Kinderwunsch und der heilige Geist


Jetzt vor Weihnachten holt die katholische Kirche noch einmal zu einem Rundumschlag gegen alles aus, was nicht dem kirchlichen Familienbild entspricht. In dem kürzlich veröffentlichten Kompendium der Soziallehre der katholischen Kirche wurde ja bereits deutlich zu Homosexualität, Kinderlosigkeit und Reproduktionsmedizin Stellung genommen.

Der Papst selbst wurde nun deutlicher, wie Die Standard [sic!] und Gay-Industries berichten. Der Heilige Vater bezichtigte die Homosexuellen des „aggressiven Versuchs, die Familie zu zersetzen“ und forderte die Gläubigen auf, gegen die Ausweitung der Homo-Ehe zu protestieren. „Die Angriffe auf die Ehe werden jeden Tag stärker. Wer diesen grundlegenden Baustein vernichtet, schadet dem Gemeinwohl und provoziert einen nicht wieder gutzumachenden Schaden.“. Der Papst sprach sich auch gegen wilde Ehen, die Abtreibung und künstliche Befruchtung aus: „Diese Dinge werden als Fortschritt gepriesen, sind aber in Wirklichkeit eine Niederlage für die Würde des menschlichen Lebens und für die Gesellschaft“. Joseph hatte mit seinem unerfüllten Kinderwunsch da weniger Probleme. Statt Reproduktionsmedizin gab es damals den heiligen Geist.

Zum Thema Homosexualität noch ein Artikel meiner Lieblingszeitung (es ist schon der dritte Artikel in diesem Blog, den ich aus „Die Standard“ zitiere). Österreich plant ein neues Gesetz zu Fortpflanzungsmedizin. Der österreichische Bundesvorsitzende der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo Günter Tolar, kritisierte in einer Stellungnahme die Diskriminierung lesbischer Lebensgemeinschaften.

„Die rechtliche Diskriminierung lesbischer Frauen bei der Fortpflanzungsmedizin gehört endlich beendet. Warum sollen allein lebende Frauen oder lesbische Partnerinnen nicht das gleiche Recht haben wie verheiratete Frauen? Wir von der SoHo kooperieren in dieser Frage eng mit den SPÖ–Frauen, da es auf beiden Seiten um Gleichberechtigung geht. Immerhin hat die Regierung in der letzten Nationalratssitzung am 17. Dezember zwar vernünftige Verbesserungen im Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) gemacht, aber die seit 1992 bestehende Einschränkung auf verheiratete oder eheähnlich lebende Paare bleibt weiterhin erhalten. Ein gemeinsamer Antrag von SPÖ und Grünen gegen diese Diskriminierung wurde leider abgelehnt!“

FPÖ und ÖVP sind gegen diese Art der Gleichstellung und möchten die gegenwärtige Gesetzeslage unverändert beibehalten, nach der nur verheiratete Paare mit Hilfe der Fortpflanzungsmedizin behandelt werden dürfen. Die SPÖ unterstützt eine Änderung des Gesetzes in dieser Frage.


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