Krebspatientin kämpft weiter um ihre Embryonen


Einer jungen Frau aus England mussten wegen einer Krebserkrankung die Eierstöcke entfernt werden. Die Diagnose wurde während einer Kinderwunschbehandlung gestellt, in deren Verlauf sie sich noch Eizellen entnehmen und mit den Spermien ihres Lebensgefährten befruchten ließ. Sechs Embryonen wurden eingefroren.

Nun klagt Natallie Evans vor dem Europäischen Gerichtshof um ihr Recht, eine Schwangerschaft mit diesen Embryonen gegen den ausdrücklichen Willen ihres ehemaligen Lebensgefährten herbeizuführen. Ein Urteil der „kleinen Kammer“ entschied im Frühjahr zu ihren Ungunsten. Ein ähnlicher Fall wird gegenwärtig auch in Irland verhandelt, mit dem Unterschied, dass Natallie Evans noch keine eigenen Kinder hat und das gesamte Erbmaterial seiner Klientin, die gerne Mutter werden will, sich in einem Tiefkühlschrank befindet, sagte ihr Anwalt Robin Tolson.

Die kleine Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hatte zwar gegen die Klägerin entschieden, jedoch die britischen Behörden angewiesen, die eingefrorenen Embryos bis zum definitiven Urteil aufzubewahren.

Die Verhandlung vor der letzten Instanz, der Großen Kammer des Gerichtshofs hat nun mit ersten Anhörungen begonnen. das Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet. Das ZDF hat dazu einen Kurzfilm ins Internet gestellt, den ich hier einstelle. Sollte das nicht funktionieren, dann können Sie es auf der ZDF-Webseite probieren.


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4 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    Also da übertreiben die Gerichte ohne Ende.
    Erstens schlägt sie das Schicksal mit der Krankheit, dann verliert sie auch den Mann (der eigentlich an ihre Seite in solche Zeiten bleiben sollte) und dann auch noch die Kinder (ihre einzige Möglichkeit Kinder zu bekommen).
    In was für eine Welt leben wir?
    Und die Gerichte verteidigen auch so ein Mann noch.

  2. Elmar Breitbach
    jessie schreibt

    Ich frage mich wie die Gerichte entscheiden würden wenn dieser Mann10 Kinder mit anderen Frauen hätte – was ja noch sein kann?

  3. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    sicher ganz genauso.

    Zumal der bedauernswerte Mann dann seiner Unterhaltspflicht nur noch mit Mühe nachkommen könnte….

    Richter sind seltener weiblich.