Neues Lexikon: Embryo-Mutter | Mutter-Embryo


Ute Auhagen-Stephanos ist Spezialistin für den Zusammenhang zwischen Seele und Schwangerwerden, wie sie bereits durch ihr Buch „Unfruchtbarkeit – wenn die Seele nein sagt“ unter Beweis stellte.

Nun gibt es ein neues Werk „Damit mein Baby bleibt: Zwiesprache mit dem Embryo von Anfang an„. Der Klappentext:

Sprich mit dem Ungeborenen

Bei unsicherer Schwangerschaft oder künstlicher Befruchtung (IVF) geraten Eltern durch wiederholte Enttäuschungen oft in eine Angstspirale, die die Gefahr erneuten Scheiterns erhöht. Dr. med. Ute Auhagen-Stephanos schildert in diesem Buch eindrucksvoll, wie ein bewusst durchgeführter Dialog mit dem Embryo helfen kann, das Vertrauen zu stärken, die technische Zeugung der IVF zu humanisieren und von Anfang an eine (lebens)notwendige Bindung zum Baby aufzubauen.

auhagen-stephanosIch habe das Buch nicht gelesen und werde dies vermutlich auch nicht tun, denn mich schreckt dieser Klappentext eher ab. Ich sehe in der These der intensiven Verknüpfung von Seele und Schwangerschaft auch immer eine explizite Schuldzuweisung an die Frau, die sich im Nichterfolgsfalle wohl offenbar nicht ausreichend mit ihrem Embryo unterhalten hat. Fehlgeburten und ausbleibende Schwangerschaften werden ohnehin schon zu oft als Versagen empfunden, eine Bestärkung dieser Sichtweise halte ich für fatal.

Wer anderer Meinung ist: Buch bestellen, lesen und dann hier in den Kommentaren etwas dazu schreiben. Vielleicht sehe ich es ja falsch.


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Kommentar

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13 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Lectorix schreibt

    Tsssss – jetzt geh ich extra auf den Artikel und sehe mich mit völlig falschen Vorstellungen konfrontiert. Ich hatte wirklich mit einer Art Wörterbuch im Langenscheidt-Format gerechnet und jetzt dann "DAS" … Fällt wieder mal unter die Kategorie "Bücher, die mich unter Druck setzen", womit mir Elmar hier aus dem Herzen spricht, aber ich werde mir auch den letzten Absatz zu Herzen nehmen und mir das Buch im Handel zumindest mal ansehen… … … Nein, wahrscheinlich doch nicht. Ich find das arg exotisch, aber ist halt doch Geschmackssache…

  2. Elmar Breitbach
    iri schreibt

    Ich rede mit meinen Embryonen… jedes Mal. Und trotzdem passiert es, dass sie am Ende nicht mehr da sind.
    Vielleicht sollte ich meinen Mann mit einbeziehen. Mamas Worte scheinen nicht auszureichen…
    Im übrigen bezweifle ich, dass "gutes Zureden" hilft, denn dann könnte man im Umkehrschluss ungewünschte SS einfach "wegreden".

  3. Elmar Breitbach
    Julisonne schreibt

    Ich fand ihr erstes Buch auch schon wenig hilfreich und jetzt das. Hatte eigentlich auch ein Lexikon erwartet das Begriffe rund um SS und Implanation erklärt.
    Ich glaube nicht, daß man mit noch so intensiven Gesprächen einen Embryo dazu bewegen kann seine Chromosomen anders anzuordnen, sich von Infektionen nicht beeindrucken zu lassen und andere Hindernisse wie Gerinnungsstörungen und Mangelversorgungen zu ignorieren.
    Komisch eigentlich, daß die Menschheit noch nicht ausgestorben ist, wo die Frauen doch früher erst so spät wußten daß sie ss sind und mit Sicherheit nicht mit ihren Embryonen geredet haben. Wieso sind diese Babies denn dann trotzdem geblieben?

