Mann wird sechs Jahre nach seinem Tod Vater


Weil eine Frau vor sechs Jahren durchsetzte, dass der Samen ihres ermordeten Mannes eingefroren wird, ist sie jetzt Mutter geworden.

Sechs Jahre nach seiner Ermordung ist ein Israeli Vater einer Tochter geworden. Der israelische Online-Dienst “ynet“ berichtete am Dienstag, die Ehefrau des Opfers habe sich im vergangenen Jahr mit seinem eingefrorenen Samen befruchten lassen, der kurz nach dem Mord entnommen wurde, und nun eine Tochter zur Welt gebracht.

Ihr Mann Avinoam Schoschan war 2003 während eines Streits zwischen Hundebesitzern in der Hafenstadt Haifa erstochen worden. Ein Gericht hatte damals dem Wunsch der Frau stattgegeben, Samen ihres ermordeten Mannes einfrieren zu lassen. Er habe sich immer ein Kind gewünscht, lautete ihre Begründung. “Ich glaube, dass ein so wunderbarer Mensch nicht verloren gehen darf.“

Wird er nun nicht. Man sollte der Tochter nur keinen Hund kaufen.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

17 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Potilla schreibt

    Na, was für ein bitterböser Kommentar! 🙂

    Ich muss ja zugeben, ich finde es ein bißchen merkwürdig, wenn ein Toter Vater wird. Was gibt es nicht alles.

    Und vielleicht mal an dieser Stelle ein Lob für die tollen News. Ich schaue ganz oft nach, was Sie wieder Neues geschrieben haben. Ich finde es immer gut geschrieben, schön zu lesen und oft auch zum schmunzeln.

    Thumbs up!

    Potilla

  2. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Danke 😉

  3. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    Ich denke man muss diese Entscheidung auch vor dem kulturellen Hintergrund sehen und dem damit verbundenen anderen Umgang in der israelischen Gesellschaft mit der Thematik assistierte Reproduktion.

  4. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @remis…wie meinst du das..?

  5. Elmar Breitbach
    Teazer schreibt

    @reaba: Im Judentum ist die Fortpflanzung oberstes Gebot: "Seid fruchtbar und mehret euch" (Gen 1,22 / Gen 1,28 / Gen 9,1 / Gen 9,7).

  6. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @teazer:
    ..aha..und bei den christen nicht?
    das alte testament teilt man sich doch so sozusagen..weil in unserer christlich geprägten kultur ist die posthume vaterschaft ja nahezu unmöglich..

  7. Elmar Breitbach
    Sporky schreibt

    Ist ja ein Ding.
    Aber hoffentlich entsteht hier jetzt keine religiöse Diskussion. 😉

  8. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Wie schön für die Frau und für das Kind!

    "Man sollte der Tochter nur keinen Hund kaufen."

    Und unser Doc ist wie immer zum Scherzen aufgelegt. 🙂

  9. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    🙂 .. keine panik sporky.

    ich denke bei den israelis ist es eher weniger religiös motiviert, als viel mehr auch ein politisches statement, dass in israel jedes kind willkommen ist – hat eher was mit politik und gebietsansprüchen zu tun, weniger mit religion, vielleicht bei sehr orthodoxen gläubigen schon.

  10. Elmar Breitbach
    Sven schreibt

    Der Kinderwunsch hat eher wenig mit "Gebietsansprüchen" zu tun als viel mehr mit der Freude auf Nachwuchs und der Liebe zu Kindern. Eine solche Geschichte mit einem Hapy-End tut in dem täglichen Leiden unter Anschlägen und Gewalt durch Terroristen gut.

  11. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Ich finde es O.K. Besser las von fremde Männer. Wenigstens kennt man den Vater.
    Den Satz mit der Tochter und dem Hund habe ich nicht verstanden.

  12. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @sven:
    war der hund mitglied in der hammas?
    man diskutiert hier doch nicht den gesamten nahostkonflikt :-).

    liebe und freude an kindern ist immer ein gutes motiv, ich wünschte meine regierung würde das so sehen, wie die israelische, auch ohne militärische übergriffe beiderseits..sonst nichts.

  13. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Den Satz mit der Tochter und dem Hund habe ich nicht verstanden.

    verstehe ich…

  14. Elmar Breitbach
    Teazer schreibt

    @reaba: Es ging ja um Israel und da leben nun mal mehr Juden als Christen. Aber natürlich gilt es genauso. Allerdings ist das Judentum wesentlich tolleranter was medizinisch unterstützte Empfängnis angeht. Und das geht eben auf dieses Gebot zurück. Im Christentum gibt es da viel mehr Vorbehalte.

  15. Elmar Breitbach
    Teazer schreibt

    Sorry, ich dachte der erste Beitrag wäre verloren gegangen.

  16. Elmar Breitbach
    Sven schreibt

    @reaba:
    "war der hund mitglied in der hammas?
    man diskutiert hier doch nicht den gesamten nahostkonflikt :-)."

    Wie kommst du auf die Hamas? Es könnte doch auch noch die Fatah gewesen sein! 😉

    Endlich mal etwas über Israel, ohne sich gleich um diesen blöden Konflikt zu zanken! 🙂

  17. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    @reaba: Ich meine es so wie ich es geschrieben habe. Es ist keinerlei Kritik oder Wertung.

    Ausführlich sind die Gründe dafür z.B. bei der Zeit dargestellt:
    http://www.zeit.de/2007/37/Biomedizin

    @sporky: Nö, darum – religiöse Diskussion – geht es hier doch gar nicht! Mal davon abgesehen, daß es zu den verschiedenen religiösen Weltanschauungen für mich da auch nix zu diskutieren gibt – es sei denn jemand fängt an seine Religion als die einzig Wahre darzustellen und anderes nicht zu akzeptieren. Auch darum geht es hier aber nicht. So what?