Zwillingsflut


Manchmal bin ich ja mit der Bildzeitung einer Meinung. So wie hier auch mal wieder: Die BILD macht sich Gedanken darüber, warum es einen Zwillings-Boom in Hollywood gibt. Nicht nur bei den Reichen und Schönen der amerikanischen Westküste übrigens. Auch in Deutschland.

Julia Roberts, Desperate Housewives-Star Marcia Cross und Jennifer Lopez sind schuld daran, dass man in Hollywood zurzeit alles doppelt sieht. Denn bei ihnen ist der Zwillings-Boom ausgebrochen.

Aber sie sind nicht die einzigen: Strokes-Gitarrist Nick Valensi, Musikerin Melissa Etheridge, Grey’s Anatomy-Doktor Patrick Dempsey und Lisa Marie Presley haben es ihnen gleich getan. Und auch Dennis Quaid und P.Diddy sind Väter von Zwillingen. Momentan nehmen Angelina Jolie und ihr baldiges Nachwuchs-Duo die Titelseiten in Beschlag.

In Deutschland ist die aktuellste Meldung die von Sarah Connors Mutter Soraya (50), die sich über eine Zwillingsschwangerschaft freuen darf.

Die vermutung liegt nahe, dass es dabei nicht mit (doch rechten schon) natürlichen Dingen zugeht. Ich habe mich schon häufiger darüber geärgert, wenn die Stars und Sternchen ihre übermäßige Fruchtbarkeit z. B. der guten Luft in ihrem letzten Urlaub zuschreiben, anstatt einfach zu sagen, wie es ist: dass man die Dienste eines Reproduktionsmediziners in Anspruch genommen hat. Die Bekenntnisse der Jennifer Lopez sind da eher die Ausnahme.

Schade, denn das würde die Akzeptanz in der Öffentlichkeit sicherlich förden

Via Bild-Zeitung


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Kommentar

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15 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Ute schreibt

    Vielleicht fürchtet man die Häme, daß man ja vorher die Fruchtbarkeit der Karriere geopfert habe? Wenn ich mir ansehe, was für dämliche Vorurteile bis hin zu unverschämten Vorwürfen (Genschäden etc.) sich Otto-Normal-IVF-ler schon anhören müssen, würde ich als Promi eine IVF, ICSI etc. sicher erst recht nicht an die große Glocke hängen.

  2. […] Artikel von: Aktuelles zum Thema Kinderwunsch Zwillingsflut Manchmal bin ich ja mit der Bildzeitung einer Meinung. So wie hier auch mal wieder: Die BILD macht sich Gedanken darber, warum es einen Zwillings-Boom in Hollywood gibt. Nicht nur bei den Reichen und Schönen der amerikanischen Westkste brig … Source: Zwillingsflut […]

  3. Elmar Breitbach
    SJGT schreibt

    Da musste ich doch eben lachen 🙂 Wir waren am Montag bei einem Infoabend im KKH Neukölln. Es waren schätzungsweise 40 Schwangere dort. Davon immerhin drei mit Zwillingen. Und ich dachte in dem Moment, in dem wir uns kennen lernten: "ob die sich jetzt auch innerlich fragen, ob die anderen Zwillis ’natürlich‘ sind oder nicht?" Die beiden anderen Schwangeren waren zudem noch deutlich älter als ich – da kann zumindest ich mir solche Gedanken gar nicht verkneifen. Ich persönlich finde den Zwillingsboom prima 🙂 Aber die Allgemeinheit interessiert das sicher nicht so. Die meisten sind doch froh, dass sie nur eins haben. Wie dieses "sensible" werdende Vater im Babyladen letztens, der unsere Kinderwagenanguckaktion nur mit den Worten "ein Glück, dass ich nur eins krieg" kommentierte.
    Ja, ein GLÜCK, dass er überhaupt eins bekommt… (innerlich hab ich ihm Unfruchtbarkeit für den Rest seines Lebens gewünscht – ich kann schon fies sein 😉 )

