen, die die Kinderrate nach oben treiben; auch bei der Behandlung männlicher Patienten gibt es neue Entwicklungen, die Erfolgsraten steigen.“ Wissenschaft und Technik seien weit entwickelt, problematisch sei jedoch, dass durch die Gesundheitsreform 2004 die finanzielle Unterstützung der Kassen unzureichend geworden sei. „Die Kosten für eine Behandlung werden nur noch über drei Zyklen unterstützt, dies führt dazu, dass die Leute höhere Risiken eingehen, um Kosten zu sparen. Wir möchten jedoch, dass die Verfahren allen zur Verfügung stehen“, bekräftigte Seufert.


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