Abstimmung zur Geschlechtswahl („Gender balancing“)


Vor zwei Wochen habe ich hier einen Artikel veröffentlicht, der sich mit der Geschlechtswahl der Kinder schon bei der Zeugung beschäftigt. Der Original-Artikel ist im Ärzteblatt erschienen.

Diesem ausführlichen Zitat schloss sich in den Kommentaren eine nunmehr 14 Tage dauernde Diskussion mit namhaften Teilnehmern an, die mittlerweile fast 150 Beiträge enthält. Im Gegensatz zu einer ähnlich langen Diskussion zu einem anderen Thema in diesem Blog ist diese erfreulich unpolemisch (zumindest größtenteils) und am Thema orientiert, nicht zuletzt wegen der Teilnehmer, die sich sehr kenntnisreich zum Thema „gender balancing“ äußern. Sehr lesenswert.

Vielleicht hat der eine oder andere diese Kommentare auch verfolgt, sich aber nicht getraut, selbst etwas beizutragen. Für all diese möchte ich die einfachste Form der Meinungsäußerung ermöglichen: Die Abstimmung. Sie können unten einen der vorgegebenen Möglichkeiten anklicken oder selbst einen neuen Punkt zur Abstimmung stellen. Die Frage ist bewusst so formuliert, dass Sie gefragt werden, ob Sie selbst diese Möglichkeiten wahrnehmen würden, wenn Sie könnten.

Als Information vorweg: Die Bestimmung des kindlichen Geschlechts im Rahmen des Zeugungsprozesses ist entweder durch eine spezielle Spermiensortierung möglich oder aber durch eine künstliche Befruchtung, bei der die embryonalen Chromosomen überprüft und dann die Embryonen ausgewählt werden, welche die gewünschten Geschlechtschromosomen aufweisen.

Die Kommentare hier habe ich jetzt geschlossen und bitte Sie, Anmerkungen zu dieser Abstimmung bei der Diskussion der Ergebnisse abzugeben.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
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26 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    Ich finde es eine ausgezeichnete Idee, die Leser dieser Website zu fragen, ob und wenn ja, unter welchen Bedingungen sie die Möglichkeit einer vorgeburtlichen Geschlechtswahl nutzen würden.

    Für die Diskussion, die wir seit 14 Tagen führen, wäre aber eine andere Umfrage ähnlich reizvoll, wenn nicht, noch reizvoller: "Wie sollte unsere Gesellschaft mit der neuen Möglichkeit der vorgeburtlichen Geschlechtswahl umgehen? Sollte die Geschlechtswahl

    a) jedem Paar zur Verfügung gestellt werden, das gerne von ihr Gebrauch machen möchte

    b) nur Paaren zur Verfügung gestellt werden, die bereits mehrere Kinder desselben Geschlechts haben

    c) ausschließlich Paaren zur Verfügung gestellt werden, die Träger einer geschlechtsgebundenen Erkrankung sind

  2. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    mich interessierte zunächst einmal die persönliche Entscheidung und wie sie ggf. ausfallen würde. Ihren Vorschlag hatte ich zunächst auch umgesetzt. Leider kann ich aus technischen Gründen nur einen Umfrage auf einmal durchführen und daher muss man das in einer zweiten Aktion machen

  3. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    Das wäre großartig. Tausend Dank!

  4. Elmar Breitbach
    Dr. Tewes Wischmann schreibt

    @ Dr. Breitbach:
    Vielen Dank für Ihre Initiative! Ich bin auf das Ergebnis auch sehr gespannt.

    @Dr. Dahl:
    ich inde Ihren Vorschlag ganz ausgezeichnet!

  5. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @doc breitbach

    ich würde gerne neben der option "ja, zum ausschluss geschlechtsgebunden vererbter krankheiten" auch noch die option eingeben:"ja, wenn ich bereits 2 oder mehr kinder eines geschlechts hätte und weiteren kinderwunsch."

    geht aber nicht, weil ich ja dann 2x abstimmen würde. könnten sie das als admin vielleicht noch ergänzen 😉 ?

    ich finde die umfrage sehr gut, auch wenn auf einer kinderwunschseite das ergebnis wohl anders ausfallen wird als vielleicht in grösserem rahmen gefragt…weiß man aber nicht.
    bin jedenfalls gespannt auf weitere ergebnisse.

