Schweiz: Kostenübernahme durch Krankenkassen?

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Mediziner fordern, dass unerwünschte Kinderlosigkeit als Krankheit klassifiziert und die Befruchtung durch die Krankenkassen gedeckt wird. Kosten: 6000 bis 7000 Franken. 2008 hätte dies für die Kassen rund 42 Mio. Franken Mehrkosten bedeutet.

Dennoch verschliesst sich Santésuisse dem Wunsch nicht: «Die Wirksamkeit der künstlichen Befruchtung ist nachgewiesen. Die Voraussetzungen sind gegeben, dass die Kassen die künstliche Befruchtung in den Leistungskatalog aufnehmen», so Sprecher Paul Rhyn.

Anders sieht dies Toni Bortoluzzi: «Es kann nicht sein, dass alles auf die Solidarität der Schweizer abgewälzt wird – insbesondere in einer Zeit, in der die Prä­mien explodieren.» Dies umso mehr, als vielleicht bereits die Komplementärmedizin in den Leistungskatalog aufgenommen werde, so der SVP-Gesundheitspolitiker.


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Kommentar

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4 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    blume05 schreibt

    Die Schweizer – eben doch die Vorreiter in mancher Hinsicht. Die WHO hat ja schon den unerfüllten Kinderwunsch als Krankheit anerkannt!
    Unsere – auch von uns gewählte – Regierung sollte nachziehen!
    Wir brauchen mehr Kinder – und wir wollen mehr Kinder!

  2. Elmar Breitbach
    pharmacist schreibt

    Vorreiter? Da muß ein Mißverständnis vorliegen. Wohl eher Hinterwäldler. Leider übernehmen derzeit die Krankenkassen in der Schweiz keinen Rappen für die künstliche Befruchtung. Für eine ICSI zahlt man übrigens sogar mehr als die zitierten 7000 CHF.

  3. Elmar Breitbach
    kuschelmaus0583 schreibt

    ja das stimmt. für eine ICSI zahlt man mehr als die angegebenen 7000 chf. wir haben ja schon 2000 für ne IUI bezahlt. Ich hoffe doch mal das die schweiz hier mal einen schritt in die richtige richtung macht. vllt. sollten sie wenigstens nen teil davon übernehmen. als anfang oder so. aber ich glaube davon sind wir hier noch weit entfernt.

  4. Elmar Breitbach
    lunite schreibt

    Unser Sohn hat auch 7000 CHF gekostet……. Und da solche Vorlagen immer durch die Volksabstimmung gehen müssen, bin ich seeeeeehr pessimistisch, was die Umsetzung dieser Idee betrifft. Dafür hat die ‚Komplementärmedizin‘ gute Chancen. Ein Trauerspiel.