Kinderwunsch und Karriere: Ist das Leben zu kurz für beides?


Es ist ja nicht so, dass nur Siebenlinge, 66-jährige Erstgebärende oder machohafte Glossen die Berichterstattung über unerfüllten Kinderwunsch dominieren. Gelegentlich gibt es auch mal einen erfreulich unaufgeregten und sachlichen Artikel zum Thema, wie jetzt in der
FAZ: „Wunschkind.de“, von Martina Lenzen-Schulte.

Die Autorin weist darauf hin, dass drei Viertel aller Frauen, die ein Hochschulstudium beginnen, sich später Kinder wünschen und nur 6% dies von vorne herein ablehnen. Letztlich sind es aber 40% der Akademikerinnen, die keine Kinder haben werden. In diesem Zusammenhang wird auch auf das Forum der Kinderwunsch-Seite hingewiesen: „Wer wissen will, auf welcher Strecke die Kinderwünsche dieser gutausgebildeten Klientel geblieben sind, findet ihre Spuren in Internetforen wie denen der „www.wunschkinder.net“ wieder. Dort trauen sich verzweifelte Frauen, ihre Sehnsucht nach einem Kind zu offenbaren.

Völlig zurecht weist die Autorin darauf hin, dass der lange aufgeschobene Kinderwunsch oft ein Problem ist, welches später zur Kinderlosigkeit führt. Dieses Aufschieben geschieht zum Teil bedingt durch die lange Ausbildung aber auch aus der Unwissenheit über die biologischen Abläufe heraus. Vielen ist nicht klar, dass eine Schwangerschaft mit 35 keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Das Aufschieben des Kinderwunschs ist ein schleichender, tückischer Selbstläufer. Zuerst die Ausbildung beenden, danach ein erster Job, eine Promotion, eine erste leitende Funktion und so fort. Oft trifft es die ambitioniertesten Frauen, die kein Land mehr sehen, wenn sie Kindern und Beruf gleichermaßen gerecht werden sollen. Also begraben die einen ihre beruflichen Träume, die anderen, zunehmend öfter, ihren Kinderwunsch. Auf diese Weise machen das enge biologische Zeitfenster der reproduktiven Jahre sowie ein Konglomerat von Ausbildungszwängen, mangelnder Absicherung und eigenen Ansprüchen das Leben vor fünfunddreißig für Frauen zu einer Sprintstrecke, die viele Opfer und kaum Sieger kennt.

Hier noch mal der Link zum Original-Artikel


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