    LG reaba

  6. Elmar Breitbach
    müllerchen schreibt

    naja, die frankensteinfraktion wird wohl mores gelehrt hier, hihi… den vorschlag des herrn dahl kann doc wohl vernachlässigen mangels interesse…
    auf welche ideen, die menschen kommen, wenn sie nix anderes zu tun haben…
    liebe grüße, annette-die sich jetzt mit ihrem mittlerweile wachen bübchen beschäftigt, anstatt hier diesen unsinn weiterzulesen

  7. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    na, müllerchen und jetzt noch ein Mädchen, das wär´doch was, oder? 😀

  8. Elmar Breitbach
    müllerchen schreibt

    nee, doc:-) ich bin eine klassische jungens-mami. und der gute herrgott hatte da wohl ein einsehen und gab mir ich-will-aktion-machen-mami-emil 😉 liebe grüße,annette

  9. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    ich hätte auch nicht gedacht, dass Zöpfe flechten mir mal Spaß machen würde. Ich glaube, Sie verpassen etwas 😉

    ok ok, schon gut…

  10. Elmar Breitbach
    müllerchen schreibt

    emil’s haupthaar bedeckt schon vorwitzig seine öhrchen-könnte also auch was werden mit dem spaß am flechten…wobei der spaß wohl nur auf meiner seite wäre und von ausgesprochener kürze…da vom manne haue drohte.
    liebe grüße, annette

  11. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Ich habe "Hauptsache gesund" angekreuzt, obwohl ich mir einen Jungen wünsche (ich bin mit 3 Mädels aufgewachsen, da ist das wohl verständlich). Warum? Weil das Geschlecht doch wirklich am unwichtigsten ist. Und wenn es kein Junge wird, dann wird es eben ein Mädchen ;-).

    Ich denke auch nicht, dass meine Eltern unter ihren Mädels gelitten haben, erst dadurch haben sie wohl so viele Kinder bekommen.

  12. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    Hier eine ähnliche amerikanische Umfrage, die unter den Lesern der Website "infertility.about.com" durchgeführt wurde:

    "Would you choose the sex of your baby?"

    Yes: 59% (168)

    No: 30% (86)

    Undecided: 11% (28)

    Total Votes: 282

    Quelle: http://infertility.about.com/gi/pages/poll.htm?linkback=http://infertility.about.com&poll_id=9476366152

    Ich nehme an, dass die hohe Zustimmungsrate darauf zurückzuführen ist, dass die Leserinnen dieser Website mehrheitlich auf eine IVF angewiesen sind und die Geschlechtswahl sozusagen als "kleine Entschädigung" für all ihre Kosten und Mühen betrachten (wie es beispielsweise auch die Untersuchung von T. Jain et al nahelegt: Preimplantation sex selection demand and preferences in an infertility population. Fertil Steril. 2005 Mar;83(3):649-58)

  13. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    Da ich davon ausgehe, dass die auf dieser Website durchgeführte Umfrage zeigen wird, dass nur sehr wenige an der Geschlechtswahl interessiert sind, hier die Ergebnisse unsere Repräsentativbefragung aus dem Jahr 2003:

    Dahl E, Beutel M, Brosig B, Hinsch K-D Preconception sex selection for non-medical reasons:a representative survey from Germany. Hum Reprod. 2003 Oct;18(10):2231-4.

    Centre for Dermatology and Andrology and Clinic for Psychosomatic Medicine and Psychotherapy, Justus Liebig University Giessen, Germany. Edgar.Dahl@derma.med.uni-giessen.de

    BACKGROUND: Preconception sex selection for non-medical reasons raises serious moral, legal and social issues. The main concern is based on the assumption that a freely available service for sex selection will distort the natural sex ratio and lead to a severe gender imbalance. However, for a severe gender imbalance to happen, at least two conditions have to be met. First, there must be a significant preference for children of a particular sex, and second, there must be a considerable demand for preconception sex selection. To ascertain whether or not these two conditions are met, we have conducted a survey in Germany. METHODS: As a representative sample of the German population, 1094 men and women aged 18-45 years were asked about their gender preferences and whether or not they could imagine selecting the sex of their children through flow cytometric separation of X- and Y-bearing sperm followed by intrauterine insemination.

