Endlich: Die „Leihmutterzwillinge“ dürfen zu ihren Eltern


In Indien wurden Zwillinge eines deutschen Paares von einer Leihmutter ausgetragen und kamen dort im Januar 2008 zur Welt. Als das deutsche Elternpaar die Kinder nach Deutschland holen wollte, stießen sie auf rechtliche Probleme: Nach indischem Recht sind die Kinder leibliche Kinder der verheirateten Leihmutter. Und nach deutschem Recht ist sind die Kinder ebenfalls nicht mit den genetischen Eltern verwandt, wie das Verwaltungsgericht im letzten Jahr entschied.

Nun kam es nach zwei Jahre andauerndem Hickhack endlich zu einer Lösung der rechtlichen Hindernisse und im Rahmen einer Einzelfallentscheidung dürfen die Zwillinge nun endlich nach Deutschland ausreisen und erhielten nun die entsprechenden Visa.

Rechtlich wird dieser Prozess jetzt wie eine Auslands-Adoption gehandhabt, deutsche Staatsbürger werden die Zwillinge also erst nach Adoption durch ihre Eltern (schon ein merkwürdiger Vorgang).

Mitte März hatte das Oberste Gericht in der Hauptstadt Neu Delhi das zuständige Ministerium für Frauen und Kinder dazu aufgefordert, alle «Möglichkeiten zu prüfen», um der Familie aus Bayern zu helfen. Die Richter machten jedoch deutlich, dass es sich dabei um eine «einmalige Aktion aus humanitären Gründen» handele.

Der Vater der Kinder war davon ausgegangen, dass die Leihmutterschaft in Deutschland verboten sei, wenn sie jedoch im Ausland durchgeführt wird, die Kinder qua Erbgut deutsche Staatsbürger seien. Er würde jedem Paar von ähnlichen Vorhaben dringend abraten, so das Vater der Kinder, der große Teile der letzten zwei Jahre bei seinen Zwillingen in Indien verbrachte.


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Kommentar

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1 Kommentar
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Na endlich! Das hat wirklich lange gedauert. Ich freue mich für diese Familie.