Australien: Sicherheitsprüfung vor IVF

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Paare, die sich einer IVF-Behandlung unterziehen möchten, werden im australischen Bundesstaat Victoria einer polizeilichen Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Diese ist Voraussetzung für eine Behandlung.

Dieser Check ist Teil des „Assisted Reproductive Treatment Act“ einer seit Dezember letzten Jahres gültigen Regelung für die künstliche Befruchtung und betrifft 5000 Paare jährlich, schreibt „The Age“.

Damit soll vermieden werden, dass Paare, die Kinder mißhandelt haben oder in anderer Weise durch gesetzeswidrigen Umgang mit Kindern aufgefallen sind, sich einer IVF-Behandlung unterziehen können.

Die Betroffenen reagieren darauf ungehalten und äußern gegenüber der Presse wenig Verständnis: „Meine Freunde, die ihre Kinder auf normalem Wege zeugen können müssen vorher auch nicht zur Polizei und sich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung abholen, warum soll ich also dazu gezwungen werden?“ Von Fachleuten wird diese Regelung schlicht als „dumm“ bezeichnet.

Insbesondere deswegen, weil die Bezirksregierung die personellen Voraussetzungen für die massenhafte Durchführung der Prüfung noch nicht geschaffen hat. Lange Wartezeiten auf das diskriminierende Prozedere sind also zu erwarten.

Man fragt sich dann schon, wie lange es wohl dauern wird, bis auch in Deutschland eine IVF-Berechtigungsprüfung zur Pflicht wird.


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Kommentar

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6 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    sophie33 schreibt

    Ich finde es schon schlimm genug, dass Paare, die sich sehnlichst ein Kind wünschen und so vieles dafür auf sich nehmen, ständig einen aktuellen HIV-Test vorweisen müssen.

  2. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Als ob man sich einer solchen Behandlung unterziehen würde, um ein Kind später mißhandeln zu können … Was haben diese Gesetzesleute nur für Vorstellungen darüber, was wir für Menschen sind und warum wir das tun?

    Ich habe allerdings irgendwie eine Vermutung, dass das ein Witz ist. Eine Vereierung der Gesetzesleute, um deren Irrwitz mal überspitzt darzustellen und damit zu verdeutlichen.

  3. Elmar Breitbach
    dilsee schreibt

    einfach schwachsinn.

  4. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Ich finde die Idee an sich nicht schlecht und auch kein Witz.
    Ich würde es aber auch der Menschen tun die auf natürlichem Weg Kinder bekommen.
    Mann kann so ein bisschen sehen das nicht wirklich jeder böser Mensch Kinder bekommt, oder wenigstens werden sie ins Visier genommen bevor dem Kinde etwas passiert.
    Mir ist aufgefallen das gerade die Leute mit sehr große Probleme Kinder bekommen (auf natürlichem Weg ubnd zwar ohne Ende) und sie nicht gut behandeln/misshandeln.
    Erinnert ihr euch an den Fall mit Sabine beim Stern TV die von den Eltern misshandelt wurde? Die Mutter hat inzwischen über 10 Kinder noch bekommen und alle wurden dann vom JA genommen. Aber wenn sie so weiter macht…
    Gott is manchmal so ungerecht…
    Was mir aber nicht gefällt ist diese ständige Diskriminierung zwischen natürliche und KB, bzw. Ado-Eltern besteht.
    Die Ersten haben wirklich kein Problem, keine Kontrolle zuvor. Die KB, Ado-Eltern, diejenige die kinderlos sind und Kinder betreuen möchten, müßen so viel geprüft sein und strenge Gesetze haben.
    Es geht einfach nicht mehr. Es ist nicht gerecht.

  5. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    ooh, den Männern, die das mitzuverantworten haben wünsche ich da mal so ganz dezent ein OAT IV oder einen IHH… *motz*
    Wie merkbefreit mus man für ein solches Gesetzt bloß sein????

  6. Elmar Breitbach
    DIDI aus Bääärlin schreibt

    So eine Art "Kinderführungszeugnis" hätte wahrscheinlich manchem Kind Leid erspart oder sogar das Leben gerettet.

    Wie soll so eine Idee jedoch in die Praxis umgesetzt werden ? Gibt´s demnächst eine "Bettenpolizei" ? Amüsante Vorstellung …

    Aus diesem Grund kann es wohl nicht richtig sein, dass nur Paare mit künstlicher Befruchtung "gecheckt" werden. Entweder alle oder keiner !!!

    Wobei diese Art der "staatlichen" Kontrolle meines Erachtens doch zu sehr in die Selbstbestimmung eindringt und in einer Demokratie fehl am Platze ist.

    "Verpflichtende U – Untersuchungen" der Kinder und vor allem die Umkehrung der immer mehr um sich greifenden "Weg-Seh-Mentalität" halte ich für einen besseren Weg.