  14. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    RESULTS: 58% of respondents stated that they do not care about the sex of their offspring. 30% wish to have a family with an equal number of boys and girls. 4% would like to have more boys than girls, 3% more girls than boys, 1% only boys and 1% only girls. For first-borns, however, there is still a preference for boys over girls. While 75.6% claimed to have no gender preference, 14.2% would like their first child to be a boy and 10.1% would like their first child to be a girl. Whereas 6% could imagine taking advantage of preconception sex selection, 92% found this to be out of the question. Even in the hypothetical case that a medication for sex selection were ever to become available, 90% stated that they would not want to use it. CONCLUSION: Given that a majority does not seem to care about the sex of their offspring and only a minority seem to be willing to select the sex of their children, a freely available service for preconception sex selection for non-medical reasons is rather unlikely to cause a severe gender imbalance in Germany.

  15. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    Und zum Vergleich schließlich noch unsere US-Umfrage mit derselben Fragestellung:

    Preconception sex selection demand and preferences in the United States. Fertil Steril. 2006 Feb;85(2):468-73. Links

    Dahl E, Gupta RS, Beutel M, Stoebel-Richter Y, Brosig B, Tinneberg HR, Jain T.

    Center for Bioethics and Humanities, State University of New York Upstate Medical University, Syracuse, New York, USA.

    SETTING: United States general population. PATIENT(S): One thousand one hundred ninety-seven men and women aged 18 to 45 years. INTERVENTION(S): None. MAIN OUTCOME MEASURE(S): Web-based questionnaire assessing preferences for sex of children and demand for preconception sex selection for nonmedical reasons. RESULT(S): Eight percent of respondents would use preconception sex selection technology, 74% were opposed, and 18% were undecided. If the sex selection process was simplified to taking a pill, 18% would be willing to use such a medication, 59% were opposed, and 22% were undecided. In terms of gender choices, 39% of respondents would like their first child to be a son, 19% would like their first child to be a daughter, and 42% had no preference. Overall, 50% wished to have a family with an equal number of boys and girls, 7% with more boys than girls, 6% with more girls than boys, 5% with only boys, 4% with only girls, and 27% had no preference. CONCLUSION(S): Preconception sex selection technology via sperm separation is unlikely to be used by the majority of the United States population and is unlikely to have a significant impact on the natural sex ratio.

  16. Elmar Breitbach
    Annamirl schreibt

    Hallo,

    Jetzt möchte ich mich doch in diese etwas abstrakte Diskussion einmischen.

    Wir waren in Tschechien, haben PID gemacht (einfach weil wir ein Kind wollten) und wurden explizit von unserem Arzt gefragt ob wir das Geschlecht wissen wollen. Es wäre also ein einfaches JA gewesen. Es stand schon alles vor ihm auf dem Zettel. Wir haben uns explizit dagegen entschieden und ihm die Wahl überlassen.

    Ich glaube aber, dass viele von denen die hier mit ‚Nein, hauptsache gesucht‘ abgestimmt haben, es sich in einer solchen Situation doch nochmal überlegen würden.

    Also meiner Ansicht nach, ist die Umfrage nicht viel wert, solange in Deutschland sowieso nicht die Möglichkeit zur Geschlechtsbestimmung besteht.

    Trotzdem finde ich es gut, dass hier offensichtlich auch Ärzte mitdiskutieren. Interessant finde ich auch den zitierten Artikel, nach dem bei freier Geschlechterwahl auf Dauer wohl wieder ein ausgewogenes Verhältnis entstehen würde. In China und Indien wäre das wohl nicht der Fall. Aber vielleicht in Deutschland?

    Viele Gruesse, Annamirl

  17. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    Für mich ist es nicht leicht solche Fragen zu bearbeiten, weil mehrere von den Möglichkeiten für mich in Betracht kämen.
    Erst mal hätte ich mir ein Kind gewünscht, egal was, aber gesund.
    Dann hätte ich dafür so wie so ein ICSI und dazu PID gebraucht, also "wenn schon, denn schon" und eine Selektion durch Sperma hätte ich auch gemacht, wenn auf ntürlichen Weg SS werden könnte.
    Wie Dr. Dahl schon erwähnt hat, das Ergebniss so einer Umfrage auf diese Seite war zu erwarten, da hier Menschen lesen die sich ein Kind wünschen überhaupt.
    Was ich nicht verstanden habe: wieso sind die Amerikaren so sehr gegen dem Verfahren mit Sperma?
    Und die Ergebnisse sind schon merkwurdig aus einer sicht:
    Die meisten wollen keine Selektion, viele wünschen sich aber ein Sohn als erstes Kind und genau so viele wünschen sich das gleiche Zahl von Geschlechter in der Familie.
    Wie stellen sie sich dann die Sache vor?

