Arzt von „Octomum“ aus ASRM ausgeschlossen


Viele werden sich noch an die „Octomum“ erinnern. Jenes bedauernswerte Wesen, die sich in einem Anfall von Größenwahn 6 Embryonen hat einpflanzen lassen, von denen sich dann noch zwei teilten, so dass sie insgesamt 8 Kinder zur Welt bringen musste und anschließend selbst der Meinung war, ihr Leben „vermasselt“ zu haben.

Tatkräftige Unterstützung erfuhr die Rekordmutter durch ihren behandelnden Arzt, der sich nach dieser Behandlung massiver Kritik ausgesetzt sah, zumal er vorher der alleinstehenden Frau bereits zu 6 anderen Kindern verhalf.

Nun ist Dr. Michael Kamrava aus der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (American Society for Reproductive Medicine = ASRM) geworfen worden, wie ihr Sprecher Sean Tipton heute mitteilte. „Dr. Michael Kamrava zeigte ein Verhalten, welches die Standards der Gesellschaft verletzte“, so der Sprecher als Begründung für den Hinauswurf, der bereits im letzten Monat erfolgte.

Diese Maßnahme hat jedoch keinen Einfluss auf die Zulassung des Arztes, der nach wie vor praktiziert. Die Mitgliedschaft in der ASRM ist rein freiwillig und nicht Voraussetzung für das Führen einer Kinderwunsch-Praxis. Ein Angestellter von Kamravas Klinik in Beverly Hills, teilte mit, dass sein Chef keine Stellungnahme zu der Maßnahme der ASRM abzugeben gedenke.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

1 Kommentar
  1. Elmar Breitbach
    Tanja Neumann schreibt

    Ehrlich gesagt… der Arzt hatte eine Mitverantwortung für die "Überforderung" der Mutter. Ihm ging es doch in erster Linie nur um die Publicity, wie die Frau hinterher ihr Leben regelt, interessierte ihn nicht. Ich befürchte, daß er nach wie vor Frauen zu solch fragwürdigen Babyglück verhelfen wird. Ein guter und verantwortungsbewußter Mediziner weiß wo ethische Grenzen liegen und pflanzt einer bereits 6 Fachen Mutter keine 6 Embryonen ein. Ich denke in den USA sollten evtl. (falls noch nicht vorhanden) die Gesetzte überarbeitet werden. Mir tun nur die Kinder leid, die nun für die Fehler und falsch verstandenen Mutterliebe herhalten müssen….