Eine Viertel aller westdeutschen Akademikerinnen sind Kinderlos


Das statistische Bundesamt stellte heute die Ergebnisse des sogenannten „Mikrozensus“ vor, bei dem ca. 260.000 Frauen im Alter zwischen 15 und 75 Jahren befragt wurden.

Die Kurzfassung:

  • Der Osten ist fruchtbarer: Von den 40- bis 75-jährigen Frauen haben in den alten Bundesländern 16 Prozent keine Kinder – in den neuen Ländern dagegen nur 8 Prozent.
  • Von den Befragten ab 40 Jahre hatten in Westdeutschland 26 Prozent der Frauen mit hoher Bildung keinen Nachwuchs. Im Osten gab es keinen Zusammenhang zwischen Bildung und Kinderlosigkeit

Diese Umfrage ist wesentlich aussagefähiger als die sogenannte Geburtenrate, die ja aktuell trotz großer Anstrengungen ebenfalls nicht ansteigt. Will man jedoch wissen, ob Frauen kinderlos bleiben, muss man natürlich Frauen befragen, die jenseits der 50 sind. Normalerweise sind dann die Werte eher niedriger, weshalb die hier genannten Zahlen recht erschreckend sind. Wobei natürlich zu berücksichtigen ist, dass nicht alle Frauen ohne Kinder ungewollt auf diese verzichten.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

7 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Hasipuffer0204 schreibt

    Tja…ich finde diesen Zusammenhang nicht verwunderlich. Grade im Bezug zu Frauen mit hoher Bildung. Die Ü40er sind ja fast alles noch DDR-Muttis (und das ist jetzt um Gottes Willen sehr postitv gemeint!!) Da gab (und z.T. gibt!!!) es keine Frage Kind oder Karriere. Die Frauen wurden nicht schief angekuckt so in etwa: "WAAAAAS Du willst schon nach einem halben Jahr wieder arbeiten gehen???" Die Rahmenbedingungen waren einfach andere. Kitaplatz – Wiedereinstieg?? Diese Frage stellte sich nicht.
    In diesen Dingen haben unsere Muttis denen aus den gebrauchten Bundesländern was vorraus.

  2. Elmar Breitbach
    blume05 schreibt

    Ich habe den Artikel auch gelesen… und mich stört daran so einiges – Die Altersspanne war zu groß 15 – 75 jährige….
    und es wurde nicht nach den Gründen gefragt, WARUM diese Frauen kinderlos sind.

    Das Problem ist leider bekannt – wir sollten es den Österreichern, den Franzosen und den Skandinaviern nachmachen! Da steht die Familie an erster Stelle. Wenn Du in Deutschland mehr als ein Kind hast, bist Du schon "seltsam". und wenn Du Dich als Frau für Beruf (wenn auch eingeschränkt) und Kind entscheidest, dann bist Du auch "seltsam"! Kinder sind unsere Zukunft, das Fundament für unser Land und Leben!!!

  3. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Tja, wenigstens passe ich super ins Raster, gehe auf die 40 zu, bin Akademikerin und kinderlos. Dass wir versuchen, ein Kind zu bekommen, seitdem ich 30 bin, interessiert da niemanden.
    Hohe Kosten und Restriktionen in der deutschen Kinderwunschbehandlung machen es einem auch nicht gerade leichter, das angeblich so "bequeme" Leben ohne Kind aufzugeben.

