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Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmutter und sind bindegewebige Wucherungen der Muskelschicht der Gebärmutter. Myome sind selten eine Ursache für eine Sterilität, sondern eher für eine Infertilität (wiederholte Fehlgeburten). Selten liegen Myome so ungünstig, dass sie die Befruchtung und Einnistung eines Embryos verhindern. Aber auch die Infertilität wird selten alleine durch Myome hervorgerufen.

| Lokalisation von Myomen
1: Subserös: unter der Oberfläche gelegen, evtl. sogar gestielt wie hier. |
Myome können unterschiedliche Symptome hervorrufen. Diese sind abhängig von der Lage der Myome. Liegt das Myom direkt unter der Gebärmutterschleimhaut (submuköses Myom), kann es zu verstärkten Regelblutungen führen. In der Gebärmutterwand gelegen, bereiten sie gelegentlich Schmerzen während der Regelblutung und verstärken diese ebenfalls. Außen an der Gebärmutter gelegene Myome bereiten in den meisten Fällen keine Probleme, auch nicht hinsichtlich des Kinderwunsches. Werden die Myome sehr groß oder zahlreich, dann können sie Unterbauchschmerzen hervorrufen und jedwede Art von Blutungsstörungen. Zur Diagnosestellung dient der Ultraschall, die Bauchspiegelung und auch die Gebärmutterspiegelung.
Wenn die Eileiterpassage oder die Einnistung des Embryos tatsächlich behindert wird, ist eine hormonelle Behandlung zur Verkleinerung der Myome möglich. Die andere Alternative, die meist zu besseren Ergebnissen führt, ist die operative Entfernung des Myoms/der Myome.
Weitere Infos zu “Myome” aus unseren News
Kommentare
hallo.
habe gerade in diesem moment meine 3. fehlgeburt.
meine ärztin hat festgestellt das ich ein myom habe.
muß dazusagen das ich schon 43 jahre alt bin,und ich noch keine kinder habe.meine frage wäre ob dieses myom für diese 3 fehlgeburten verantwortlich sein kann.würde mich sehr über eine antwort freuen.
mfg
g.zischke
@ g.zischke: das tut mir leid. Ein sicherlich sehr wahrscheinlicher Grund für die Fehlgeburten dürfte Ihr Alter sein. Jedoch kann auch das Myom daran beteiligt sein, es kommt jedoch sehr auf die Lage des Myoms an. Meist sind es Myome, die unter der Gebärmutterschleimhaut liegen (submukös), die Fehlgeburten auslösen. Wenn man sich über die lage nicht im Klaren ist, dann ist evtl. eine Gebärmutterspiegelung hilfreich
hallo dr breitbach,
gibt es einen med. beschriebenen zusammenhang zwischen myomen und adenomyosis?
habe letzens etwas von der möglichkeit der myom-embolisation gelesen, aber nur eher flüchtig
..
was genau ist das und kommt es für jede myomart in frage..?
was ist die schonenste im sinne von fertilität-erhaltende behandlung..?
schon einmal vielen dank vorab!
liebe grüsse, reaba
@reaba: Nein. Adenomyosis ist eine Endometriosevariante, die in der Gebärmutterwand sitzt. Eine Embolisation ist da nicht möglich. Vermutlich wäre eine Pille oder eine Progesterontragende Spirale die beste Behandlung i. S.der fertilitätserhaltung, jedoch zuungunsten der aktuellen Fertilität
Guten Abend,
ich habe 3 intramurale Vorderwandmyome (Durchmesser 2,2; 0,8 und 1,8) welche mir keine Beschwerden bereiten.Die Myome werden seit ca. 1 Jahr regelmäßig überprüft und sind seither auch nur mäßig gewachsen. Kinderwunsch besteht seit 2 Jahren in denen ich eine negative IVF und eine IVF mit Fehlgeburt hatte. Jetzt wurde heute festgestellt das ein Myom in Richtung Gebärmutter wächst. Und nun steht für mich fest, die Dinger müssen raus bevor sie schlimmeres anrichten. Habe gleich für Januar einen ambulanten Operationstermin zur Entfernung der Myome gemacht. Mir wurde in der Praxis gesagt, die Myome werden per Gebärmutterspiegelung entfernt, was mich jetzt ein wenig verunsichert. Werden die Myome dann von innen aus der Gebärmutter rausgeschnitten? Dann ist die Gebärmutter doch Vernarbt oder nicht? Wäre es nicht besser diese per Bauchspiegelung zu entfernen? Was ich als Laie jetzt logischer damit begründen würde, weil man dann die Gebärmutter nicht verletzen würde? Wie lange muss ich nach der OP warten, bis ich mit der Kinderwunschbehandlung fortfahren kann? Stehen meine Chancen durch die Entfernung denn besser oder verschlechtere ich meine Chancen auf ein eigenes Kind durch die OP sogar? Ich bin im Moment ein wenig verunsichert und wäre über einen Rat sehr dankbar.
