IVF-Gesetz in Italien verfassungswidrig


Italien hat seit der Änderung im Jahre 2003 /aktuell/gesellschaft/ausland/volksabstimmung-ueber-reproduktionsmedizin-in-italien-1597/„>das strengste Fortpflanzungsgesetz in Europa.

Eine besonders harte Limitierung der Behandlung und damit auch der Erfolge besteht darin, dass in Italien nur so viele Eizellen befruchtet werden dürfen, wie später dann auch Embryonen transferiert werden sollen. Möchte also ein Paar nur zwei Embryonen zurückbekommen, dann dürfen auch nur zwei Eizellen überhaupt erst befruchtet werden. Da die Befruchtungsrate bei ungefähr 70% liegt, wenn die Voraussetzungen gut sind, kommt es also öfters vor, dass ein Transfer überhaupt erst gar nicht stattfinden kann oder nur ein Embryo dafür zur Verfügung steht.

Auf der anderen Seite entscheiden sich dann die paare vorsichtshalber für den Transfer von drei Embryonen und wenn sie „Pech“ haben, werden alle Eizellen befruchtet und es werden dann auch alle in die Gebärmutter eingepflanzt, auch auf die Gefahr hin, dass Drillinge dabei entstehen können.

Das italienische Verfassungsgericht hat das nun in einigen Teilen für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht urteilte, man müsse im Gesetz die Verpflichtung beseitigen, bei der künstlichen Befruchtung gleichzeitig und einmalig maximal drei Eizellen zu verwenden. Wenn man schon die künstliche Befruchtung zulasse, habe es keinen Sinn, sie schwieriger und gefährlicher zu machen, indem man den Ärzten derartige restriktive Bedingungen auferlege.

Viele unfruchtbare Paare aus Italien reisen deswegen ins Ausland, um sich einer künstlichen Befruchtung zu unterziehen. Viele Paare verschulden sich, um sich im Ausland teuren Befruchtungstherapien zu unterziehen, berichteten italienische Medien.

Via: Die Standard


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