Kinderwunsch nach Krebsbehandlung

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Bei bösartigen Erkrankungen werden oft aggressive Behandlungen notwendig, die dazu führen, dass die Produktion an Eizellen und Spermien versiegt. Bei Männern ist es recht einfach und ein etabliertes Verfahren, die Spermien vor einer solchen Therapie einzufrieren, um dann später darauf zugreifen zu können.

Bei jungen Frauen wird seit einiger Zeit versucht, Eierstocksgewebe per Bauchspiegelung zu entnehmen und einzufrieren. Hier wurde auch darüber berichtet. Schwangerschaften sind damit unter gewissen Umständen auch ohne reproduktionsmedizinischen Maßnahmen und auf normalem Wege möglich: Hier und hier.

In einem ausführlichen Artikel widmet sich das Hamburger Abendblatt diesen neuen Methoden. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass diese Behandlungen nach wie vor als experimentell anzusehen sind:

Die Erfolgsaussichten einer Schwangerschaft nach Kryokonservierung sind noch recht gering. Weltweit leben bis jetzt etwa 14 Kinder, die nach Retransplantation des Eierstockgewebes geboren wurden, davon keines in Deutschland. Die Erfolgsquoten sind unbekannt, denn es gibt kein weltweites Dokumentationssystem über alle durchgeführten Eierstock-Konservierungen, Retransplantationen und erfolgreiche Schwangerschaften. „Noch sind wir in einer experimentellen Phase“.

Zu diesem Thema gibt es ein Netzwerk von Behandlungszentren, die diese Methoden anbieten und auf der Hompage von Fertiprotekt gibt es weiterführende Informationen.


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Kommentar

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2 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Tastentiger schreibt

    Heute Morgen gelesen, passt ganz gut zum Thema: Was, wenn bei Männern nicht auf eingefrorenes Sperma zurückgegriffen werden kann (z.B. Chemotherapie bei Kindern)? Japanische Forscher haben aus Zellkulturen bei Mäusen Sperma im Labor hergestellt und damit gesunde, vermutlich total süße, Mäusebabys zur Welt gebracht:

    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/313227.html

    Wenn Mann jetzt denkt "Super! Nie wieder TESE!" – sorry, Ausgangsmaterial war Hodengewebe 😉

  2. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Danke für die Info, das ist interessant 😉