Vielen Dank im voraus
Liebe Grüße Bettina
@Bettina: Wenn man Myome, die unter der Schleimhaut liegen von der Gebärmutterhöhle aus erreichen kann, dann ist die Operation mit einer Gebärmutterspiegelung schonender, also die Vorgehensweise von innen. Narben können zwar entstehen, jedoch spielen die nur eine gerige Rolle und sind selten stark ausgeprägt. Es kann sein, dass man gleichzeitig auch eine Bauchspiegelung durchführen muss, aber Ziel wäre es, den Eingriff von der Gebärmutterhöhle aus durchzuführen. So wie Sie den Befund beschrieben, werden sich die Chancen eher verbessern. Meist rät man zu einer Wartezeit von 3 Monaten.
Guten Abend,
Seit 3 Jahren beobachtet mein FA ein Myom, welches in dieser Zeit von 2cm auf ca. 5 cm gewachsen ist.
Er kann mir nicht genau sagen, ob es nur aussen sitzt oder auch in die Gebärmutterwand hineinwächst, da er es nur mittels Ultraschall beobachtet.
Ich habe einen bestehenden Kinderwunsch (in ca. 3 bis 4 Jahren möchte ich schwanger werden).
Mein Arzt meinte, dass ein Myom erschweren kann, dass man überhaupt schwanger werden kann bzw. Myome die Risiken einer Fehlgeburt erhöhen oder auch bei der Geburt Probleme machen können.
Er meinte, ich solle mir überlegen, ob ich mir das Myom nicht lieber entfernen lasse. Er hat mir zur Embolisation geraten, da es der schonenste Eingriff sei.Überall im Internet lese ich, dass eine Embolisation bei bestehendem Kinderwunsch nicht gemacht werden soll wegen der Risiken bezüglich Unfruchtbarkeit.
Ich habe ihn darauf angesprochen und er meinte, dass sei quatsch, es werde ja nur eine der beiden Blutzufuhren der Gebärmutter gestoppt, also mein linker Eierstock bliebe auf jeden Fall unbeschadet…
Von einer Bauchspiegelung und Abschabung riet er eher ab, da er meinte, dass die Gebärmutterwand dadurch sehr dünn werden könne an der Stelle, was zu Problemen führe..
Ich bin über die verschiedenen Informationen und Aussagen sehr verunsichert. Würde mich um einen Rat bzw. Aufklärung sehr freuen.
Besten Dank,
Silke
@Silke: Der Grund,weshalb man davon (gegenwärtig noch) abrät ist nicht der Eierstock. Dem geht es nach einer Embolisation weiterhin gut. Es kann aber gerade bei großen Myomen zu einem Absterben und Nekrosebildung (abgestorbenes Gewebe) in der Gebärmutterwand kommen. dadurch würde sie dann in der Tat an dieser Stelle geschwächt. Durch eine sachgerechte Entfernung eines Myoms auf operativem Weg wird die Gebärmutterwand nicht ausgedünnt. Das Myom verdrängt ja nur das Muskelgewebe der Gebärmutter. Wenn man das Myom entfernt, dann rückt das ja immer noch vorhandene Muskelgewebe wieder an seinen alten Platz.
Hallo Dr. Breitbach, wie stark kann aus Ihrer Sicht ein rund 9 cm großes Myom, das außen an der Gebärmutter sitzt, eine Schwangerschaft behindern? Und kann es eine Fehlgeburt bzw. den Tod des Kindes verursachen? Sollte man versuchen, trotz des Myoms schwanger zu werden - oder ist eine Entfernung unerlässlich? Vielen Dank für Ihre Einschätzung.