  18. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    74% sind gegen Selektion, aber 50% wollen Gleichgewicht in ihre Familie. Wie soll denn das gehen?
    Ich denke man muß hier zwischen seelischen Wunsch und die praktische Entscheidung.
    Die meisten Menschen sagen: Ja, mir ist es egal, Hauptsache eine Kind und eventuell auch Hauptsache gesund, es ist unetisch oder sinnlos eine Selektion zu machen. Gleichzeitig aber haben alle ihre Vorstellungen und Träume: Man wünscht sich sehnlichts ein Junge, oder ein Mädchen, man wünscht sich Gleichgewicht in der Familie (gleiche Zahl von Jungen und Mädchen).
    Dazu würde ich noch etwas erwähnen das nicht angesprochen wurde:
    1. Die Eltern haben meistens verscheidene Trüme/Wünsche. Die Väter wünschen sich eher Junge, die Mütter Mädchen, weil jeder eher besser umgeht mit einem Kind vom eigenen Geschlecht.
    2. Ich bin überzeugt dass auch von dem Temperament der Eltern hängt, was für ein Kind sie sich wünschen und ich denke auch jeder Mensch kann besser mit einem Geschelcht umgehen (Temperament, Erfahrung in der Familie, Belastbarkeit).Ob man sich auch gewöhnen kann, oder ändern, weiß ich nicht.

  19. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    Und noch etwas:
    In viele Länder, sogar in Europa werden immer noch eher Junge gewünscht (die Erben der Familie).
    In Italien z.B (und mir scheint auch in Spanien) lautet der Glückwunsch an frisch verheiratete Paare: "Figli maschi", d.h "Möget ihr Söhne bekommen".
    Nun würde mich sehr interessieren was die Menschen machen würden wenn diese Verfahren in alle Länder zugelassen wären und man dazu nicht KB bräuchte, ob die Menschen in diese Regionen (Asien, Afrika, Teile von Europa) den Geschlecht ihrer Kinder wählen würden.
    Ich denke auch dass, die Leute schon klare Wünsche/Träume/Vorstellungen haben betreffend ihre Kinder, aber hoffen immer noch dass diese auf natürlichem Weg in Erfüllung gehen. Viele Haben immer noch Angst oder Zurückhaltungen gegenüber Erfindungen der Wissenschaft. Wie viele Leute wüschnten sich ein Kind, aber wenn es nicht kommt, trauen sie sich doch nicht, oder eher spät zur KB.
    Ich las diese Tage in einem anderen Forum wie viele Frauen (ohne Fruchtbarkeitstörungen), ihre Kinder so planen damit sie zur einem bestimmten Sternzeichen gehören werden und schaffen das auch nocht. Toll, was manche so machen können und andere…seufzen ohne Kind.

  20. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    @ Andra – # 19

    Nach einer im Januar vergangenen Jahres veröffentlichten Untersuchung sollen allein in den letzten beiden Jahrzehnten in Indien 10 Millionen weiblicher Feten abgetrieben worden sein. Das bedeutete, dass jedes Jahr etwa eine halbe Million indischer Kinder nicht das Licht der Welt erblicken, nur weil sie Mädchen sind. Diese nahezu unglaubliche Zahl von selektiven Abtreibungen ist durch die Einführung der Ultraschalldiagnostik ermöglicht worden, die es den Müttern ab der 16. Schwangerschaftswoche erlaubt, sich das Geschlecht ihres ungeborenen Kindes bestimmen zu lassen. Die Kombination von pränataler Diagnostik und selektiver Abtreibung hat dazu geführt, dass in manchen indischen Bundesstaaten, wie etwa Punjab, Haryana oder Gujarat, auf 1000 Jungen heute nur noch 793 Mädchen geboren werden.

    Mit dem Erlass des so genannten „Prenatal Diagnostic Techniques and Prohibition of Sex Selection Act“ hat das indische Parlament bereits 1996 die vorgeburtliche Geschlechtsbestimmung zu nicht-medizinischen Zwecken gesetzlich verboten. Ärzte, die dem Gesetz zuwider handeln, müssen mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Rupees, dem Entzug ihrer Approbation oder gar einer Gefängnishaft von 5 Jahren rechnen. Dennoch gehen die selektiven Abtreibungen nahezu unvermindert weiter. Offenbar sind die religiösen und ökonomischen Ursachen der Bevorzugung von Jungen zu tief im Alltag der meisten Inder verwurzelt.

