Symptome der Wechseljahre


Hitzewallungen sind das häufigste Symptom für vorzeitige Wechseljahre Foto von Alyssa L. Miller
Hitzewallungen sind das häufigste Symptom für vorzeitige Wechseljahre
Foto von Alyssa L. Miller
  • Hitzewallungen (69%)*
    Die Hitzewallungen sind die „typischsten“ Nebenwirkungen des Klimakteriums und oft die unangenehmste für die betroffenen Frauen. Durch den Östrogenmangel kommt es zu einer gestörten Regulation des Wärmezentrums im Gehirn (Hypothalamus). Das sympathischen Nervensystem bewirkt dann eine Weitstellung der Hautgefäße und Schweißausbrüche (58%)*. Die Hitzewallungen treten überfallartig auf und betreffen die oberen Körperpartien, Hals und Gesicht. Die mit Hautrötungen einhergehenden „Anfälle“ dauern meist nur wenige Minuten.
  • Zyklusstörungen (76%)*
    Die Blutung kann unregelmäßig werden und es kommen sehr starke (Hypermenorrhoe) und/oder verlängerte Blutungen (Menorrhagie) vor. Auch eine ausbleibende Blutung (Amenorrhoe), verlängerte Zyklen mit mehr als 35 Tagen (Oligomenorrhoe) und verkürzte Zyklen mit weniger als 25 Tagen (Polymenorrhoe) können auftreten. Oft kommen diese Blutungsunregelmäßigkeiten im Laufe der Wechseljahre alle vor und der früher regelmäßige Zyklus tritt immer seltener auf.
  • Schwindel (33%)*
    Auch dies kann ein Symptom der verminderten Östrogenproduktion sein. Diese Kreislaufsymptome können auch von Herzrasen begleitet sein.
  • Kopfschmerzen (31%)*
  • Depressive Verstimmungen (72%)*
    Dies wird zwar auch durch die verminderte Hormonproduktion bewirkt, sicherlich aber durch die Umstände in dieser Lebensphase verstärkt. Meist ist die Frau in einem Alter, wo die Kinder gerade ausgezogen sind und der Mann seine Midlifecrisis durchlebt. Ebenfalls genügend Anlass für Depressionen
  • Reizbarkeit, Nervosität, Aggressionen (50%)*
  • Schlaflosigkeit (56%)*
  • Folgen eines längeren Hormonmangels
    Wenn der Hormonmangel über einen längeren Zeitraum besteht, dann treten auch entsprechende Spätfolgen auf. Hierbei ist die Osteoporose zu erwähnen und andere hormonmangelbedingte Veränderungen, wie z. B. nachlassende Festigkeit des Bindesgewebes, was nicht nur kosmetisch von Bedeutung ist, sondern im Bereich des Beckenbodens zu einer Erschlaffung führen kann mit der Folge einer Urininkontinenz. Auch die Blutgefäße leiden unter dem Östrogenmangel.

* Die Zahlen beruhen auf Untersuchungen bei Frauen, deren Wechseljahre zeitgerecht eintraten. Die Prozentzahlen geben den Anteil der Frauen an, die von diesen Symptomen zum Zeitpunkt der Menopause betroffen sind (Nach Lauritzen et al. 1987)


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