@Marie: Wenn eie Gebärmutterspiegelung unauffällig ist und das Myom wirklich nur der Gebärmutter außen aufsitzt, dann ergeben sich dadurch nur geringe Risiken hinsichtlich einer Schwangerschaft und man kann dan auch ohne Operation eine solche anstreben. Letztlich entscheiden kann es jedoch nur der Arzt, der den Befunde genau kennt
guten abend,
ich habe seit jahren zunehmende zyklusbeschwerden. ein ca.1cm gr. Myom submukös wurde diagnostiziert. seit nov 08 hatte ich dann sturzblutungen und 14tägige unterleibskrämpfe-der fa diagnostizierte ein zweites ca 1,5cm gr.myom. gestern nun wurde in spinaler anästhesie eine operative hysteroskopie, kürettage durchgeführt. dabei stellte der oberarzt fest, dass es in meiner gebärmutter wie in einem murmelsack aussah- viele erbsgroße myome , das oben genannte von knapp 1,5cm und ein leiomyom 2,5cm groß- welches ,da es die gebärmutterwand zur hälfte komplett durchdringt, nur halb und zwar der submuköse anteil mit elekt. schlinge abgetragen werden konnte. anschließend sagte der arzt mir dass eine schwangerschaft sehr schwierig würde, da viel schleimhaut abgetragen werden musste und noch intramurale myome vorhanden sind. ich bin 28 und kinderwunsch besteht bei mir seit 6 jahren (mit damals 2 anderen partnern). ich liebe kinder und mein größter wunsch ist eine familie!!
- jetzt bin ich verlobt , wir wollen heiraten..mein partner ist 49, wodurch eine deutsche adoption bzw. ivf unmöglich für uns gemacht wird.finanziell sieht es auch schlecht aus- einen weiteren kredit können wir uns in den nächsten 3 jahren nicht leisten-a ber die zeit läuft uns davon !..momentan bin ich nur am weinen und weiss nicht,was ich tun soll! wissen sie rat? anlaufpunkte/beratungsstellen?
Hallo,
habe mal eine Frage. Ich (36) habe 2 Myome in der Gebärmutter je 6 cm groß.
Ich möchte gern noch ein Kind. Nun meine Frage: Sollte ich die Myome entfernen lassen und welche Möglichkeiten und Risiken bestehen dabei?
War bei zwei Ärzten, der eine sagte es ist eventuell notwendig die Gebärmutter zu entfernen. Bin danach nicht wieder hingegangen und habe mir eine zweite Meinung eingeholt. Die Ärztin sagte ich könnte mit den Myomen schwanger werden.
Was ist nun die Wahrheit?
Ich möchte Anonym bleiben,da ich in meinem Fall abgeschlossen habe mit meine Kinderlosigkeit und zugleich seit 2 Jahren ein Myom von 3,5 cm endeckt wurde.Bin 45 Jahre alt.Ich möchte den Betroffenen mitteilen,dass man auch ohne OP Myome entfernen lassen kann,laut ein Bericht.Eine neuartige Technik,die MRT gesteuerte fokussierte Ultraschaltherapie(MRgFUS)bekämpft die Myome völlig unblutig von außen.Diese Behandlung wird leider noch nicht von den Kassen übernommen.Ich persönlich,würde mich am liebsten auf dieser neue Methode Behandeln lassen.
Hi! Ich bin 32 Jahre alt, mit Kinderwunsch und habe ein Myom. Durch falsche, bzw. keine Behandlung durch den Arzt ist es mittlerweile geschätze 11×12 cm groß. Ich kriege auch Infusionen gegen die Blutanämie.
Am Montag hatte ich mir selbst einen Termin in der Myomsprechstunde eines KHs organisiert, die Oberärztin, die auch ca. Mitte 30 war, war total nett und sagte mir, dass bei der Größe das Risiko einer Hysterektomie sehr gross sei und sie mir zur MRgFUS-Therapie raten würde und vorher die Einnahme von Gestalgenen(?) einen Versuch wert wären.
Als ich das heute meinem Gyn sagte, der schon ziemlich alt ist, hat er gleich alles abgewunken und gesagt, er glaube das nicht. Er wollte mir nicht mal die Progesteronpille verschreiben und meinte, ich müsste mich wohl damit abfinden, dass die Gebärmutter rausmüsste, weil das Myom einfach zu groß sei. Von der Methode selbst hatte er wohl noch nie gehört, denn ich musste sie ihm erklären.