  4. Elmar Breitbach
    manulein schreibt

    Hallo
    ich kenn sie nicht, aber vieleicht hat sie Ahnung von der Materie, schliesslich ist sie Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalytikerin und arbeitet seit 30 Jahren mit Kiwu Paaren.
    Es gibt doch das Konzept "Tender Love Care" das bei Frauen die FG haben helfen soll. Ist eigentlich auch nur ein psyschiche sache, aber wenn ich mich richtig erinnere, soll es eine Studie geben die belegt das es helfen soll, wenn Ängste ernst genommen werden und versucht sie zu beseitigen.
    Wenn man also das Buch nimmt, ist es so ähnlich. Man soll ein gutes Gefühl für die Schwangerschaft bekommen.
    Für mich muss IVF nicht humanisiert werden, ich hab damit kein problem.
    Aber die Angstspirale bei mir ist nach 5 FG und etlichen Negativ Versuchen schon arg ausgeprägt, ich werde mir warscheinlich das Buch kaufen, um mal reinzulesen ob es was bringt oder ob es quatsch ist was sie schreibt.
    Mein Vertrauen in die sache wäre nicht schlecht wenn sie gestärkt würde.
    Auch hatte ich ein problem damit mit den Kleinen Kontakt aufzunehmen, denn die Angst war gross sie wieder zu verlieren, was auch passiert ist.
    Allerdings nimm ich das nicht als Grund dafür, es ist ein medizinisches Problem geh ich mal von aus, denn bewiesen ist es nicht wirklich.
    Jedenfalls gebe ich mir keine Schuld, denn man hat nix falsch gemacht.
    Ganz liebe Grüße
    Manu

  5. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich habe ja ehrlich auch Zwiesprache mit meinen Embryonen gehalten und wahrscheinlich tun das auch viele hier. Aber zum einen ist das eher eine Verhaltensweise, die man zur persönlichen Verarbeitung der Situation praktiziert oder auch nicht und zum anderen brauchen wir nicht solche neunmalklugen Psychotanten, die sich Spezialisten nennen, weil sie uns etwas mitteilen, was wir schon lange wissen und die uns außerdem noch ein schlechtes Gewissen einreden wollen, wenn es nicht geklappt hat.

    Das Klappenfoto ist doch aber ganz passend. Ab damit ins schwarze Loch!

  6. Elmar Breitbach
    Kira29 schreibt

    Da brauch man doch gar keinen Klappentext mehr! Ich finde schon den Titel eine Frechheit!
    Eben gerade weil er impliziert, dass frau wohl was falsch gemacht hat, wenn es nicht bleibt.
    Ich hoffe, die Bücher bleiben schön im Laden…in mein Bücherregal zieht jedenfalls keins davon ein.

  7. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    lieber doc, ich teile ihre ein schätzung ausdrücklich.

    wenn ich mal zitieren darf: Ute Auhagen-Stephanos ist Spezialistin für den Zusammenhang zwischen Seele und Schwangerwerden, wie sie bereits durch ihr Buch “Unfruchtbarkeit – wenn die Seele nein sagt” unter Beweis stellte.

    ich schätze mal, so beschreibt sich die frau auch selbst in ihrer tätigkeit.
    embryo wächst ungewollt
    embryo wächst nach vergewaltigung
    embryo wächst in hirntoter mutter, wenn deren körper am leben gehalten wird.
    alles sachen, wo die seele der mutter ja wohl entweder schwer nein sagt oder schon weg ist. aber wahrscheinlich sind kinder die unter diesen umständen geboren wurden in den augen der autorin wahrscheinlich ohnehin "karmamäßig traumatisiert" 😉

    bei meinen schwangerschaften war es immer so, dass nach gelungener einnistung der kommunikationsprozeß, wenn ich das mal so beschreiben darf, eher umgekehrt verlief…irgendwann wußte ich um die existenz eines anderen lebens ausser meinem eigenen in mir und ich glaube, gutes zureden meinerseits hätte kein heparin ersetzt, damit auch letztlich ein gesundes kind geboren werden konnte.

    ich würde die existenz oder kommunikation von "seele" in weitestem sinne nicht generell bestreiten, wohl aber die präzise kenntnis dieser zusammenhänge von frau auhagen-stephanos wenn es um die einnistung geht.
    klingt für mich nach einer miesen masche verzweifelten frauen zuerst ein schlechtes gewissen einzureden , dann aber die lösung aus dem ärmel zu ziehen…ziemlich lächerlich um nicht zu sagen berechnend geldgeil.

  8. Elmar Breitbach
    Eine Leserin schreibt

    Ich hab mich immer mit meinen Krümeln unterhalten, aber wenn sie nicht lebensfähig sind, nützt das beste Zureden nichts!

