Terroristin wird für IVF vorübergehend entlassen

7

Elena Beloki ist 47 Jahre alt und hat mit ihrem Freund Juan María Olanozwei Dinge gemeinsam: Keine Kinder und eine langjährige Haftstrafe, die verbüßt werden muss.

Nachdem sie nun glaubhaft versicherte, dass ein Kinderwunsch nur noch mit Hilfe einer IVF zu erfüllen sei, wurde die Terroristin der baskischen Separatistenorganisation ETA für die Dauer der Behandlung auf freien Fuß gesetzt. Die Behandlung wird vom spanischen Staat bezahlt.

Hinterbliebene von ETA-Opfern protestierten gegen die zeitweilige Haftverschonung und empfinden diese als einen „erneuten Schlag ins Gesicht der Opfer“.

Mal angenommen, „unsere“ Terroristen der RAF hätten ähnliche Pläne gehabt, wie würde unser Staat wohl heute damit umgehen? Und wir selbst?

Via TimesOnline


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

7 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Stefan schreibt

    Irgendwie schon komisch das das katholische Spanien einem inhaftierten ETA Mitglied eine IVF erlaubt und sagar bezahlt?
    In Deutschland dürfte sowas wohl aus mehreren Gründen garnicht möglich sein.
    Soweit ich informiert bin haben bei uns Häftlinge ohne Freigang keine sexuellen Kontakte zu Ihren Ehepartnern. Des weiteren würde in D weder der Staat noch die KK bei einer über 40 jährigen die Kosten übernehmen.
    Was den ehtischen Gesichtpunkt angeht wird das wohl jeder für sich selbst beantworten müssen, obwohl ich auch da denke das ein RAF Terrorist im Alter von knapp 50 schlechte Karten hätte, da selbst eine vorzeitige entlassung bei uns nicht in Frage kam.
    Im vorliegneden Fall würde ich auch nicht glauben das es dem Paar ernsthaft "nur" um ein gemeinsames Kind geht ( Wie haben 2 Häftlinge überhaupt körperlichen Kontakt? Gibt es Familienzellen? ) sondern eher um die Möglichkeit als schwangere Frau bzw. Mutter eines Säuglinges mit positiver Sozielprognose vorzeit entlassen zu werden. Wie das wohl den Opfern der ETA gefallen würde?

  2. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    hmmm..das wesen einer haftstrafe ist "strafe", meint drastische einschränkung der persönlichen freiheiten.
    müsste nicht jedem, der bomben legt um menschen zu töten, klar sein, dass die konsequenz "haftstrafe" ist?
    und damit eben auch die möglichkeit zur reproduktion (egal wie) nicht beinhaltet ist.

  3. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Strafe bei Seite, dass der Staat dort auch mit 47 IVF bezahlt ist super.

  4. Elmar Breitbach
    Greta schreibt

    In Spanien tun sie ALLES für Kinder, die geboren werden (niedrige Geburtenrate….).
    In Deutschland NIX…..

    Ohne Worte.

    Ob ich das jetzt toll finde, rein ethisch, ist noch was anderes… aber auch aus DEREN Kind(ern) kann ein "ordentlicher" Mensch werden, ein liebes Mädel, ein süßer Junge. Hm.

  5. Elmar Breitbach
    Donza schreibt

    Mal ’ne technische Frage:
    Und das Kind wächst dann im Gefängnis auf oder wie???

  6. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich finde es erstmal o.k., wenn man auch Menschen in Gefängnissen ein Recht auf Reproduktion zugesteht. Menschenrechte gelten eben für alle.

    Allerdings würde ich persönlich da differenzieren. Einer 47-jährigen, die sogar Menschenleben auf dem Gewissen hat, müsste meines Erachtens hier nicht geholfen werden. Es besteht ja z.B. auch die Gefahr, dass sie auf ihrem Freigang neue Anschläge vorbereitet. Das Ziel, Mutter zu werden, wird sie vermutlich auch mnit der IVF nicht erreichen. Es sei denn, es geht um Eizell- oder Embryonenspende.

    Die Frage, wie das Kind dann aufwachsen wird, sollte, so denke ich, auch nicht Ausschlag gebend dafür sein, ob die IVF bei dieser Frau genehmigt wird. Mit der gleichen Begründung, dass ein Kind nicht unseren gesellschaftlichen Normvorstellungen entsprechend aufwächst, kann man ja generell die Behandlung von etwas älteren Paaren verweigern. – Das Kind würde sicher so aufwachsen, wie andere Kinder astraffällig gewordener Elternteile auch.

  7. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Dass die SS nur mit Eizell- oder Embryo-spende zu erreichen ist mit 47 kann so pauschal nicht sagen.
    Manche kriegen in dem Alter auch auf normale Weise Kinder noch.
    Es ist eine sehr individuelle Sache.
    Und wenn mit Spende, finde ich es dann noch besser dass der Staat bezahlt.
    Das mit der Strafe kommentiere ich hier nicht, ist eine sehr heikle Thema, weil es eher politische Günde hat. Die Frau kämpfte für eine Minorität und ihre Rechte, auch wenn für uns andere es nicht O.K aussieht.