Kinderwunsch: Nachrichten aus Fach- und Laienpresse

Google ist prüde

Gleitgel ist Porno meint die Suchmaschine

0

Es ist bekannt, dass US-Amerikaner eher zur Prüderie neigen. Dies gilt vor allem, wenn es um Geld geht. Schon häufiger wurden zum Beispiel auf Facebook Posts gelöscht oder gar Accounts gesperrt, wenn darauf nackte Brüste zu sehen waren. Google ist da subtiler, aber nicht weniger streng.

Bei Facebook ist das Vorzeigen der weiblichen Brust streng verboten. Auch wenn dies in einem medizinischen Zusammenhang geschieht. So wurden auch Artikel zum Thema Mammographie gelöscht oder auch Bilder stillender Frauen waren unerwünscht. Das Geschäftsmodell ist ja, den Inhalt ihrer User zu übernehmen und damit Geld zu verdienen. Um das tun zu können, müssen die Beiträge der User ein angemessenes Umfeld für die dort geschalteten Anzeigen bieten. Und in dieses Umfeld passen nun mal keine weiblichen Nippel. Männliche schon. Und Hasskommentare sind auch kein Problem.

Seriöse Werbeumgebung gewünscht

Das muss man alles nicht verstehen. Google liefert zwar keine „eigenen“ von seinen Usern übernommene Inhalte, schaltet aber Werbung auf Millionen von Webseiten. So auch auf dieser hier. Und es ist nachvollziehbar, dass man den Kunden, die Werbung schalten möchten, auch ein seriöses Umfeld bieten möchte. Soweit alles nachvollziehbar. Nur wenige möchten in einem Umfeld Werbung treiben, in dem pornographische Inhalte präsentiert werden

Google ist prüde und hat jedoch nun so seine eigenen Vorstellungen, was Porno ist und was nicht. Immer mal wieder bekomme ich Nachrichten, dass bestimmte Artikel oder Forenbeiträge auf wunschkinder.net nicht konform sind mit Googles Richtlinien. Diese werden dann markiert und mir die Links zugesandt. Die einzige Erklärung lautet dann:

Nur für Erwachsene: Pornografische Inhalte
Nur für Erwachsene: Erotik- und Sexartikel

Sagt Google

So wurden auch im Schwangeren-Forum bereits nackte (Schwangeren-)Bäuche und halb bedeckte Brüste angemahnt und zuletzt Foren-Artikel über Gleitgel und Milchsäure-Bakterien. Ob man nun seinen entblößten Schwangerschaftsbauch ins Internet stellen muss, lasse ich mal unkommentiert, aber anstößig ist das sicherlich nicht. Und schon gar nicht eine angeregte Diskussion über die Vor- und Nachteile von Gleitgel und Milchsäurebakterien bei Kinderwunsch.

Google findet’s jedoch Porno und sperrt die entsprechenden Seiten für Werbung. Vermutlich auch diesen Artikel hier. Mal sehen wie lange es dauert, bis die Algorithmen der Suchmaschine greifen und auch dieser Artikel hier abgestraft wird.

Diskussionen sind auch nicht möglich, denn der Prozess läuft automatisiert ab. Man kann zwar eine erneute Begutachtung beantragen, aber das ändert meist nichts.

Beispiele gefällig?

Gleitmittel beim GV in der SS: Muss man da auf irgendwas achten?

Welche Milchsäurekapseln? Welches Gleitgel?

Porno halt…


Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.