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OAT-Syndrom

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 26.09.2003 | zuletzt geändert am 21.02.2006)

OAT ist keine Diagnose, sondern eine Beschreibung

Das OAT-Syndrom ist mit Abstand die am häufigsten gestellte “Diagnose” bei der eingeschränkten Fruchtbarkeit des Mannes. Der Begriff “Syndrom” besagt aber schon richtigerweise, dass es sich dabei nicht um eine Diagnose handelt, sondern lediglich um eine Zustandsbeschreibung. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das Wortmonster “Oligo-Astheno-Teratozoospermie”. Wie aus der Nomenklatur zu entnehmen ist, beschreibt dieser Begriff lediglich, dass die Zahl der Spermien zu gering, ihre Beweglichkeit eingeschränkt und das Aussehen (Morphologie) zu einem großen Prozentsatz nicht normal ist.

Einteilung der Schweregrade

Aus diesem Begriff lässt sich nicht ablesen, wie schwer die Einschränkung der Qualität des Ejakulats ist, weshalb es in drei Schweregrade unterteilt wird (die entsprechenden Normwerte finden Sie hier):

OAT I°OAT II°OAT III°
Konzentration<20-10 Mio. Spermien/ml<10-5 Mio./ml<5 Mio./ml
Motilität<50-30%<30-20%<20%
Morphologie<30-10%<10%<10%

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17 Antworten auf “OAT-Syndrom”

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Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. Isabel schreibt:

    Mein Mann und ich versuchen seit 18 Monaten Kinder zu bekommen. Leider ohne Erfolg. Nun wurde bei meinem Mann eine Entzündung festgestellt, welche Erfolgreich behandelt wurde. Leider hat sich das Spermiogramm danach bisher kaum verbessert:

    Konzentration: 16 Mio
    Motilität: 0% schnell bewegliche, 5-20% progressiv bewegliche spermien
    Morphologie: 60%

    Unter welche der oben genannten OAT Klassen fällt dieses Spermiogramm und kann man daraus die für uns am Erfolgversprechenste Methode ablesen? Bisher wurde uns von verschiedenen Seiten von Insemination bis ICSI alles als jeweils “einzige erfolgversprechende Möglichkeit” angegeben.

  2. E. Breitbach schreibt:

    @ Isabel: Von hier aus kann ich das nur schlecht beurteilen. Aber aufgrund der sehr deutlich eingeschränkten Beweglichkeit und der geringfügig verminderten Zahl der Spermien ist eine ICSI vermutlich die Therapie dwer Wahl, eine Insemination kann man probieren, jedoch mit recht wenig Aussicht auf Erfolg

  3. taube schreibt:

    wir haben unseren jetzt vier jährigen sohn nur mit hilfe,bei mir mit hormone, und bei meinem mann ,mit zinkoratat,bekommen.mein mann hat drei monate zinkoratat genommen und ich hormone drei monate.

    jetzt probieren wir es seit ca zwei jahren noch ein baby zubekommen doch es klappt wieder nichts. ichware beim frauenarzt und bei mir ist alles bestens.

    mein mann ist selbstständig und hat keine zeit zum urologen zu gehen und ist ihm auch ehrlich gesagt peinlich sein sperma abzugeben er will es nicht nochmal tun.

    deswegen meine frage wenn er einmal zinkoratat genommen hat ,vor unserem sohn, sind die spermien bis heute gleich geblieben also schnell wie vorher oder lassen sie nach vier jahren wieder bei einem mann nach????

  4. Biene schreibt:

    Sind bei OAT II (nach Hodendrehung und späterer Entfernung eines abgestorbenen Hodens) Chromosomen- oder Genmutationen zu erwarten bzw. ist das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen, erhöht?
    Kann man mit OAT II auch ohne Behandlung Kinder zeugen oder sind die Chancen gering?
    Danke für die Antworten.

  5. E. Breitbach schreibt:

    @Biene: Wenn das schlechte Spermiogramm tatsächlich Folge der Hodentorsion ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit für eine Genveränderung beim Mann nicht erhöht. OAT II ist keine Diagnose und ein recht weites Feld, wie Sie den Daten hier entnehmen können. Aber eine Schwangerschaft ist durchaus möglich, wenn auf Seiten der Frau alles in Ordnung ist.

  6. Biene schreibt:

    Vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Das gibt mir Mut für die Zukunft.