Klar, er hat leicht reden, seine Gebärmutter ist es ja auch nicht.
Ein Arztwechsel ist spontan nicht möglich, da die hier für Neupatienten Wartezeiten von mehreren Monaten haben.
Ich will es so versuchen, wie die Frauenärztin im KH gesagt hat, aber es ist echt schwierig, wenn man zusätzlich zu den eigenen Sorgen und Ängsten auch noch mit Widerständen vom Arzt zu kämpfen hat. Meine Gebärmutter möchte ich, wenn irgendwie möglich, auf jeden Fall behalten.
Wie sehen eure Erfahrungen mit so großen Myomen aus?
Was bringt es, bis zum Termin für den MRT, wo erst mal festgestellt wird, ob MRgFUS bei mir überhaupt möglich ist, die Pille durchzunehmen?
Und wie bringe ich meinen Gyn dazu, sie mir zu verschreiben?
Gibt es noch andere Möglichkeiten, die Erfolg versprechen, Homöopathie oder sowas?
Danke für die Antworten
lb susi,
ich habe seit jahren myome und schon 2 x operativ entfernen lassen.nach dem 2x war ich schwanger,allerdings hab ichs verloren.wir hätten gleich wieder intensiv probieren sollen,aber zuviel zeit verstreichen lassen.(1,5 jahre)bin mittlerweile 40 geworden und das problem ist,dass sie immer wieder kommen und mittlerweile meine gebärmutter alle größen von myomen beherbergt.
mein homöopath meint,dass das auf einen dringenden kinderwunsch hindeutet,womit er recht hat.die ärzte sehen bei mir keine aussicht auf schwangerschaft.sie haben mir diese embolisation empfohlen,allerdings ist eine schwangerschaft danach auch nicht sicher.ich hab auch schon von dieser neuen myomentfernung mittels wärme gehört-nur ist die entwicklung noch nicht weit genug-keine ahnung welche auswirkungen das auf den körper hat-abgesehen von den finanziellen problemen.
lg alexandra
Hallo,
hatte 2 Myome. Bei einer Ultraschaluntersuchung in der Uniklinik wurde mir gesagt, dass eine Schwangerschaft ziemlich ausgeschlossen ist, da die Lage der Myome schlecht sei. Jetzt war ich bei der MRgFUS Behandlung und konnte die Myome vollständig einschmelzen lassen. Ein teurer Spaß, aber ich hoffe dass wir uns unseren Kinderwunsch nun erfüllen können.
Glg Pippi
Vorweg: Ich bin kein Jurist und kein Mediziner, sondern betroffener Angehöriger, der sich u.a. mit der Kostenfrage auseinandersetzt.
Auf den Internetseiten der Charité findet sich ein Hinweis auf ein Urteil des Hessischen Landessozialgerichts vom 19.10.2006 (Az: L 8 KR 118/05) in Bezug auf die Uterus-Arterien-Embolisation (UAE):
Kassen müssen Krankenhauskosten für neue Behandlungsmethoden bei
Gebärmuttermyomen übernehmen
http://web.rad.charite.de/static/pdf/150107Myome.pdf
Hierbei ging es laut Presseerklärung allerdings nicht um die grundsätzliche Frage, ob Kosten für die Behandlungsart überhaupt übernommen werden; die Krankenkasse hätte demnach die Kosten sehr wohl übernommen, wenn die Behandlung stationär gewesen wäre, andernfalls nicht. Darauf hätte die Krankenkasse hinweisen müssen. Die Überschrift der Presseinformation ist insofern etwas irreführend.
Die ausführliche Urteilsbegründung kann unter folgender Adresse gefunden werden:
http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/
Suche nach L 8 KR 118/05
Im einzelnen geht es hier wie bei der MRgFUS um eine organerhaltende Maßnahme, wobei man laut Presseerklärung meinen könnte, dass im Unterschied zur MRgFUS die UAE als stationäre Behandlung zur kassenärztlichen Leistung gehört.
Dies ist aber ein Missverständnis; als stationäre Behandlung würde nämlich lediglich der Erlaubnisvorbehalt des § 135 SGB V nicht gelten, d.h. die Krankenkasse muß nicht gefragt werden. In diesem Sinne verpflichtet das Urteil die Krankenkasse, den Patienten auf die Möglichkeit der stationären Behandlung hinzuweisen, um damit den Paragraph 135 SGB V zu umgehen.
