Eva Herman und die Wertschätzung der Mütter

0

Die Tagesschausprecherin und und Moderatorin des NDR, Eva Herman, wurde von ihrem Artbeitgeber gekündigt, wie Spiegel-online berichtet. Anlässlich der Vorstellung ihres neuen Buchs – Das Prinzip Arche Noah – hat sie sich offenbar rethorisch ziemlich verstiegen:

Einer Reporterin des „Hamburger Abendblatts“ zufolge sagte die Fernsehmoderatorin, im Dritten Reich sei „vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler“. Dann fügte sie hinzu: „Aber einiges auch sehr gut, zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter.“ Die 68er hätten dann die Wertschätzung der Mutter abgeschafft – und seien somit für den „gesellschaftlichen Salat“ verantwortlich.

Und ich dachte immer, dass es vor allem die Autobahnen seien, die in solchen Situationen erwähnt werden.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Keine Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    ähm, angelernt… ich hab am fließband angefangen. würde das zählen?…. (duck und weg…) ich habe Damenmäntel produziert, Hosen, und Schlafsäcke. Knopfloch-automat, Pattenautomat, alles das. eben der ganze äußerst mies bezahlte Bereich…

    Klar muß man mit und für seine Kinder – und sich – immer einen Kompromiß finden, wie alle Bedürfnisse und Wünsche, Träume, Ziele unter einen Hut zu bringen sind.

    Aber ich kann euch nur sagen: Studieren mit Kind, nach Möglichkeit alleinerziehend, ist hart.
    Das Problem ist ja, daß man seine leistungen bringen muß. Da interessiert es keinen, daß man eben mal Stnden beim Arzt gesessen hat, weil das liebe Kind nen Brech-Durchfall hatte.
    Als ich damals im Praktikum war, befand sich mein pubertärer Jüngster im Krankenhaus. mein Tag hatte somit viele Stunden: 8 Stunden Praktikum, aber vorher und hinterher jeweils mindestens 2 im KH. Macht 12 Stunden. Eine Prüfung wäre in der Zeit nicht drin gewesen.

    Daß Arbeitgeber nicht begeistert sind von Frauen, die ja noch Mutter werden könnten, hat nach der Wende dazu geführt, daß teilweise bei einstellungen von den Frauen ein Nachweis auf Sterilisation oder Sterilheit verlangt wurde. Das ist kein dummer Witz. Die Frauen haben durchaus nicht alle gesagt "der kann mich mal", sondern es gab tatsähclich welche, die es machen ließen…

    Das, was Frauen brauchen (und wollen), das was Kinder brauchen (und wollen), was sonstwer noch wolllen könnte, sind die eine Sache.
    Was Arbeitgeber brauchen ist dabei klar.

    Fürs Stillen hätte ich damals kein Buch gebraucht, aber das ist halt individuell….

  2. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    machen wirs doch mal umgekehrt: was hätten wir Mütter (und die potentiellen Mütter, allerdings wissen die meist nicht, wo der meiste Streß auf sie noch wartet…) denn gern als unterstützung?
    was würde jeder einzelnen hier geholfen haben (Krippe, Kindergarten mit längerer Öffnungszeit für Job-tätigkeit), kürzere einkaufsschlangen und keine Zigaretten/süßigkeiten in Kinderaugenhöhe in den Wartezonen, etc, pp – sind nur Vorschläge auf die Schnelle)?
    Was fällt euch so ein?
    ich machs ja immer am respekt fest. und respektvoll behandelt fühlte ich mich oft jedenfalls nicht.

  3. Elmar Breitbach
    Bona Dea schreibt

    Hi,

    das "angelernt" habe ich nicht negativ gemeint,habe ich selber schon gemacht – das nur am Rande 🙂

    Ich habe noch keine Kinder, aber wenns klappt, wäre es toll, wenn ich das Kind/ die Kinder mindestens drei Jahre selbst betreuen könnte ohne finanzielle Einbußen, negatives Feedback von draußen und die Garantie, nach der Kinderpause einen adäquaten Job zu bekommen. Außerdem wäre es natürlich fabelhaft, wenn es Rund-um-die-Uhr-Kinderbetreuung gäbe, die auch bei kleinen Einkommen finanzierbar ist.
    Die Idee mit der Kinderkasse im Supermarkt finde ich super, würde sicher auch die Nerven der "Unbekinderten" schonen.

  4. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    angelernt – hab ich auch nicht negativ verstanden 😉

    glaub mir, Du brauchst in diesen 3 jahren noch was anderes als nur -bei aller Liebe zu den Kindern – immer Kindergebrabbel von früh bis abends.
    ich habe damals unter der Isolation am meisten gelitten. TV war kein Ersatz. auch Internet wäre für mich heute kein echter Ersatz, obwohl besser als die glotze….
    aber das weiß man nur, wenn man drinsteckt, logisch. nur mal so als bemerkung.

  5. Elmar Breitbach
    Bona Dea schreibt

    Ja, ist schon klar – Blinde können nun mal nicht gut über Farben reden 🙂 . Ich halte es durchaus für möglich, daß ich nach einem halben Jahr in den Job zurück will – muß man eben ausprobieren…

    Aber man kann seine "Auszeiten" von der Kinderbetreuung ja auch anders füllen, z.B. mit Sport, Ehrenamt, Hobbys etc. Da wäre es toll, wenn man die Kinder unbesorgt und für kleines Geld für ein paar Stunden abgeben kann.