  7. Celest schreibt:

    Hallo,
    mein Freund und ich versuchen schon seit vielen Monaten Kinder zu bekommen. Vor ca. einem halben Jahr bin ich bei meiner Frauenärztin gewesen und habe mich bezüglich dessen durchchacken lassen. Bei mir ist alles in Ordnung. Blut, Hormone, organisch etc…alles ok. Sie sagte mir, bevor wir bei mir eine Bauchspiegelung machen werden, unter Vollnarkose, muß Ihr Partner sich gründlich untersuchen lassen, um auszuschliessen, dass es vielleicht mit ihm zusammenhängt. Auch dies haben wir bis dato gemacht. Er wurde körperlich mit Ultraschall, Blutbild und sein Spermienbild wurde auch schon zweimal mit einer Spanne von ca. 2 Monaten überprüft. Das Ergebnis heute war traurig. Wie auch bei der ersten Untersucheung hat er viel zu wenige Spermien und davon sind auch noch die meisten viel zu unbeweglich etc. Auf unsere Frage hin wegen künstlicher Befruchtung meinte der Doc, ist eher aussichtslos. hat uns aber dennoch an eine Spezialklinik überwiesen. Mh, kann nicht verstehen, wieso ein Arzt so schnell so etwas aussprechen kann. Unser grösster Wunsch ist es eine Familie zu werden, aber irgendwie wurden heute mal wieder alle Hoffnungen zerschossen. Ich habe keine Ahnung, vielleicht liegt es ja auch an uns beiden und ich sollte zur Sicherheit wirklich diese Bauchspiegelung machen lassen. Aber es können doch die Chancen für eine künstliche Befruchtung nicht so schlecht stehen, oder? Gibt es jemanden der mir von seinen Erfahrungen berichten kann?

    Ich danke Euch für einige Infos und Antworten.

  8. Isabel schreibt:

    An Celest:
    Hier unsere Efahrungen der letzten nun 3 Jahre. Ich weiß genau, wie ihr Euch fühlt und kann nur sagen, blos nicht vom ersten Arzt verängstigen lassen und blos nicht sofort zur künstlichen Befruchtung übergehen. Wir haben uns da ganz schön fertig machen lassen von der ganzen Angelegenheit und waren schon bei 2 Kinderwunschpraxen. Bei der ersten wurden wir gar nicht erst untersucht sondern uns wurde nur gesagt, “klärt das mit mit der Krankenkasse und hier ist ein Rezept mit allen Präparaten. Ihr könnt dann in 2 Monaten wiederkommen”. Total unprofessionell und wir sind dort nicht mehr hin. Die 2. Klinik war sehr gut, hat sich aber ausschließlich auf die Untersuchung von mir - der ja nichts fehlt - konzentriert. Wir haben 2 künstliche Befruchtungen versucht, beide sind fehlgeschlagen. Das einzige, was wir davon mitgenommen haben war das Wissen, daß meine Eizellen sich von dem Sperma meines Mannes befruchten lassen und laut meiner Frauenärztin ist das ein sehr erfreuliches Ergebnis. Außerdem haben die Hormonbehandlungen zu einer ziemlichen Gewichtszunahme und schlimmen Depressionen geführt. Soviel zum negativen Teil. Nun mach ich Dir etwas Hoffnung: Man hat bei meinem Mann einen versteckten Leistenbruch entdecket, er wurde operiert und die Unterversorgung des Hoden wurde somit zurückgenommen - die Spermerzahl nahm zu. Wir haben meinem Mann einen Vitamin/Spurenelementen Cocktail verpaßt mit Vitamin E & C und Q10, L-Carnetin, Zink… Die Spermerzahl nahm zu, die kleinen Männchen wurden auch lebendiger. Mein Mann hat abgenommen, macht Sport, ernährt sich gesund etc. Nun ist mein Mann auch bei einem Andrologen in Behandlung, bekommt durchblutungsfördernde Mittel und ein spezielles Präparat, wo die oben aufgeführten Mineralien und Vitamine und Spurenelemente alle richtig zusammengesetzt sind. Keiner kann uns sagen, welche unserer Aktionen letztendlich wirklich fruchtet, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es hat ein Jahr gedauert, aber die Spermiogramme meines Mannes geben uns eine minimale Chance auf eine Spontanschwangerschaft und man hat uns dringend geraten von einer weiteren künstlichen Befruchtung abzusehen und es ersteinmal mit Insemination zu versuchen (Spermienkonzentration liegt im Normalbereich, Beweglichkeit hat sich auch bis zu 80 % gesteigert und schnell bewegliche gibt es mittlerweile zwischen 5-10%, leider mit etwas kurzer Überlebensdauer, deswegen kommen sie wohl nicht allein zu Ziel). Ganz wichtig ist auch, alles was Stress macht zu verbannen und vermeiden. Wenn jemand sagt, nicht dran denken, nur dann klappts, daß ist absoluter Quatsch, aber man kann vieles andere machen, um Stress zu vermeiden. Laßt Euch nicht kleinkriegen und versucht erst einmal, ob man nicht den kleinen Männchen von Deinem Mann ein wenig mehr Leben einhauchen kann. Dafür braucht es Geduld, aber dann steigen auch die Chancen.

