Geburtenrate: Was ist das eigentlich?

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Die Familienministerin gibt die aktuellen Geburtenraten an und freut sich über einen leichten Anstieg. Was da berechnet wird, spiegelt jedoch nicht die Zahl der pro Frau geborenen Kinder wieder. Diese Zahl liegt höher, wie in einem Artikel der Zeit erläutert wird

Ohnehin ist kaum nachzuvollziehen, weshalb die aktuelle Geburtenrate eine politisch so große Wirkung hat. Denn eigentlich ist sie falsch. Die wahre Zahl der Kinder, die eine Frau im Laufe ihres Lebens gebiert, kann sie gar nicht beschreiben. Schließlich bekommen viele der Frauen, deren Kinder heute gezählt werden, später noch weitere Kinder. Die „echten“ Geburtenraten kennt man also erst für solche Frauen, die schon so alt sind, dass sie keine Kinder mehr bekommen können.

Tatsächlich berechnen die amtlichen Statistiker eine solche „echte“ Geburtenrate für alle Frauenjahrgänge, die 50 Jahre oder älter sind. So bekamen die 1958 im Westen geborenen Frauen knapp unter 1,6 Kinder pro Person. Im Osten liegt die Zahl bei knapp unter 1,8.

Das Problem dieser Zahl ist, dass man sie nicht aktuell bekommen kann und Politiker, die rasche Erfolge vorweise möchten, können nicht warten, bis die aktuell reproduktionsfähigen Frauen alle in den Wechseljahren stecken


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Kommentar

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2 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Wenn ich mich recht erinnere, war die Geburtenrate von 1,4 Kindern pro Frau für 1965 geborene Frauen berechnet. Da kann ja nun auch nicht mehr so viel nachkommen, dass sich daran grundlegend noch was ändert.

    Ein Trend ist sicher zu sehen, wenn man das mal als Kurve darstellt, z.B. für die Frauen, die zwischen 1935 und 1965 geboren wurden.

  2. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Neues zur Geburtenrate

    Es wünschen sich wieder mehr Kinderlose bzw. Eltern unter fünfzig 1. bzw. weitere Kinder. Die Zahl derjenigen, die sich keine Kinder wünschen, ist gleich geblieben.

    Naja, so kann man auch einen stärker gewordenen Kinderwunsch erreichen. Den Menschen erstmal die Mittel zu dessen Erfüllung streichen, mehr Kinderlose generieren, die sich eigentlich Kinder wünschen und dann sich selbst laut Beifall klatschen: Wir haben die Zahl der Kinderwünsche erhöht!