  6. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    interessante frage…ja was wollen wir eigentlich?
    respekt und anerkennung finde ich auch wichtig. familienarbeit wird immer noch geringer bewertet als erwerbsarbeit – das finde ich schonmal nicht gut. es sollte gleich bewertet werden, in jeder hinsicht.

    eine große hilfe wäre ein fester ort, wo ich mein kind zu fast jeder zeit über ganz kurze oder auch längere zeit gut versorgt wüßte…eine art "kinderort" mit allem drum und dran…gute betreuung, stimulierender aufenthalt, gute versorgung der bedürfnisse des kindes im alter bis ?10?.

    viele familien haben keine nahebei wohnenden verwandten. es fehlt flexible, qualifizierte betreuung…mal für 1 stunde oder auch mal für einen tag.
    ich finde, jede erziehende person sollte da basis-betreuungseinheiten frei haben und bei bedarf welche dazukaufen können.
    würde mir persönlich sehr helfen, weil ich dann nicht mit ungutem gefühl den 80+opi überforden oder die (eigentlich nicht päd.-qualifizierte) kinderfrau zu teuer bezahlen müsste.
    zudem gehören elternparkplätze eingeführt (min 50 cm breiter!)…flächendeckend…jawoll 🙂

    wie bona dea das sieht, ist auch mein konzept. die ersten 3 jahre bin ich da. basta.
    glaube auch nicht, dass man da notwendigerweise massiv verblödet 🙂 .. ist auch immer irgendwo ein individuelles ding, oder ?

  7. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    ich finde ja eben, Respekt bedeutet, daß man uns Betroffene überhaupt erst mal fragt, und nicht von oben herab festlegt, was richtig und gut für uns und unsere Kinder wäre (und wenn schon vorschläge von oben, dann gut fundiert… wissenschaftlich, nicht meinungsmäßig…)

    es gibt auch anderes zu bedenken http://www.sueddeutsche.de/,ra15m3/gesundheit/artikel/373/133126/
    betrifft die meisten hier sicher nicht, allerdings kann ich aus guter schlechter Erfahrung sagen, das Risiko, in diese Bereiche abzustürzen, ist immer dabei. Braucht nur der arbeitende Ehemann der 3 Jahre zu Hause bleibenden Mutter (oder länger zu Hause bleibenden Mutter, weil sie den Anschluß nicht so einfach kriegte) wegzufallen….

    Ich dachte auch an solche Sachen wie diese Begebenheit in der Straßenbahn, als ein säugling schrie, und die arme Mutter das Kind nicht abgeschaltet kriegte (vielleicht wars krank, iss halt manchmal so) – und alles schimpfte herum, setzte die Frau unter Druck (verbal) und behauptete, daß "sowas" ja unmöglich, unfähig, und so weiter sei….
    Bei sowas krieg ich nen dicken Hals, denn das ist ein massiver Übergriff (verbale Aggression). naja, hab dem wortführer (älterer Herr, der sicher NIE Kinder zur Ruhe bringen mußte – dafür war seinerzeit eindeutig nur das Weibel zuständig) dann auch paar Takte gesagt, obwohl es auch für mich nervlich belastend war. säuglingsgeschrei ist per se alarmierend, biologisch so vorgesehen…

  8. Elmar Breitbach
    Ute schreibt

    Genau die Art von Kinderbetreuungsstellen, die Reaba beschreibt, habe ich mir auch schon oft gewünscht. Prima Beispiel: Mittwoch morgen, 9:00 Uhr, Krebsvorsorge beim Frauenarzt. Find‘ mal einer einen Babysitter für diese Uhrzeit…

    Fazit: Ich darf beide Kinder mitschleifen und hoffen und bangen, daß sie sich wenigstens einigermaßen benehmen, während ich auf dem Untersuchungsstuhl hocke. Überhaupt habe ich in Ärztehäusern schon oft überlegt, ob es nicht möglich wäre, irgendwo eine zentrale Kinderbetreuung zumindest für die Patientenkinder anzubieten.

  9. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Gefeuert wird ER zumindest nicht:

    "Der Kölner Kardinal Jochim Meisner hat religionsferne Kunst als "entartet" bezeichnet – und erntet dafür von den meisten Kommentatoren deutliche Kritik. Dass Meisner den Begriff unabsichtlich verwendete, glaubt kaum jemand."

    Aber schön, dass er so wenigstens das wahre Gesicht der christlichen Kirchen durchblicken lässt. …

  10. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    ..und mir ist immer noch nicht klar, was der "heilige mann" da eigentlich mit zum ausdruck bringen wollte..?

    für die nazis war abstrakte oder kunst mit jüdischem künstelerischen hintergrund, homoerotische kunst etc entartet.
    für meisner ist kunst ohne christlichen hintergrund entartet.
    da gibt es sicher eine sich überschneidende menge von künstlern und kunstwerken, zweifelsfrei.
    wenn etwas entartet, also sich als nicht artgemäß bezeichnen läßt, sollte man auch immer fragen was der "art" denn zuzurechnen ist.

    nach der meisnerschen "artigen" definition wären dann alle wohnzimmer, museen, öffentlichen plätze voller kreuzigungsszenen…boah ey 🙂

    meiner meinung nach gehört der (und sein verein in gänze) genauso aus der öffentlichkeit entfernt wie frau hermanns…wobei die wenigstens noch versucht hat zu differenzieren; meisner nicht.

  11. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    der Kardinal kriegt sein gehalt ja auch ohnehin.

  12. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    im Grunde das, was ich auch so gern behauptet habe – hier kann man es nachlesen