    Die Natur hat das letzte Wort, nicht ich!

  9. Elmar Breitbach
    monika schreibt

    heeeeeeeeeeee??

    Das Buch ist doch nicht ernst gemeint, oder??

    Da kann ich nur lachen.

  10. Elmar Breitbach
    Motte schreibt

    Ich bin ziemlich entsetzt wie eine offensichtlich promovierte Medizinerin derart unverantwortlich mit den Ängsten von Frauen umgeht.

    Das hilft Frauen sicherlich weiter, an ihre Körper zu glauben und die Kraft aufzubringen weiterzumachen.

    Oh Mann….

  11. Elmar Breitbach
    raise schreibt

    Ich hab mich auch mit meiner Maus unterhalten, aber für ihr Bleiben wesentlicher war sicherlich, dass ich die Frauenärztin gewechselt habe, als diese meine massive bakterielle Scheideninfektion herunterspielte und mir ein Antibiotikum verweigerte. Solche Infektionen sind die Hauptursache für Fehlgeburten nach der 12. ss-Woche (und sicher nicht mangelnde Kommunikation), und ich denke da muss mal mehr Aufklärung her, denn da kann man wirklich etwas ändern und Fehlgeburten vermeiden, wenn die Tipps des Saling-Instituts beherzigt würden (http://www.saling-institut.de/), jede Schwangere zur Benutzung von VpH-Testhandschuhen angehalten würde und die Fraunenärzte dieses Thema flächendeckend ernst nehmen würden.

  12. Elmar Breitbach
    Julisonne schreibt

    Kritik:
    Das Buch flog an Weihnachten bei meinen Eltern herum und daher hab ich es mal gelesen. Gekauft hätte ich es mir nicht. Und ich war relativ überrascht. Es ist gar nicht ganz so einseitig wie der Klappentext vermuten läßt.
    Im ersten Teil beschreibt die Autorin – meiner Ansicht nach recht zutreffend – wie sich Menschen fühlen denen eine spontane Konzeption verwehrt bleibt und welche Konsequenzen ein unerfüllter Kinderwunsch für die Psyche haben kann. Weiterhin distanziert sie sich deutlich von ihrer kritischen Haltung zur assistierten Befruchtung, wie sie sie in ihrem ersten Buch geäußert hat. Sie beschreibt weiterhin, daß es in einer Kinderwunschklinik häufig nicht möglich sei in ausreichendem Maße auf die Psyche der Patienten einzugehen, daß dies aber für deren Wohlbefinden ausgesprochen wichtig sei. Sie postuliert außerdem, daß die Erfolgsrate durch eine bessere psychotherapeutische Betreuung verbessert werden könne und führt dazu Konzepte aus der Psychoimmunologie an. Sie gibt an daß es dazu Studien gäbe ohne diese zu zitieren (meines Wissens gibt es nur Studien die das Gegenteil beweisen).
    Der zweite Teil ist ihrem Therapieverfahren gewidmet, das im wesentlichen aus einem Entspannungsverfahren (autogenes Training, Muskelrelaxation nach Jacobsen o.ä.) und Imaginationsübungen besteht. In einzelnen Fällen arbeitet sie auch mit den Patientinnen irgendwelche Themen aus der Familiengeschichte auf.
    Schön fand ich an dem Buch dass gezeigt wurde wie wichtig es ist auf die psychischen Belange während einer KiWuTherapie einzugehen. Ich fürchte allerdings, daß man noch mehr Druck auf die Frauen ausübt, wenn man postuliert, daß sie mit der richtigen psychischen Einstellung Einfluß auf den Erfolg nehmen können. Anderen Frauen gibt es vielleicht das Gefühl selber Einfluß auf die Therapie nehmen zu können zurück. Ich denke, es ist wie in der Onkologie wichtig genau zu prüfen bei wem man Imaginationsverfahren vorschlägt. Eine therapeutische Unterstützung einer Kinderwunschtherapie im Sinne einer Begleitung um besser damit zurecht zu kommen halte ich aber in vielen Fällen für durchaus sinnvoll. Ich fürchte, hier hat der Verlag einen reißerischen Titel und Klappentext gewählt. Große Teile des Inhalts sind ganz ordentlich, manche Abschnitte zugegebenermaßen eben etwas skurril.

  13. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ Julisonne: Danke für Rezension