IVF als Hauptgewinn einer Tombola


In Großbritannien werden Lose für eine Tombola verkauft. Das Stück für 25 Euro. Der Hauptgewinn: Eine 28.000 Euro (!) teure künstliche Befruchtung in einer Privatklinik. Die Tombola wird von der Organisation „To Hatch“ organisiert, die nicht profitorientiert ist.

In England bestehen lange Wartezeiten für eine IVF-Therapie, da im Nationalen Gesundheitssystem (NHS) zu wenig Geld für diese Behandlungen zur Verfügung steht. Von Seiten des Gesundheitsministeriums bestehen keine Bedenken gegen die Verlosung.

via: Ärztezeitung.


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Kommentar

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10 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    raise schreibt

    Wie kann es sein, dass eine IVF in England so teuer ist, während man in Polen mit 3000 euro incl. medikamenten eine icsi bekommt? die armen briten! klar, dass bei diesen preisen die meisten paare einen tombola gewinn bräuchten.

  2. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @raise

    der preis kommt wohl zu stande, weil es eine "nobel"-privatklinik ist.

    demnächst fangen die freunde auf der zuweilen skurilen insel wohl an adoptionskinder zu verlosen …

  3. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    In einem Land, in dem man sich gegen Bartbrand versichern kann, sind vermutlich Wetten auf alles möglich

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Im anderen Forum habe ich gestern gelese, dass dieser Preis auch eine Art Garantie bis zur erfolgreichen Behandlung beinhaltet. Sicher ist das irgendwo auch gekappt, da es a keine 100% Garantie geben kann, jedoch dürfte es sich um mehrere Behandlungen handeln.

    Ich finde, für so eine PR-Aktion sollte man denen, die ein Los ziehen wollen, nicht noch Geld abknöpfen. So sieht es für mich doch eher nach Gewinnorientierung aus.

    Schön für die, die den Hauptgewinn ziehen. Wenn die Aktion daraf gerichtet ist, politisch was zu bewegen, ist sie auch irgendwie o.k. Generell finde ich es allerdings eher geschmacklos, Kinderwunschbehandlungen zu verlosen. Dafür ist mir die Betroffenheit derer, die diese Behandlungen nötig haben, zu ernst.

  5. Elmar Breitbach
    Frau Neugier schreibt

    Dann kann man seinem Kind später sagen, man hätte es bei einer Tombola gewonnen. Witzig!

  6. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ob das dann wohl auch für das Kind witzig ist?

  7. Elmar Breitbach
    Frau Neugier schreibt

    @ Rebella:
    Ironie (griechisch εἰρωνεία eironeía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“) bezeichnet zum einen eine rhetorische Figur (Rhetorische Ironie oder auch instrumentelle Ironie[1]), bei der sich der Sprecher verstellt und damit dennoch die Erwartung verbindet, dass der wahre Sinn seiner Äußerung verstanden wird.

  8. Elmar Breitbach
    SarahZ schreibt

    Ganz ehrlich, ich finde es zum ko…
    das so viele hier jammern und schreien, es würde ein Kind verlost !
    Da kann man doch gleich sagen "bekommt doch gar keines,wird schon seine Gründe haben wenn ihr kein Geld für ne Behandlung habt,und überhaupt,wenns nicht natürlich klappt,habter halt pech"
    Als hätten sich die Paare die darauf angewiesen sind dort mit zu machen sich das ausgesucht.
    Gerade von Paaren die selbst so eine Behandlung hinter sich haben oder sogar mehrere,hätte ich ein anderes Denken erwartet.
    Ich finds jedenfalls toll..toll für das Paar das gewinnt und so vielleicht die Chance auf sein Glück hat.
    Sorry,es wird ja weis Gott Sinnloseres Zeug verlost als das.

  9. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Hallo Sarah,

    bei einer Verlosung ist es alerdings üblich, dass nur wenige gewinnen.

    In diesem Fall gewinnt einer pro Monat. Wenn sich also (Beispiel) 1.200 Paare an dem Spiel beteiligen, ein Jahr lang jeden Monat ein Los kaufen, hat jeder 300 € investiert. Dafür bekommen aber nur 12 Paare, also jedes 100. Paar, eine Behandlung.

    Wenn sich noch mehr Paare beteiligen, wird die Gewinnchance entsprechend niedriger.

    300€ im Jahr ist ja auch nicht gerade wenig und fehlt den Verliererpaaren für ihre eigene Behandlung.

    Über so ein Losspiel kann man das grundsätzliche Problem, dass es nämlich viele Paare gibt, die eine solche Behandlung nicht finanzieren können, nicht lösen.

  10. Elmar Breitbach
    Fienchen aus England schreibt

    Hallo zusammen.
    Da ich in diesem seltsamen Land lebe, wo eine IVF verlost wird melde ich mich mal zu Wort.

    Das englische Gesundheitssystem (NHS) ist total pleite und der Kinderwunsch ist eine wirkliche Qual! Die Behandlung ist mehr als lückenhaft und ich bin schon oft gegen verschlossene Türen gelaufen. Im Endeffekt wurden wir mit idiopatischer Sterilität abgestempelt und müssen jetzt noch ein geschlagenes Jahr warten, denn IVF etc. wird erst nach 3 (!) üben gemacht. Von daher werden sich sicher viele diese Lotterie überlegen. Vor allem würden sie dann privat behandelt werden und die KH’s hier sind in den 60ern stehen geblieben. Also… ich werde es wohl nicht machen (weil Mann noch gar nicht weiß, ob er soweit gehen würde), aber ich kann die Leute verstehen, die es machen.

    Soviel zum Hintergrund einer Betroffenen!
    Danke Fienchen