Die Wissenschaft geht den Bach runter


Betrüger allerorten, das ist zumindest der Eindruck, den man in der letzten Zeit bekommen kann, wenn man sich anschaut, was sich in der Welt der Wissenschaft und dort vor allem in der Medizin so abspielt. Man muss sich da auch nicht weiter wundern, dass der Nobelpreis für Medizin nur noch selten an Ärzte verliehen wird.

Nachdem sich nun der Skandal um den Stammzellenforscher Hwang langsam aus den Schlagzeilen verabschiedet, kommen nun neue schlechte Nachrichten aus Norwegen. Und wieder hat es eine der renommiertesten Fachzeitschriften erwischt.

Dummdreist

Der norwegische Forscher Sudbø veröffentlichte im letzten Herbst in „Lancet“ eine Studie zur Behandlung und Prävention von Mundhöhlenkrebs. Er berief sich auf Daten von 123234 Personen, die im sogenannten Conor-Register von 1975 bis 1995 gesammelt worden seien. Was er dabei jedoch nicht bedachte, ist die Tatsache, dass die Datenbank erst 1994 entstanden ist. Er gab an, die Conor-Daten seien ans Krebs- und Todesursachenregister gekoppelt – eine solche Kopplung gibt es nicht.

Während man den letzten Betrüger noch zugestehen muss, dass er sich wirklich Mühe mit seinen getürkten Ergebnissen gegeben hat -schließlich hatte er für seine Stammzellforschung mehr als 3000 Eizellen verwendet- und er sich wohl einfach mehr vorgenommen hatte, als seine Methoden später halten konnten, kann man Sudbø noch nicht einmal Intelligenz vorwerfen.

[Via: Frankfurter Rundschau]


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