Was ist eigentlich eine dreischichtige Gebärmutterschleimhaut?

Eines der Mysterien der Kinderwunschbehandlung

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Eine dreischichtige Gebärmutterschleimhaut muss man haben, damit sich die Embryonen einnisten können, kann man überall lesen. Was hat es damit auf sich?

dreischichtige GebärmutterschleimhautEine gut aufgebaute Gebärmutterschleimhaut ist wichtig, damit eine Schwangerschaft eintreten kann, aber nicht nur die Höhe ist von Bedeutung, sondern auch die Struktur. Und hier kommt das dreischichtige Endometrium (ein anderer Name für Gebärmutterschleimhaut) zum Zuge. Denn dies beschreibt den wichtigsten Faktor bei der Struktur des Endometriums.

Eine dreischichtige Gebärmutterschleimhaut gibt es nicht

Die Struktur der Gebärmutterschleimhaut kurz vor dem Eisprung sieht aus wie in der Skizze  unten. Die Schleimhaut (rosa) ist gut abgegrenzt von dem Muskelgewebe der Gebärmutter (grau). Diese Abgrenzung erscheint im Ultraschall als helle Linie, die schlaufenförmig entlang des Gebärmuttermuskels erkennbar ist. Dazwischen findet sich eine weitere, dritte Linie. Das ist die Gebärmutterhöhle, die – wie man hier unschwer erkennen kann – gar keine „Höhle“ ist. Sie ist lediglich ein kleiner, mit ein wenig Flüssigkeit gefüllter Spalt zwischen den zwei Schichten der Gebärmutterschleimhaut.

Man erkennt also gut, dass die Schleimhaut keinesfalls drei- sondern zweischichtig ist. Diese Schichten sind voneinander und zum Muskel der Gebärmutter hin durch drei Linien angegrenzt. Und so soll es möglichst unmittelbar vor dem Eisprung aussehen. Bereits kurz nach dem Eisprung verwischen diesen Linien dann wieder und die Abgrenzung ist weniger scharf.dreischichtige Gebärmutterschleimhaut

© E. BreitbachUnd wenn man sich die „Gebärmutterhöhle so anschaut, kann man verstehen, dass ein Embryo nach einem IVF-Transfer aus dieser nicht wieder herausrutschen kann. Die sind dort praktisch in dem Flüssigkeitsfilm festgeklebt.

Die Höhe der Schleimhaut spielt natürlich auch eine Rolle

Selbstverständlich ist die Struktur der Schleimhaut ein wichtiger Faktor, aber auch die Höhe ist von Bedeutung. Es gibt viele Studien zu dem Thema, was die beste Höhe – und die Mindesthöhe – für die Gebärmutterschleimhaut ist. Zusammenfassen lässt es sich aktuell so: 7 mm sind die Mindesthöhe, ab 9 mm ist es unerheblich, ob noch ein paar Millimeter hinzukommen und ab 15 mm ist es auch schon wieder nicht so gut, weil sich hinter dieser Höhe auch mal Polypen verbergen können.

Hier wird zusammengefasst, welche Substanzen es gibt, die im Verdacht stehen, einen positiven Einfluss auf die Schleimhauthöhe zu haben.


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