Sollte der Sachverhalt im Fall der MRgFUS ähnlich zu interpretieren sein, wäre es also die Pflicht der Krankenkasse, darauf hinzuweisen, dass die Kosten übernommen werden könnten, wenn die Behandlung in einem Krankenhaus stationär durchgeführt werden würde. Man müsste sich also nach einem Krankenhaus erkundigen, das bereit wäre, diese Behandlung stationär durchzuführen, was bei der MRgFUS einigermaßen absurd anmuten dürfte, obwohl in Einzelfällen eine anschließende Aufnahme für eine stationäre Nachtruhe durchaus verordnet wird.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang Absatz 25 aus der Urteilsbegründung:
Die Argumentation der Beklagten, im System der gesetzlichen
Krankenversicherung gelte der Grundsatz „ambulant vor stationär“,
weshalb eine Kostentragungspflicht ausscheide, wenn eine ambulante
Behandlung – wie im vorliegenden Fall – tatsächlich möglich sei,
liegt neben der Sache. Dieser Grundsatz ist nur dort von Bedeutung,
wo innerhalb des Systems der gesetzlichen Krankenversicherung eine
Leistung sowohl ambulant als auch stationär verfügbar ist. Hingegen
kann der Versicherte, der eine medizinisch notwendige Maßnahme nach
dem Recht der gesetzlichen Krankenversicherung nur als stationäre
Leistung erhalten kann, nicht auf eine privat zu finanzierende
ambulante Leistung verwiesen werden.
Ich interpretiere diese Sätze so, dass die Krankenkasse verpflichtet ist, diese Therapie zu bezahlen, weil sie medizinisch notwendig ist, unabhängig davon, ob sie stationär oder ambulant erbracht wird.
Eine Revision wurde ausgeschlossen.
Das Landessozialgericht beruft sich bei seinem Urteil auf ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 4.4.2006 (Aktenzeichen B 1 KR 5/05 R (googeln)), das ähnlich gelagert ist. Darin heißt es in Abs. 12:
Die vom LSG festgestellten Tatsachen lassen keinen Zweifel daran
aufkommen, dass es der Klägerin allein darum ging, zur
Krankenbehandlung statt der vertragsärztlich empfohlenen
Hysterektomie eine UAE zu erhalten. Ihr ging es wesentlich um einen
organerhaltenden Weg der Behandlung. Nur so konnte sie zudem ihre
Chance wahren, noch Kinder zu bekommen, mochte es auch an
Untersuchungen zu Spätfolgen der UAE fehlen. Eine eigene
Schwangerschaft war aber bei der einzigen anderen, nach
vertragsärztlicher Beurteilung für die Klägerin in Betracht
kommenden Alternative - Hysterektomie -ausgeschlossen.
Auch bei der MRgFUS geht es in erster Linie um die organerhaltende Maßnahme; eine UAE kommt u.U. wegen nicht abgeschlossener Familienplanung nicht infrage; siehe Charité FAQ:
http://radiologie.charite.de/index.html;jsessionid=aF6uazX3mCH9?toppage=article_show&action=open_article&article_oid=898#faq_5
Die durch Fachärzte oftmals alternativlos angebotene Gebärmutterentfernung ist dann ebenfalls unakzeptabel. Im übrigen hat jede Frau ein Recht darauf, dass ihr Körper und seine Organe als solche in all ihren Funktionen erhalten bleiben, sofern das medizinisch möglich ist (siehe Grundgesetz).
Aus den angeführten Urteilen schließe ich, dass die Krankenkassen eindeutig verpflichtet sind, die Kosten für die MRgFUS-Behandlung uneingeschränkt zu übernehmen.
PS:
Die MRgFUS ist nicht grundsätzlich teurer als andere Verfahren; die Krankenkassen sind also nicht etwa dagegen, weil die Kosten höher wären. Das Verfahren ist lediglich noch nicht auf deren Liste, kann also von den Sachbearbeitern nicht ohne weiteres genehmigt werden.
Im Jahr 2008 wurden allerdings die ersten Schritte unternommen, um die MRgFUS in die übliche Vergütungsliste aufzunehmen. Wie lange so etwas dauert, kann ich nicht sagen.