  4. Elmar Breitbach
    chaosmaus schreibt

    ich denke das wird wohl auch was mit (vermeintlich) besserer planbarkeit zu tun zu haben (sicherlich nicht nur…)
    das getue um die fakten bei den promis verstehe ich allerdings nie so wirklich – weder wenn medizinische hilfe zum ss-werden in anspruch genommen wurde, noch das leugnen einer ss wenn man schon lange "was sieht" (da die damen ja in der regel einen bmi weit unter normbereich haben und oft knappe kleidung tragen sieht man ja oft schon recht früh…) noch weshalb um den geburtsmodus so ein gewese gemacht wird (promikinder scheinen sehr häufig per sectio zu kommen – aber anstatt dann entweder daraufhin zu weisen, das es sich dabei um eine private angelegenheit handelt oder schlicht zu sagen man habe sich aus welchem grund auch immer dazu entschlossen werden dann fast immer medizinische gründe angegeben.)
    so what? hat man sich halt für kb und/oder kaiserschnitt entschieden – darf doch jeder halten wie er will…was muss man da rumtun…

  5. Elmar Breitbach
    rose1980 schreibt

    Also so weit ich weiß, hat auch Julia Roberts kein Geheimnis daraus gemacht, dass sie Probleme mit dem Schwanger werden hatte und in einer KIWU Klinik war.
    Eigentlich ist es doch egal, ob Promis zugeben, dass auch sie die Reproduktionsmedizin in Anspruch genommen haben oder nicht. Das ändert an der eigenen persönlichen Situation auch nichts.

    Lg rose

  6. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Nee, das ist nicht egal, rose. Wenn die Promis das mal ehrlich zugeben würden, könnten wir uns ein Stück weit von der Stigmatisierung entfernen.

    Die Zwillingsrate unter Promis im Vergleich zur Zwillingsrate unter Menschen mit geringerem Einkommen (gleiche Altersgruppen)sagt bestimmt auch was darüber aus, dass sich eben die Promis die assistierte Befruchtung eher erlauben können.

  7. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    1. Rebella hat Recht.
    2. Ich habe mich auch gefragt warum so viele Zwillies in der letzten Zeit. Es ist fast wie eine Mode geworden. Es ist einfach "in" Zwillies zu haben.
    Ich kann nicht so sicher behaupten dass alle durch KB entstanden sind, und/oder durch Eizellspenden.
    Z.B frage ich mich wie es bei Angelina ist, weil ja das erste Kind alleine kam. Brauchte sie nun plötzlich KB, oder was passierte, weiß ich nicht.
    Interessant scheint mir aber dass es bei ihnen auch so gut klappt mit der KB. Direkt und gleich Kinder und Zwillies. Nun ja, wie oft sie versuchen ist auch eine Frage.
    Aber trotzdem, alle plötzlich Zwillies.
    Warum sie Sachen nicht zugeben frage ich mich auch.
    Vielleicht weil sie eines behalten wollen: sie sind eben anders als wir.
    Die Sache mit Karriere und Kind, wie jemand sagte stimmt so nicht, weil wir ja alle wissen dass die VIP’s ihre SS und Geburten sehr gut planen genau im Bezug auf die Karriere. Die meisten entscheiden sich darum auch später, weil sie jetzt KB machen können.
    Früher, wenn ich nicht irre, sind viele Schauspielerinnen und Sängeringen usw. ohne Kinder geblieben, weil es KB nicht gab, oder aber sie haben adoptiert. Bei Männer ist ja anders…

    Dass sie sich KB und verschiedene moderne Behandlungen leisten und dann Zwillies bekommen verstehe ich auch.
    Aber nicht alle tun oder schaffen es…
    Aber es sind dann auch noch andere Sachen bei ihnen zu bewundern, z.B wie gut sie so eine SS tragen und wie gut sie nach der Geburt sehen usw.
    Am Ende freue ich mich dass sie überhaupt noch Kinder wollen, dann wirken sie "normaler".
    Wenn die Politiker/inen mal auch KB bräuchten, dann würde es auch besser für uns alle sein, vielleicht.

