Überzählige Embryonen: Schweizer würden lieber spenden


Eine klare Mehrheit der «Eltern» von überzähligen Embryonen ist bereit, ihre Embryonen der Forschung zur Verfügung zu stellen. Gut die Hälfte befürwortet die Embryonenspende an ein anderes Paar. Das zeigt eine neue schweizweite Untersuchung.

Welche Verwendung die betroffenen Paare selber bevorzugen, wird in der genannten Studie erstmals schweizweit und anhand einer repräsentativen Befragung eruiert. Die Resultate zeigen, dass die betroffenen Paare offener und altruistischer sind als das geltende Gesetz. 52 Prozent der Antwortenden (458 Männer und 468 Frauen) waren der Ansicht, dass die Embryonenspende an andere Paare erlaubt sein soll, allerdings sind die Meinungen darüber geteilt, ob dabei die Identität der biologischen Eltern preisgegeben werden soll oder nicht. Rund 70 Prozent der Teilnehmenden sind der Ansicht, dass eine Verwendung von überzähligen Embryonen für die medizinische Forschung oder Therapie erlaubt sein sollte, sofern es einen strengen rechtlichen Rahmen dafür gibt. 80 Prozent empfinden die vorgängige Einwilligung der Spender als angemessen. Damit befürworten die Direktbetroffenen diesen Verwendungszweck noch deutlicher als der Souverän in der Abstimmung über das Stammzellengesetz von 2004 (66 Prozent Ja-Stimmen-Anteil).

Den gesamten Artikel finden Sie auf der Homepage der NZZ


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Kommentar

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4 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Jule_15 schreibt

    Guten Morgen. Ich denke, dass eine gleichlautende Umfrage in D zu einem ähnlichen Ergebnis kommen würde. So würde(n) ich/wir SOFORT unsere Kryos für andere Betroffene als Embryonenspende (anonym!) oder auch für die medizinische Forschung zur Verfügung stellen. Der Gedanke, den "Lagerungsvertrag" irgendwann nicht mehr zu verlängern und unseren Nachwuchs so zu entsorgen, ist für mich noch völlig unvorstellbar – was natürlich auch daran liegen kann, dass wir mit einer Kryo erfolgreich waren…
    Grüsse

  2. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    @Jule – dieses Thema wurde hier schon mal besprochen, und die Meinungen hier im Blog, geäussert von Deutsche Frauen, waren ein bisschen anders.
    Es gibt genug Angst die Embryos an kinderlose Paare zu spenden, weil es immer noch um ihre Kinder geht die irgendwo, unbekannt, wachsen oder auch wegen der Möglichkeit dass ein Kind sein Geschwister heiratet (ich meine Inzest).
    Das waren die Szenarien und ich habe den Gefühl darum wird diese Spende noch in manche Länder verboten.

  3. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Das passt gut zu einer schon ein paar Jahre alten Studie aus Österreich, in der 160 IVF-Patientinnen am Tag des Embryonentransfers befragt wurden und 66% zu einer Embryonenspende bereit waren.

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    genauer: http://www.wunschkinder.net/aktuell/gesellschaft/ausland/embryonenadoption-in-spanien-erfolgreich-38/

    "Zwei Drittel der Patientinnen wären der Studie zufolge zu einer Eizell- (67,5 %) bzw. Embryonenspende (66 %) bereit. Für die Entgegennahme einer Eizelle würden sich 47,2 % entscheiden, 39,9 % für die Adoption eines Embryos. 33,1 % der Patientinnen befürworteten sowohl Spende als auch Adoption, im Vergleich dazu lehnten 15 % beides ab. Die Antwort „weiß nicht“ wurde von 5,6 % der IVF-Patientinnen bezüglich der Eizell- und Embryonenspende gewählt, bei der Entgegennahme von 15,6 %."