Octo-Mum: Völlig absurd


Das Thema lässt einen nicht los. Eigentlich hatte ich das Thema Achtlinge mit diesem Artikel schon durch. Jedoch gab es einige zusätzliche Infos, die ich den Leser/innen dieses Blog nicht vorenthalten möchte.

Dass die 33-jährige Nadya Suleman bereits 6 Kinder hatte, war hier ja bereits berichtet worden. Das Klatschblatt New York Post informierte, dass die Mutter, derzeit Studentin, im vergangenen März Privatinsolvenz angemeldet hatte. Sie gab Schulden in Höhe von 981 371 Dollar (761 520 Euro) an, zum größten Teil für zwei Häuser, die sie in der kalifornischen 85 000-Einwohnerstadt Whittier besitzt. In Anbetracht der aktuellen Immobilienkrise in den USA sicherlich kein Einzelschicksal.

Die 14-fache alleinstehende Mutter lebt nun bei ihren Eltern, nachdem sie von ihrem Ehemann geschieden wurde. Keines der Kinder ist jedoch von ihm, sondern sie wurden durch Samenspende gezeugt. Der Telegraph berichtet, dass die Kinder mit Hilfe der IVF gezeugt wurden und zwar aus eingefrorenen Embryonen, die von den vorherigen erfolgreichen Behandlungen übriggeblieben seien.

Dies ist jedoch nur durch die Aussage einer Freundin der Familie belegt. Die Frankfurter Rundschau zitiert einen US-Reproduktionsmediziner, der an dieser Theorie erhebliche Zweifel hat: „Acht Embryos einzupflanzen, ist total absurd“, erklärte Mousa Shamonki, Direktor für unterstützte Reproduktion an der medizinischen Fakultät der University of California in Los Angeles. Nach Richtlinien der Gesellschaft für Reproduktionsmedizin sollte Patientinnen unter 35 Jahren nicht mehr als zwei Embryonen eingepflanzt werden. Shamonki mutmaßt, dass die Mutter auf eigene Faust zu viele eierstockstimulierende Medikamente genommen hat. Eine Theorie, die ich hier ja auch bereits als die wahrscheinlichste Erklärung für den reproduktionsmedizinischen GAU angegeben hatte.

Die „Octo-Mum“ ist durch die Geburt zu einiger Berühmtheit gelangt, so dass sie vielleicht in der Lage sein wird, das Familieneinkommen durch Verträge mit Fernsehanstalten und anderen Medien aufzubessern.

Die Times zitiert die Großmutter: Sie sei keine schlechte Person, sondern nur „versessen“ auf Kinder, nahm Angela Suleman ihre Tochter in Schutz. „Sie liebt Kinder, sie geht gut mit ihnen um, aber offensichtlich hat sie es jetzt übertrieben“, räumte sie ein. Eigentlich wollte sie nur noch ein Mädchen.

Die Frankfurter Rundschau hat passend zum Thema auch einen Artikel zum Thema Fetozid (Abtöten von Feten im Mutterleib bei Mehrlingsschwangerschaften) eingestellt.


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8 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    sahmof3babies schreibt

    Ich hatte das Thema gestern mit einer Freundin hier in den USA, die seit einiger Zeit versucht, schwanger zu werden. Die Kosten erlauben ihr derzeit eine IVF nicht. Und dann liest man, dass die Mutter der 14 Kinder NUR ueber IVF schwanger werden koenne, alle Schwangerschaften waeren ueber IVF entstanden. Wie, bitte, kann sich ein normaler Mensch das leisten? Hier geht es auch durch die Medien, dass ihr eigener Vater einen Vertrag im Irak angenommen habe, um seine 14 Enkelkinder mit versorgen zu koennen… da wird mir schlecht… Und wenn es nicht stimmt, sondern die Frau fahrlaessig mit Medikamenten umgegangen ist, was ich mir auch eher vorstellen koennte, dann wird sie weitermachen… Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein vernuenftiger Arzt einer Frau unter 35, die schon 6 Kinder hat, fahrlaessig 8 Embryonen einsetzt. Nicht hier im Land der unbegrenzten Gerichtsverhandlungen…

  2. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Na, das scheint also auch ein Weg zur IVF zu sein – Privatinsolvenz!