    Und dann frage ich mich noch: wenn es so schön ist mit Zwillies und alle danach streben, warum die ganzen Diskussionen über KB und Mehrlings-SS?

  8. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Ich finde auch, die Promis könnten es ruhig mal zugeben ;-).

    @Ich: da ja schon Brad Pitts vorherige Beziehung (ungewollt, wie man weiss) kinderlos war, liegt die Vermutung nahe, dass auch schon beim ersten etwas nachgeholfen wurde, nur bei einem Einling fällt es eben nicht so auf.

  9. Elmar Breitbach
    Berlinkind schreibt

    Ehrlich gesagt fand ich es schon sehr tief ins private gehend wenn man über seine Behandlungen sprechen soll bzw. dies von einem erwartet wird.Ich meine wer fragt denn schon eine Spontan-Schwangere wie oder am besten noch in welcher Stellung Ihr Kind gezeugt wurde….?Letzendlich ist ein e Behandlung zwecks Kiwu etwas sehr privates,intimes und sollte anhand der damit zusammenhängenden Probleme auch etwas sensibler gehandhabt werden.Manche leiden auch sehr darunter das sie eben nicht so "funktionieren" wie es ja oft erwartet wird.Und ein dementsprechendes "Outing" bedeutet gerade bei den Promis unangenehme Nachfragen und Diskussionen,wie weshalb und warum und vielleicht noch in dem Alter…was halt dann wieder dazukommt.Und wer tut sich das denn freiwillig an,wenn man doch eigentlich nur glücklich sein will wenn es denn endlich (auf welchem Weg auch immer)geklappt hat.Ich hab auch Zwillis nach der 3.ICSI und kann heute auch problemlos dazu stehen,aber man merkt ja schon als "Normalo" das immer wieder sehr private Nachfragen kommen.Na wie auch immer,wenn jemand dieses kleine Geheimnis mit sich trägt und es nicht Allerwelt weitersagen will finde ich das völlig in Ordnung.

  10. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    @atonne – kannst Recht haben. Daran habe ich nicht gedacht. Na ja, man kann auch nicht an wen es lag. Angelina hatte vorher auch kein leibliches Kind.
    @Berlinkind – hast auch du Recht, aber die Menschen reden gleich und sehr sicher: "ach es wurde durch KB erzeugt", sogar direkt durch Eizellspenden.Und bei Zwillies und in einem Alter redet man so wie so.
    Dann kann man es ja auch nicht mehr verneinen/dementieren.
    Und dann steht man einfach dazu.
    Generell gehöre ich auch zu der Gruppe die frei über KB redet. Es ist ja nichts schlimmes, oder beschämend.
    Man fühlt sich selber nicht gut, aber die anderen haben damit kein Problem. Zu mindest war es in meinem Fall nicht so. Man bekommt auch mal Ermutigungen, oder Unterstützung.
    Die ganze Geheimnistuerei bringt nichts besseres. So wie Rebella sagt, wenn VIP’s darüber reden würden, im positiven Sinne, und auch unterstützen, dann würde das uns, Betroffenen, nur helfen.
    Genau wie bei HIV. Früher redete man darüber nicht, heute redet man offen und hilft und unterstützt.
    Unfruchtbarkeit ist eben eine Krankheiten in den meisten Fällen.

  11. Elmar Breitbach
    Carolyn schreibt

    Ich weiß gar nicht, wieso alle so wild auf Zwillinge sind. Wir haben welche, aber gebraucht hätte ich diesen Segen nicht. Ein zweites Kind hätte durchaus genügt. Die Schwangerschaft war ätzend, die Babyzeit super anstrengend und auch heute noch ist das eine andere Dimension als Kinder wie die Orgelpfeifen. Vom finanziellen Aspekt ganz abgesehen. Zwillinge mögen für die toll sein, die entweder genügend Verwandtschaft zum helfen haben oder sich die entsprechenden Babysitter, Kindermädchen usw. leisten können – bei den Promis ja wohl keine Frage.

