Weniger Spermienspender in Großbritannien


In Großbritannien wurde im April letzten Jahres die Anonymität der Spermienspender für Kinderwunsch- behandlungen aufgehoben (wie hier bereichtet wurde). Allen durch Spermien- spenden gezeugten Kindern werden ab Erreichen des 18. Lebensjahres auf Wunsch Informationen über ihren biologischen Vater zur Verfügung gestellt. Die gleiche Regelung gilt für die Eizellspende. Aufgrund der niedrigen Spenderzahlen startet in Großbritannien damals die Kampagne „Give Life, Give Hope“™. Derzeit sind laut BBC 250 männliche und 1.100 weibliche Spender registriert.

Offenbar zeigte diese Kampagne nicht den erhofften Erfolg, denn die Zahl der Spermien-Spender ist nach Regierungsangaben stark zurückgegangen. Es habe nach der Gesetzesänderung vor einem Jahr landesweit nur noch zwischen 10 und 18 Spender pro Monat gegeben, berichtete die Tageszeitung „The Guardian“ vom Montag. Paare mit unerfülltem Kinderwunsch müssten sich auf höhere Kosten und längere Wartezeiten einstellen.

Während bis April 2005 allen Spendern Anonymität zugesichert wurde, müssen neue Spender nun damit rechnen, dass mit ihren Zellen gezeugte Kinder auf Wunsch die Identität ihres biologischen Vaters erfahren können. Dem Bericht zufolge gab es in den vergangenen Jahren in Großbritannien jährlich rund 13.000 Fälle von künstlichen Befruchtungen mit gespendeten Spermien. Bei etwa jedem zehnten sei es zu einer Schwangerschaft gekommen.

[Via: Ärzteblatt.de]


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