Künstliche Befruchung: Erfolgsraten in den Niederlanden


Es ist ja immer mal wieder interessant, wie die Erfolgraten im europäischen Ausland bei der künstlichen Befruchtung ausfallen. Aktuell veröffentlicht wurden die Zahlen aus den Niederlanden der Jahre 1996-2005.

Hier ein kurze Zusammenfassung der Zahlen aus diesem Zeitraum:

  • Es wurden 138.217 Behandlungszyklen in diesen 10 Jahren durchgeführt.
  • 14.881 Transfers zuvor eingefrorener Embryonen erfolgten in diesem Zeitraum.
  • 30.488 Schwangerschaften traten ein, was einer Rate fortlaufender Schwangerschaften (pro begonnenem Zyklus) von 22,1% entspricht. Die deutschen Zahlen haben andere Bezugsgrößen, wenn man die Zahlen des DIR jedoch entsprechend umrechnet, dann kommt man hier auf exakt die gleichen Werte.
  • Diese Erfolgsrate stieg in dem Zeitraum von 10 Jahren von 17,6% auf 24,4% bzw. von 9,4% auf 17,6% für die Kryotransfers.
  • 2% aller Kinder in den Niederlanden werden mit Hilfe der künstlichen Befruchtung gezeugt

Die Autoren bemerken am Ende ihres Artikels, dass diese Untersuchungen retrospektiv waren im Sinne einer Befragung aller niederländischen Zentren und damit natürlich retrospektiv. In Deutschland werden die Daten prospektiv erfasst, also jeder begonnene Zyklus direkt in die Datenbank eingegeben, was Manipulationen vorbeugt und durch die zeitnahe Eingabe auch wesentlich weniger fehlerbelastet ist.

Kremer JA, Bots RS, Cohlen B, Crooij M, van Dop PA, Jansen CA, Land JA, Laven JS, Kastrop PM, Naaktgeboren N, Schats R, Simons AH, van der Veen F
Ten years of results of in-vitro fertilisation in the Netherlands 1996-2005
Ned Tijdschr Geneeskd. 2008 Jan 19;152(3):146-52.


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Kommentar

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4 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Steffi Jost schreibt

    Liebes Kinderwunsch-Team,
    ich bin am 20.09.1964 geboren und habe einen Sohn (22).
    Habe mit meinem ersten Mann 6 Inseminationen hinter mir, um ein zweites Kind zu bekommen.
    Mein zweiter Mann (10 Jahre älter) hat keine Kinder und wünscht sich so sehr ein Kind.
    Ich habe mich mit 40 sterilisieren lassen, der natürliche Weg ist somit vorbei.
    Deutschland kann uns nicht helfen, weil ich zu alt bin !!!
    Meine Fragen:
    – Bin ich (sind wir) zu alt?
    – können wir, wenn es klappt, ein eigenes Kind haben? D.h. eine Eizelle von mir und eine Samenzelle (Sperma) von ihm?
    – Müssen wir verheiratet sein oder brauchen wir einen Notariellen Vertrag?
    – Was kostet der erste Versuch?
    – Was kostet ein zweiter bzw ein dritter Versuch, wenn befruchtete Eizellen vorhanden sind?
    Ich wäre Ihnen über eine schriftliche Antwort per eMail dankbar.
    Alles Liebe und Gute … Steffi Jost

  2. Elmar Breitbach
    smat schreibt

    die ärtzte haben fest geschtelte ich werde keine kinder griegen.mein frau weis von nix.bin seit 3jahr vaheiratet habe nomal sex leben.befrochtung ist die letzte schanz aber mein frau soll nicht wissen das ist fremde samen ist sondren die soll denken die samen die sind von mir.könen sie mir helfen.damit ich das gefiel für mein frau gebe das kind ist von mir ich werde ihnen dakbar…

  3. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Hallo smat,

    dass deine Frau das nicht wissen soll, dass sie mit fremden Samen befruchtet wird, ist nicht die richtige Lösung. Sie hat ein Recht darauf, das selbst zu entscheiden, ob sie das möchte oder nicht.

    Aus deinen Zeilen entnehme ich, dass du noch ein großes Problem mit deiner Unfruchtbarkeit hast und dass du glaubst, du würdest deine Frau unglücklich machen.

    In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 1.000 Kinder durch Befruchtung mit Spendersamen gebren. Und die Mütter und Väter haben das alle vorher gewusst und sich gemeinsam für diesen Weg entschieden.

    Lass dich einfach für unser Forum Heterologe Insemination freischalten und du wirst dort sehen, dass man auch mit diesem Problem recht locker umgehen kann.

    Vielleicht wird deine Frau erstmal eine Zeit brauchen, um diese Nachricht zu verarbeiten. Aber dann wird es für euch beide viel schöner sein, dass ihr mit offenen Karten spielt.

  4. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    Mal ganz davon abgesehen, dass eine Insemination mit Spendersamen auch recht schwierig durchzuführen sein dürfte, ohne dass die Frau etwas davon mitbekommt. Hodentransplantationen gibt es ja (noch) nicht.