    Warum die Promis ihre Behandlungen nicht zugeben? Weil Unfruchtbarkeit immer noch als Makel angesehen wird und als peinlich gilt – warum auch immer. Genau so, wie wohl kein Promi freiwillig zugibt, dass sie sich die Besenreiser entfernen ließ, Krampfadern gezogen bekam oder Hämorhoiden verödet. Sowas hat "man" nicht.

    Wenn uns jemand fragt: Wir stehen dazu, wie unsere Kinder entstanden sind. Aber wir sind auch keine Promis.

  12. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    @Berlinkind: Ich finde es auch in Ordnung. Aber es gibt viele Promis mit einem ungeheuren Mitteilungsbedürfnis, die zu allem und jedem und auch Privatem ihre Meinung kund tun. Könnten sie auch einmal zum Thema Kinderwunschbehandlung.

    Es ist nicht "privat". Es ist weiterhin "tabu". Mit der Stellung bei der normalen Zeugung ist das nun wirklich nicht zu vergleichen

  13. Elmar Breitbach
    Nixe schreibt

    Wenn ein Star oder Sternchen die Kinderwunschbehandlung publik machen würde, wäre das garantiert ein riesengroßer Schritt in Richtung mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Wahrscheinlich könnte erst durch einen Promi das Eis in Richtung Tabu-Thema geknackt werden und es wäre in aller Munde, was dann auch eine bessere allgemeine Aufklärung bedeuten würde, so dass Betroffenen die eine oder andere dumme Bemerkung zukünftig erspart bliebe. So schön es auch wäre, aber auch aus den schon genannten Gründen habe ich absolutes Verständnis dafür, dass die Kinderwunschbehandlung geheim gehalten wird. Einige Promis haben bereits versucht durch Bekanntgabe von schweren Erkrankungen die Öffentlichkeit auf bestimmte Themen zu lenken, vielleicht ist das ein erster Schritt in die Richtung. Viele Grüße Nixe

  14. Elmar Breitbach
    chaosmaus schreibt

    @berlinkind
    ich stimme dir insofern zu, als es tatsächlich privatsache ist.
    aber WENN se denn dann schon gross und breit erzählen: warum dann die storys über zwillinge in der verwandschaft (wenn gleichzeitig bekannt ist, das eine kb vorgenommen wurde) oder sonstigem.
    warum nicht einfach "kein kommentar" oder ein schlichtes "ja" ohne weitere erklärungen, geht ja nun wirklich niemanden was an.
    so wird tatsächlich der eindruck erweckt, es sei etwas beschämendes…

  15. Elmar Breitbach
    Piaken schreibt

    Nun dazu kommt, dass es überwiegend amerikanische Promis sind, ein verklemmteres Volk gibt es in der westlichen Welt ja wohl kaum.

    Als unsere Zwillinge geboren wurden, und sich herausstellte, dass sie überraschend eineiig sind, sagte eine Freundin: Mensch super, dann hat sich das Problem, dass die Leute munkeln oder gar fragen, ob eine KiwuBehandlung dahinter steckt ja erledigt. Da kommt man bei Eineiigen ja nicht drauf.

    Mal davon ab, dass nur der Interessierte weiss, dass KiwuZwillis eher zweieiig sind, fand ich die Bemerkung überdenkenswert. Ich hatte nämlich zuvor kein Geheimnis aus meinem Sterilitätsproblem gemacht und bin im Familien und Freundeskreis sehr offen damit umgegangen. Scheinbar lag das Problem da eher auf Seiten meiner Freundin…. und das als "involvierte Vertraute". Wie müssen das wohl Aussenstehende sehen?

    Und ich bin kein Promi, der den Ruf der Makellosigkeit, der Genialität und der Brillanz zu verlieren hätte…