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Bei den Spermientransportstörungen ist der regelrechte Austritt der Spermien vom “Spermienspeicher” im Nebenhoden nach draußen nicht möglich. Dies ist entweder durch einen Verschluß der Samenwege oder durch einen ungeordneten Ablauf der Ejakulation bedingt.
Eine der häufigsten Gründe für eine Spermientransportstörung dürfte die Sterilisation des Mannes sein. Bei diesem als “Vasektomie” bezeichneten Eingriff wird von dem Samenleiter ein Stück entfernt oder eine Unterbindung des Samenleiters durchgeführt. Als Behandlung kommt eine operative Wiederherstellung oder eine Entnahme der Spermien aus dem Nebenhoden (MESA) in Frage.
Entzündungen können ebenfalls zu einem Verschluss der Samenwege führen. Wenn bestimmte Keime -es handelt sich hierbei häufig um Chlamydien- eine Entzündung im Bereich des Nebenhodens auslösen (hier sind die Samenwege besonders dünn), dann kann es zu einem Verschluss kommen. Wenn dies einseitig passiert, dann kann die Zahl der Spermien im Ejakulat noch ausreichend sein. Gelegentlich sind jedoch auch beide Nebenhoden betroffen und das führt dann zu einem völligen Fehlen von Spermien im Ejakulat. Die Möglichkeiten zur Behandlung sind die gleichen wie bei einem sterilisierten Mann.
Auch bei intakten Samenwegen kann es auch zu einem fast völligen Fehlen von Spermien im Ejakulat kommen. Bei bestimmten Krankheitsbildern kommt es überhaupt nicht zu einer Ejakulation (trotz Orgasmus). Eine Sonderform dieser Problematik stellt die sogenannte “Retrograde Ejakulation” dar. Die Spermien gelangen dabei nicht durch die Harnröhre nach außen, sondern werden in die Blase gespült. Dies geschieht auf von Schädigungen bestimmter Nerven, welche den muskulär bedingten Transport der Spermien nach draußen steuern. Dies kann durch Operationen (oft wegen bösartiger Geschwülste, Lymphome) bedingt sein, oder auch durch eine Zuckerkrankheit. Es gibt auch Männer völlig ohne Fähigkeit zur Ejakulation. Meist ist dies bedingt durch eine Querschnittslähmung oder ebenfalls durch eine Nervenschädigung nach Operationen oder bei Zuckerkrankheit. In solchen Fällen kann eine Elektrostimulation zur Ejakulation führen.
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Kommentare
Kann man bei einem Verschluss durch Entzündung nur noch eine künstliche Befruchtung vornehmen? Gibt es keine Möglichkeit durch Ernährung ode anderweitige Behandlung diesen Verschluss wieder FREI zu bekommen?
@ Paola: Nein, der Samenleiter ist dann vernarbt und verschlossen, mit Ernährung ist da dann leider nciht viel auszurichten
Hallo,
Ich bin 17 einhalb Jahre alt und habe von Geburt an Mukoviszidose. Bisher habe ich mich immer nur gewundert, warum beim Oralsex mit meiner Freundin bzw allgemein beim Geschlechtsverkehr keine Ejakulation eingetreten ist. Dann bin ich auf den Artikel oben gestoßen. Ist es möglich schon mit 17 1/2 die genannte OP vorzunehmen? Wer trägt die Kosten? Müssen die Eltern die Einverständnisserklärung abgeben? Mit meinen Eltern verstehe ich mich nämlich zur Zeit nicht grade toll…
Lieben Danke schonmal im vorraus,
Euer Marcus
das bedeutet, das keine Spermien im Ejakulat sind. Ejakulat ist normalerweise vorhanden und kommt aus der Prostata und den Samenbläschen.
Sterilisierte Männer z. B. ejakulieren auch. Nur befinden sich keine Spermien mehr im Ejakulat wegen der verschlossenen Samenleiter
hallo bin 27 jahre wollte wissen wie gut muss das spermiogram sein damit es für eine künstliche befruchtung reicht habe 8 mio/ml ,ges 32 mio,schnell 1%,langsam 13%, vitalität eosintest 76%,unbeweglich 82%,normale zellen 6%
das war mein 1. spermiogram vor 3 tagen bekommen.
vielen dank im voraus mfg christoph
@christoph: Für eine künstliche Befruchtung würde sogar noch wesentlich weniger ausreichen. Dazu braucht man im Falle der ICSI nur Spermien, die sich überhaupt bewegen. Ihren Nachnamen habe ich aus Ihrem Kommentar mal herausgenommen. Muss ja nicht jeder über Google hierherfinden, der SIe kennt.
Hallo, kenne mich momentan gar nicht aus. Hatte vor 5 jahren linksseitigen Hodentumor. Der Hoden ist weg. Gebe seit 3 Jahren Spermaproben ab. Leider keine Samenzellen im Ejakulat. Vor 6 Monaten Hodenbiopsie gemacht. Pathologischer Befund absolut unauffällig bzw. ganz normales Ergebniss mit Samenzellen. Ob Verschluss des Samenleiters wird bald geklärt. Konnte leider bisher nirgends herauslesen wie gut die Chancen für einen operativen “Entschluss” sind, wie schwer die OP ist und wie es danach weitergeht.Macht es Sinn bei einer Samenleiterverschluss-Diagnose einen zweiten Facharzt aufzusuchen? M.f.G.
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