  21. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    @ Andra – 19

    Wir hatten versucht, die Schwangerenbefragung, die wir in Giessen durchgeführt hatten, auch in einem indischen und einem chinesischen Klinikum durchführen zu können. Da sowohl die Geschlechtsbestimmung als auch die Geschlechtswahl verboten sind, wollte aber kein Klinikum mit uns kooperieren. Niemand wollte sich auch nur dem Verdacht aussetzen, man würde selektive Abreibungen durchführen.

    Es ist uns jedoch gelungen, eine Befragung in Pakistan durchzuführen:

    Gender preferences and demand for preconception sex selection: a survey among pregnant women in Pakistan. Hum Reprod. 2007 Feb;22(2):605-9.

    Zubair F, Dahl E, Sher Shah S, Ahmed M, Brosig B.

    METHODS: We conducted a social survey on gender preferences and potential demand for preconception sex selection among 301 pregnant women in Karachi, Pakistan, using a self-report questionnaire consisting of 14 questions. RESULTS: About 41.5% wish to have a family with an equal number of boys and girls; 3.3% would like to have only boys, 1.0% only girls, 27.6% more boys than girls and 4.3% more girls than boys, and 22.3% stated that they do not care about the sex composition of their family. Whereas 6.3% could imagine employing cytometric sperm separation for social sex selection, 76.1% could not and 17.6% were undecided. About 27.2% felt that social sex selection ought to be legal, 48.8% thought it ought to be illegal and 23.9% were undecided.

  22. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich habe angekreuzt, "Nein, Hauptsache gesund".

    Andra, ich nehme an, die in den USA machen vielleicht deshalb seltener die Spermienselektion, da dabei die Trefferquoten nicht so hoch sind. …

  23. Elmar Breitbach
    Greta schreibt

    Falscher Ansatz:

    ICH habe mir ein "Männchen" gesucht, auf das der Spruch "ich kann nur Mädchen" zutrifft, denn das GEschlecht wird bekanntlich vom Männchen mitgegeben 😉

    Hat geklappt – ohne viel Aufwand 🙂

    Leider kann ich das Männchen, was nur Mädchen kann, nicht weiterreichen 🙂

    So, und nun werde ich mal die Abstimmung mitmachen

  24. Elmar Breitbach
    Moorhuhn schreibt

    Hallo,

    werd auch mal meine Meinung zu diesem Thema schreiben.

    Ich bin jetzt mit unserem ersten Kind in der15. Woche schwanger und klar haben wir unsere Vorstellungen, dass wir gerne zwei kleine Mädchen hätten aber mir ist das in meiner jetzigen Situation total wurst was es wird. Denn ich freu mich einfach riesig auf unser erstes Kind, von daher gibt es für mich zur Zeit nur eine Antwort auf diese Frage, hauptsache gesund.

    Aber wie sieht es dann beim zweiten aus, sicher wär es schön die Wahl zuhaben aber ich bin mir nicht sicher ob wir es wirklich machen lassen würden, denn einerseits wäre es ja irgendwo immer noch ein medizinischer Eingriff und zweitens bin ich mir nicht sicher ob ich dann auch später mit der Entscheidung leben könnte!

    Von daher sollte die Geschlechterwahl meiner meinung nach erstmal nur Paaren mit geschlechstbedingten Krankheiten vorbehalten bleiben! Denn wird eine Familie ihren dritten Sohn / Tochter nicht lieben nur weil es nicht das erhoffte Geschlecht geworden ist?

  25. Elmar Breitbach
    Dr. Edgar Dahl schreibt

    Es sieht so aus, als würde die Abstimmung bei 166 Antworten stehen bleiben. Ich fände es schön, wenn wir noch kurz über das Ergebnis der Umfrage diskutieren könnten: Was zeigt das Umfrageergebnis? Ist es beruhigend zu sehen, dass nur sehr wenige von der Geschlechtswahl Gebrauch machen möchten? Und wenn ja, bedeutet das, dass man die Geschlechtswahl unbesorgt freigeben könnte oder dass man sie getrost verbieten darf?

  26. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    @ Dr. Dahl: Bevor wir hier unter diesem alten Artikel ein neues "Fass aufmachen": Ich werde dazu bir morgen irgendwann noch eine Nachricht verfassen und die Ergebnisse dann aktuell zu Diskussion stellen

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