Im übrigen empfehle ich die intensive Informationssuche; es gibt nicht nur umfangreiche Texte, sondern auch zahlreiche Videos, unter anderem mit betroffenen Frauen.
Hallo,
hat jemand von Euch es schon geschafft seine Krankenkasse davon zu überzeugen, dass sie die Kosten zu übernehmen hat?
Viele Grüße
Pippi
@Pippi: Die Kosten für was?
@E.Breitenbach: Für die MRgFUS
Vermutlich wäre es am besten, diese Frage einem Arzt zu stellen, der diese Behandlung durchführt. Ich sehe keinen Grund, dass man dies ablehnen sollte, wenn es nicht mit den Vorschriften der ambulanten und stationären Versorgung kollidiert. Aber dass hier nicht der Eindruck ensteht, dass die mikrochirurgische Entfernung nicht in den meisten Fällen sogar die bessere Alternative ist. Sie ist es in den meisten Fällen, wenn es um den Erhalt der Gebärmutter geht
Welches Risiko ist höher: Zum ersten mal Schwanger werden mit 34 und einem Myom von 7 cm an der Aussenwand der Gebärmutter (wurde aber nur mit Ultraschall diagnostiziert) oder das Myom vorher entfernen? DANKE
Noch eine Frage: Wie gross ist das Risiko, dass das Myom während der Schwangerschaft oder bei der Geburt Probleme macht (es wächst dann ja auch mit) und welche Risiken können auftreten?
@Pippi und weitere MRgFus Patienten
Könnt ihr mir eurer Erfahrungen dieser Methode mitteilen bzw. hat sich schon bei euch ein Erfolg eingestellt (Schwangerschaft??). Bei dir Pippi sicher noch nicht, aber vielleicht gibt ja da draußen noch weitere Patienten, die sich auch schon behandelt haben lassen.
Ich werd mich wohl in nächster Zeit dieser Methode (bis Ostern) unterziehen, denn eine laposkapische OP wurde schon abgebrochen (Verlust der Gebärmutter zu hoch). Bin aktuell aber noch auf der Suche nach Gleichgesinnten
(und der Kampf mit der KK steht mir noch bevor)….
Viele Grüße
Ich habe jetzt nicht die letzten Kommentare gelesen. Aber ich weiß das es eine Kinderwunschseite ist und das Myome da beim Kinderwunsch im Weg stehen. Meine Frau und ich haben es auch Jahrelang probiert ohne Erfolg. Meine Spermien sind überdurchschnittlich gut also lag es doch am Myom meiner Frau. Ultraschall und MRT haben ergeben das das Miyom das bisher 3 cm groß war gewachsen ist auf 6 cm. Und es sind noch weitere Myome da. Also sind wir zum FA und haben uns beraten lassen. Der hat uns total verrückt gemacht von wegen GM entfernen da es sehr schwierig ist aufgrund der Lage des Myoms und so einen Müll. Wir haben uns umgehört und das Kinderwunschzentrum in Ulm hat uns Prof. Karck empfohlen in der Klinik Bad Cannstatt. Er macht allerding nur privat Versicherte das heißt wir haben einen Teil aus eigener Tasche bezahlt. ca. 1000 €. Doch jeder Cent hat sich gelohnt. Der Mann war einfach Super. Super beraten, bei der Untersuchung mit dem Ultraschall hat er noch eine Polypen in der GM entdeckt die das MRT und ander FÄ nicht sehen konnten und er hatte uns beruhigt und mut zugesprochen. Die OP ging sehr lange da es doch einige Myome mehr waren bei meiner Frau. Insgesamt 8 und ein Polyp und drei Verwachsungen. Also jede Menge und er hatte trotzdessen keinen Bauchschnitt machen müssen. Alles mit der Schlüssellochmethode. Die GM musste nicht entfernt werden wie es ein paar andere FÄ behauptet hatten. Also lasst euch nicht verrückt machen. Wenn ihr euch wirklich zu einer OP entschließen wollt oder müsst dann seid ihr bei der Adresse sehr gut aufgehoben. Wir sind so froh und glücklich das wir das jetzt hinter uns haben weil wir auch sehr verwirrt warten und nicht ein noch aus wussten. Falls ihr Fragen haben solltet könnt ihr mir jederzeit schreiben unter oktay.saglam@web.de
Viel Glück euch allen.
Oktay
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