Der Frankenstein-Report


Die Labour-Abgeordnete Geraldine Smith bezeichnet die Pläne des englischen Parlaments, Eltern bei einer künstlichen Befruchtung die Wahl über das Geschlecht des Kindes zu überlassen als „Frankenstein-Report„.

Der Wissenschaftsaussschuss des britischen Parlaments sieht trotz weit verbreiteter Bedenken keine „überzeugenden Gründe, diese Praxis zu verbieten„.

Tochter oder Sohn – Werdende Eltern sollen selbst entscheiden

Der parlamentarische Ausschuss für Wissenschaft und Technik veröffentlichte diesen Vorschlag am 24. März. Die Entscheidung der Eltern, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen möchten, könne dem „familiären Gleichgewicht“ zugute kommen.

Innerhalb des Ausschusses ist der Befund heftig umstritten. Fünf Mitglieder weigerten sich unter Protest, den Bericht zu unterzeichnen. Der konservative Abgeordnete Bob Spink kritisierte, der Bericht empfehle Gesetzesänderungen, „die in absolutem Gegensatz zur öffentlichen Meinung und zu jedem Konzept von Moral und Würde des menschlichen Lebens stehen“.

Die Empfehlung des Ausschusses wird jedoch vom Gesundheitsministerium zunächst geprüft und ein Sprecher teilte mit, dass auch die Argumente der Gegner des Beschlusses in einer abschließenden politischen Entscheidung gewürdigt werden. Auf Ninetnine.net werden verschiedene Aussagen zu diesem Beschluss zitiert (englisch).

Interessant ist, dass in Australien gegenwärtig die mögliche Geschlechtswahl der Kinder verboten werden soll.


Andere Länder, andere Gesetze. In Deutschland ist noch nicht einmal die Selektion von Embryonen gestattet, um z. B. Mehrlingsschwangerschaften zu vermeiden (siehe /2005/01/04/mehrlinge-sind-vermeidbar.html„>hier und hier). Und das wäre wirklich sinnvoll.


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