  4. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Also die Idee mit eine solche Statistik finde ich gut, ausser dass es ein bisschen zu pauschalisiert wurde. Eine Differenzierung in der Struktur (Alter, Gründer der Kinderlos. usw.) fehlt.
    Ich denke es gibt eigentlich zwei Extreme und kein Mitteweg.
    1. Die Frauen in Osten durften nur ein paar Monate zu Hause mitdem Kind bleiben, nach der Geburt. Dafür hatten sie aber höchstens 8 Stunden Arbeit pro Tag (nun ja, keine freie Samstag und oft auch kein Sonntag).
    Kitas, Kigas, Tagesmütter – es gab, aber die Bedingungen… Und es gab auch die Omis und Opis (Rente mit 55-57).
    Und es war übrigens egal ob Akademiker oder nicht, es galten dieselbe Bedingungen.
    Kinder mit Schlüssel am Hals – ein zeichen des Ostens. Zumindest kannten sie die schlechte Angewohnheiten nicht (Drogen, Rauchen, Alkool, PC-Spiele, Gewalt)
    Mit 25-30 höchtens waren die Frauen schon fertig mit Uni und in der Arbeit gut integriert, also Kinder früher.
    2. Die Frauen in Westen – lange Zeit durften viele gar nicht arbeiten. Das fand und ich finde ich gut wenn der Vater gut verdient.
    Die Frauen dürfen länger zu Hause bleiben (mit oder ohne Erziehungsgeld, aber zu mindest haben sie Mutterschutz).
    Freie WE, aber…viel mehr Arbeitsstunden, Reisen, Stress.
    Keine Omis und Opis, da die Rente mit 67-69 (!). Viel Arbeitslosigkeit und Konkurenz zu fürchten.
    Alleine Kinder, unüberwacht und schlecht erzogen und zu schlechte gesellschaftliche Bedingunen (Drogen, usw.).

    Es muß auch ein Mitteweg sein, wo die Mütter kürzer arbeiten sollen, normallere Zeiten,und früher in Rente (Omis zurück), damit sie da sind für die Kinder. Es heißt alles schnellll, jetzt, sonst geht die Welt unter bei den Arbeitsgeber (private zu mindest). Nein, es geht nicht unten, und es kommen auch keine Ausserirdische auf uns zu Attacke.
    Ein bisschen langsamer, humaner.
    Dann kann man auch Kinder haben und sie erziehen.
    Frauen sollen Frauen sein und Männer…Männer und nicht umgekehrt.
    Mutterschutz 1-2 Jahre, dann Kigas, Omis, Tagesmütter, oder Mütter frei zu Hause wo es geht.
    Studien und Karrierezeiten auch kürzer, mit 29-30 kann man schon fertig sein und Kinder bekommen.
    Das mit der Karriere bis 40-45 und dann Kinder…die eine mögen es so, die anderen nicht.
    Feminismus hat so manche Grenzen überschritten und langsam kommen die Konsequenzen auch.

    Und was ist mit den Väter eigentlich!? Die fliehen auch immer öfter von Familie und Kinder.

  5. Elmar Breitbach
    Viktoria1 schreibt

    Die Gründe der Kinderlosigkeit hätten mich interessiert. Auch haben viele vielleicht nur deshalb ein Kind, weil es mit dem zweiten nicht klappt?
    Trägt ja auch zur niedrigen Geburtenrate bei….
    Soviel ich weiß, bekam man im Osten aber auch nur eine Wohnung, wenn man verheiratet war. Deshalb heiratete man früh und bekam früh Kinder.
    Im Westen, zumindest in meiner Firma, ist es mit der Karriere vorbei, wenn Kinder kommen, es sei denn, der Mann bleibt zu Hause oder man leistet sich eine Kinderfrau+Putzfrau (Vollzeit arbeiten und jederzeit Dienstreisen, auch über Nacht und ins Ausland ist eben ein Muss).

  6. Elmar Breitbach
    tintenklecks schreibt

    Übrigens wurde gestern abend auch in den Tagesthemen von dieser aktuellen Statistik berichtet und der Moderator wies darauf hin, dass aber leider die Gründe der Kinderlosigkeit nicht erfaßt wurden- da doch nicht alle gewollt kinderlos seien und die Kosten und Chancen der Repromedizin zumeist falsch eingeschätzt würden. Gleich im Anschluß zeigte Tagesthemen dann einen kurzen Film zu einem Paar welches sich nach fünf Jahren mit Repromedizin seinen Wunsch erfüllen konnte. Das war doch mal differenziert!

  7. Elmar Breitbach
    bergspotzl schreibt

    Wird denn in dieser Statistik davon ausgegangen, dass all diese Frauen auch einen Partner haben?
    Hauptgrund der Kinderlosigkeit bei Frauen über 30 J. ist nämlich der fehlende Partner… ist nicht ironisch gemeint, sondern Tatsache.
    Vielleicht sind Frauen im Osten einfach fähiger einen Partner zu finden? 😉
    (bin aus Bayern :-))