Keine IVF bei Übergewicht und über 40.

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Das sind zumindest die Empfehlungen der British Fertility Society an das „National Health System“ in Großbritannien. In England und Wales wird eine IVF-Behandlung zwar bezahlt, jedoch sind die Wartelisten lang und die Richtlinien streng.

Bisher stand in diesen Richtlinien lediglich, dass übergewichtigen Frauen vor den Folgen gewarnt werden müssen. Die neuen Pläne sehen vor, dass ab einem Body Mass Index von 36 (z. B. 105 Kilo bei 170 cm) die Kosten für eine Behandlung nicht mehr vom Gesundheitssystem getragen werden. Ab einem BMI von 29 (z. B. 85/170) und mehr sollte von den Ärzten zu einer Gewichtsreduktion vor Beginn der Behandlung geraten werden.

Bei sehr übergwichtigen Frauen sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Behandlung und steigen die Risiken für einen komplizierten Schwangerschaftsverlauf. Der Einfluss des Übergewichtes auf die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit wurde bereits wiederholt belegt.

In anderer Hinsicht wurde jedoch eine Lockerung des Zugangs empfohlen. Bisher von der Behandlung ausgeschlossene Gruppen, sollen nun auf Kosten des NHS behandelt werden können: Singles, lesbische Paare und Paare, die bereits Kinder aus anderen Beziehungen haben können nun auf eine Kostenübernahme hoffen.


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Kommentar

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5 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    …und schon wieder eine neue gesellschaftliche gruppe, die diskriminiert wird: die dicken.

  2. Elmar Breitbach
    kerstin* schreibt

    Interessant, dass bei mit mit 40 und BMI von 35 die erste ICSI und mit 43 die driette ICSI geklappt haben und es absolut unkomplizierte Schwangerschaften und Geburten waren. Ich denke, da werden mal wieder völlig oberflächliche Kriterien genommen, die nichts mit der individuellen Erfolgswahrscheinlichkeit zu tun haben. Von daher kann ich Reaba mit ihrem Statemant zur Diskriminierung nur recht geben.

    Gruß Kerstin

  3. Elmar Breitbach
    Fini schreibt

    Bei mir hat die ICSI und die Kryo geklappt, obwohl ich einen BMI über 40 habe. Komisch eigentlich.

  4. Elmar Breitbach
    loeni schreibt

    Mein Großvater ist bei bester Gesundheit 93 geworden, obwohl er bis zum Schluss 40 Zigaretten geraucht hat.

    Ausnahmen gibt es natürlich immer, die ändern aber nichts daran, dass manche Zusammenhänge nicht nur theoretisch, sondern leider meist auch praktisch bestehen

  5. Elmar Breitbach
    Jozi schreibt

    Nicht komisch. Du hast eben ein kleines bißchen mehr Glück gehabt, da statistisch gesehen die Chancen bei Dir durch das Übergewicht schlechter standen. Keiner sagt es ist unmöglich (bitte nicht alle diverse Fälle auflisten, wo es geklappt hat), aber muß die von allen getragene Krankenkasse bei schlechteren Prognosen auch unbegrenzt zahlen? Schwierige Frage.

    Bei Untergewicht wären die Proteste bestimmt nicht so laut, obwohl da ja auch ein Belastung für den Körper vorliegt. Und bei starkem Übergewicht eben auch.

    Letzten Endes geht es dort eben darum, das Gesundheitssystem halbwegs finanzierbar zu halten. Da ist die Empfehlung abzunehmen sicherlich eine generell sinnvolle, sie kommt der Patientin ja auch zu Gute, der Arzt hat ja nichts davon. Es ist natürlich ein heikles Thema und ich will auch gar nicht sagen, daß man mit so starren Regeln wie "ab dem und dem Wert wird nicht mehr bezahlt" weiterkommt, aber andere finanzieren das eben mit und muß man auch Überlegungen in eine solche Richtung zulassen. Ich meine nach wie vor, das es kein Gott gegebenes Recht ist, unter allen Umständen verlangen zu können, das Repro-Medizin zu 100% bezahlt wird. Es ist ein Luxus, den man sich erstreiten kann und sollte, vor allem wenn ständig über Kinderlosigkeit (in D) geklagt wird. Ich sehe das Dilemma der Kassen und ich würde lieber eine Krebsbehandlung bezahlt bekommen als eine ICSI, wenn die finanzielle Lage eben nicht beides zulässt.

    Ich finde es vertretbar zu verlangen, daß frau einen Eigenanteil erbringt soweit es ihr denn möglich ist und nicht komplett passiv eine Therapie "über sich ergehen lässt". Ich sehe es eher als eine "aktive Therapie", wenn der Arzt und die Patientin eine Gewichtsreduktion vereinbaren. Ich tue ja auch alles in meiner Macht stehende, um meine Chancen zu verbessern. Und bei extremen Übergewicht wäre das eben den BMI zu reduzieren.

    Ich krieg jetzt die Hucke voll, ich weiß. Also die Schußlinie ist frei, ihr könnt draufhalten.. *duck*

    Jozi