Brutschrank defekt, Embryonen zerstört


In einer australischen Klinik trat eine Katastrophe ein, über die man eigentlich lieber gar nicht weiter nachdenken möchte. Mehrere Paare verloren ihre Embryonen aufgrund eines technischen Defekts in einem der Brutschränke der Klinik.

Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung werden die Embryonen bis zu 5 Tage in sogenannten Inkubatoren aufbewahrt. Höchstes Augenmerk wird auf die richtige und gleichbleibende Temperatur und die richtige Zusammensetzung des Gasgemischs in diesen Brutschränken gelegt. Natürlich gibt es für die Versorgung spezielle Notstromkreise und Alarmsysteme, die eine Störung sofort anzeigen.

Aber im vorliegenden Fall in Australien konnte all dies nicht verhindern, dass der Ausfall nicht rechtzeitig bemerkt wurde die darin gelagerten Embryos abstarben.

Eine Sprecherin der Klinik bemerkte, dass so etwas theoretisch immer möglich sei und nicht mit absoluter Sicherheit vermeidbar. Den betroffenen Paaren soll daraus jedoch zumindest kein finanzieller Nachteil entstehen.

Schlimmer als dies kann eigentlich nur noch die Verwechslung von Embryonen oder Spermien sein.

Via News.com.au


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Kommentar

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5 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    suppenhuhn66 schreibt

    das ist ja der supergau!!!!
    aber genau diese komplikation hat unser kiwu-doc im aufklärungsgespräch erwähnt und wir mussten auch mit behandlungsvertrag unterschreiben das wir in diesem falle keine ansprüche stellen….
    natürlich rechnet man nicht damit das dieser fall dann auch eintritt…

    lg
    suppenhuhn

  2. Elmar Breitbach
    Lectorix schreibt

    Ich mag gar nicht dran denken… Eine Verzichtserklärung von Klinikseite aus scheint mir hier unvermeidlich, denn wie will man denn die Höhe eines Schadensersatzes beziffern? Für das Paar ist der eine bestimmte Embryo möglicherweise unersetzlich – oder er wäre grottig gewesen, wer weiß das schon so genau?

  3. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich denke, technische ausfälle kann es geben. Man sollte alles tun, um sie zu verhindern, aber wir leben eben nicht in einer perfekten Welt.

    Natürlich lassen sich die Embryonen nicht wirklich ersetzen. Man sollte aber bedenken, dass die potentiellen Eltern dieser Embryonen dort hinein Geld investiert haben. Ich hielte es für angemessen, das Geld für die Kryokonservierung und Lagerung, sowie für einen Teil der IVF-Kosten den Paaren zu erstatten.

  4. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @lectorix:

    eigentlich müsste man den ausfall für das individuelle paar schon beurteilen können.
    ich glaube in unserer rechtssprechung gibt es sogar schmerzensgeld-listen für z.b. unfälle durch die vermehrungsfähigkeit verloren geht. wahrscheinlich im gegensatz zu den USA weniger üppig, aber denn noch existent.
    daher finde ich das mit der vertraglichen festlegung eigentlich ziemlich wackelig.

    passieren kann sowas sicher, aber warum sollte eine klinik sich dagegen nicht versichern können um im schadesfall den patienten die kosten zu erstatten..?

    wenn dir ein bauunternehmer ein haus baut, dass dann zeitnah umfällt, ist der auch dran (oder seine versicherung).

  5. […] wunschkinder.net unter Berufung auf ein australisches Nachrichtenportal berichtet, verloren mehrere Paare in […]