    Nee, also ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Geschichte so stimmt. Da wollte bestimmt nur mal wieder einer die Reproduktionsmedizin schlecht machen.

    Einen Artikel zum Fetozid halte ich in diesem Zusammenhang für unpassend. Die Mutter hat sich nicht immerhin gegen den Fetozid entschieden. Wollte man ihr jetzt nahe legen, sie hätte das tun sollen?

  3. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @Rebella: Na klar hat man ihr das empfohlen und in Anbetracht der drohenden Komplikationen auch völlig zurecht. Man muss den Hut davor ziehen, dass sie es nicht gemacht hat und dann tatsächlich 30 Wochen mit den Kindern im Bauch ausgehalten hat. Eine wirklich bemerkenswerte Leistung. Im Nachhinein vielleicht die richtige Entscheidung (wie es den Kindern in 2-3 Monaten gehen wird, kann man gegenwärtig ja noch nicht absehen).

  4. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Also hier passen mehrere Sachen nicht zusammen und ich denke die Frau hat auch psychische Probleme(die Oma sagt sie ist auf Kinder besessen, es kann auch mehr sein als das).
    1. Studentin mit 6 Kinder? Kann man damit noch studieren?
    2. Die 6 Kinder stammen durch HI oder IVF mit Spendersamen? Weil es steht da oben alle Kinder sind durch Samenspende entstanden. Es liegt dann am Ehemann und nicht an ihr. Oder an beide. Es ist nicht klar.
    Sind die erste 6 Kinder überhaupt in der Ehe entstanden und der Mann hat es so zugelassen? Irgendwann ging es aber doch nicht mehr.
    3. Die Schulden und noch so viele KB zu machen, kosten eine Menge Geld. Wie kann man das schaffen?
    4. Man vermutet nun es war ihr Plan ein Rekord zu haben um damit Geld zu verdienen. Das man auf diese Art Geld verdienen kann ist nicht ihre Schuld eigentlich.
    5. Wieder mal die Ärzte und die Gesetze in der US: darf man denn so viele HI’s und IVF überhaupt machen, wenn man schon so viele Kinder hat?
    Wer nun verantwortlich ist für diese Mehrlingss. ist auch eine Frage, denn die Ärzte haben auf jedem Fall eine Verantwortung.
    Und am Ende komme ich wieder zu eine Idee die böse erscheinen mag, aber offensichtlich ist es so:
    Man wird so gut unterstützt mit viele Kinder, dass es sich dann auch lohnt irgendwie sie zu bekommen.
    Und es ist so überall wahrscheinlich.
    Aber die Kinder, und zwar alle 14 tun mir echt Leid.

  5. Elmar Breitbach
    Tom schreibt

    "Es liegt dann am Ehemann und nicht an ihr. Oder an beide. Es ist nicht klar."

    Steht doch da. Sie ist geschieden und alleinstehend

  6. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    @Tom – wo steht das?
    Sie war verheiratet, wann und wie lange, steht nicht.
    Sie hat Spendersamen benützt, vielleicht auch als mit dem Ehemann zusammen war.
    Ich meine nun die erste 6 Kinder.
    Es steht dass alle Kinder nicht von dem Ehemann sind.

  7. […] “Octomum” Nadya Suleman hat Konkurrenz bekommen. Und zwar ganz erhebliche. Eine tunesische Lehrerein soll noch in diesem […]

  8. […] Zeitung berichtete über eine Achtlingsschwangerschaft in China. Jedoch im Gegensatz zur  Achtlingsschwangerschaft von Nadja Suleman entschieden sich die chinesischen Eltern dazu, die Kinder auf drei Gebärmütter zu verteilen. […]