  9. E. Breitbach schreibt:

    @Celest: Wenn keine direkte Behandlungsmöglichkeit besteht, die Spermien zu verbessern, dann ist die künstliche Befruchtung eine Möglichkeit, sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Nun weiß ich nicht, wie der Befund ausgefallen ist, aber wenn bewegliche Spermien gefunden werden konnten und bei Ihnen alles in Ordnung ist, dann sind die Chancen eigentlich recht gut, dass diese Behandlung auch erfolgreich ist. Ich kann Ihnen auch nciht sagen, worauf die Aussage Ihres Frauenarztes beruht.

  10. kathrin k. schreibt:

    Hallo. Bei meinem Mann wurde letztes Jahr im Herbst OAT Syndrom festgestellt. Haben durch beratung einer ivf Klinik im Januar 08 eine Icsi behandlung machen lasse - leider erfolglos. Als wir uns im Aprlil dann wieder in der Klinik melden, für versuch 2, habe wir erfahren dass ich in der Wartezeit spontan schwanger geworden bin. Wie geht das obwohl uns gesagt wurde es wüder auf normalen weg nicht klappen??? Das traurige daran ist das ich letzte Woche einen Abgang hatte , das baby hat sich nach der 9 Woche nicht weiterentwickelt. kann es sein das der Abgang durch die zu kurze Wartezeit bzw die noch vorhandenen hormone im Körper der letzten Icsi hervorgrufen wurde. kann ich noch mal auf normalen Weg Schwanger werden oder war es wirklich nur ein sehr großer zufall??? Oder werde ich wieder einen Abgang haben weil die Spermien kein überlebensfähiges Kind zeugen?

  11. E. Breitbach schreibt:

    @kathrin k.: Auch bei einem extrem schlechten Spermiogramm ist lediglich die fruchtbarkeit ebenso extrem eingeschränkt, jedoch besteht keine Unfruchtbarkeit. So kommt es immer mal wieder vor, dass trotz eines eindeutigen “ICSI-Befundes” eine Schwangerschaft auf normalem Wege entsteht. Es tut mir leid, dass es nicht von Dauer war.

    In dem Artikel streht ja, dass das OAT-Syndrom keine Diagnose ist, sondern eine Zustandsbeschreibung. daher kann ich nicht sagen, wie groß der Zufall war und wie groß Ihre Chancen sind, noch einmal auf normalem Wege schwanger zu werden.

    Auch bei einem schlechten Spermiogramm sind die fehlgeburtsraten nur unwesentlich erhöht. Natürlich können auch fortbestehende Schwangerschaften entstehen.

  12. Michaela L. schreibt:

    Hallo, mein Mann hat das OAT Syndrom der Klasse drei, also relativ schlecht. Nun meine Frage, hat jemand hier ahnung wie gut die Chancen stehen mit einer künstlichen Befruchtung??? Ich bin kern gesund, es leigt also wirklich nur an meinem Mann. STimmt es, dass Zink helfen könnte, die Spermien ein wenig zu verbessern?? Ich brauch dringent rat…danke.

  13. E. Breitbach schreibt:

    @Michaela L.: Die Chancen bei einer ICSI hängen weniger von der Spermienqualität ab, denn diese wird ja durch das Einspritzen der Spermien in die Eizelle kompensiert, sondern von Ihnen, also Ihrem Hormonhaushalt und Alter

  14. Michaela L. schreibt:

    @E.Breitbach: Also ich bin kerngesund und 28 Jahre alt. Wissen sie vielleicht, wie da die Chancen stehen bei dieser ICSI?? Und wie ist das mit den Kosten? Muss man die komplett alleine tragen???

  15. E. Breitbach schreibt:

    @Michaela L.: Eine individuelle Einschätzung Ihrer Chancen ist mir selbstverständlich nicht möglich, da dort viele Variablen hineinspielen, die ichnicht kenne. Zum Thema Kosten: Da finden Sie einen Menue-Punkt auf der linken Seite. Einfach mal klicken und lesen.

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