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PCO-Syndrom


Wieso polycystisch?

Das Syndrom der polyzystischen Ovarien (=PCO-Syndrom) ist kein eigenständiges Krankheitsbild, auch wenn viele Gynäkologen dies gerne vereinfachend behaupten. Polyzystisch heiß”viele Zysten” und damit wird der Zustand der Eierstöcke beschrieben. Diese “Zysten” der Eierstöcke sind jedoch keine echten Zysten. Es handelt sich hierbei um viele kleine Eibläschen, die nicht heranreifen können und vorzeitig verkümmern. Im Ultraschall (Bild) kann man diese kleinen “Zysten” dann meist sehr gut erkennen.

pco.jpgDies ist ein typisches Bild, so wie sich das PCO-Syndrom oft im Ultraschall erkennen läßt. Der Eierstock ist insgesamt vergrößert (die weiße Linie wurde nachträglich hinzugefügt, um auch dem ungeübten Betrachter den Eierstock erkennbar werden zu lassen). Innerhalb des Eierstocks finden sich viele kleine Follikel; einige davon wurden markiert. Die flüssigkeitsgefüllten Eibläschen stellen sich im Ultraschall dunkel dar.

Ursachen, hormoneller Hintergrund

Das Heranreifen der Follikel wird durch erhöhte Spiegel männlicher Hormone verhindert, wie dies auch im Kapitel “erhöhte männliche Hormone” beschrieben wird. Das PCO-Syndrom ist also kein neues Syndrom, sondern lediglich eine etwas ausgeprägtere Form der in diesem Kapitel beschriebenen Problematik. Es kommt fast immer zu einem völligen Ausbleiben der Regelblutung oder zumindest deutlich verlängerten Zyklen, weil der “Taktgeber”, nämlich Eizellreifung und Eisprung nicht mehr vorhanden sind. Die Eierstöcke sind meist vergrößert und es lassen sich weitere hormonelle Besonderheiten feststellen. Bei einem ausgeprägten PCO-Syndrom ist der Wert des eisprungauslösenden Hormons (LH) regelmäßig erhöht. Aufgrund der in dem Kapitel “erhöhte männliche Hormone” beschriebenen “Zweizelltheorie” kommt es dadurch zu einer verstärkten Synthese von männlichen Hormonen auch im Eierstock. Diese werden bei den oft (nicht immer!) übergewichtigen Frauen im Fettgewebe zu Östrogenprodukten umgewandelt, welches dann wieder zu einer erhöhten LH-Produktion führt, da die Hirnanhangsdrüse wegen der Östrogene nun meint, den Eisprung auslösen zu müssen. Es entsteht also ein Kreislauf, aus dem ohne medikamentöse Therapie kein Ausweg gefunden werden kann (es sei denn, durch Gewichtsreduktion, falls ein Übergewicht besteht).

Störung des Insulinstoffwechsels ist oft ein Grund

Es gibt auch Hinweise darauf, daß eine Störung im Insulinstoffwechsel ein Grund für die Entstehung des PCO sein könnte. Bei der sogenannten Insulinresistenz wirkt dieses von der Bauchspeicheldrüse gebildete Hormon nicht ausreichend an den Rezeptoren der zuckerverarbeitenden Gewebe. Wegen der Ähnlichkeit des Insulins mit dem “Insulin-like Growthfactor (IGF)”, der maßgeblich an der hormonellen Steuerung des Eierstocks beteiligt ist, kommt es bei einem Insulinüberschuß zu Störungen der Eierstocksfunktion.

Der Überschuß des Insulins entsteht, weil das zuckerverarbeitende Gewebe ja nicht ausreichend auf das Insulin reagiert und die Bauchspeicheldrüse zum Ausgleich mehr von diesem Hormon ausschüttet. Solche Zusammenhänge entstehen ebenfalls bei übergewichtigen Patientinnen häufiger als bei schlanken Frauen.
Die Therapie des PCO kann daher auch in der Verabreichung insulinsenkender Medikamente bestehen.

Definition

In der NICHD-PCOS Konsensuskonferenz in den USA 1990 wurde das PCO-Syndrom erstmals definiert:

  • Zyklusstörungen (seltener oder ausbleibende Blutung)
  • einen männlichen Behaarungstyp (Hirsutismus)
  • und/oder vermehrte männliche Geschlechtshormone im Blut (Hyperandrogenämie)

Zusätzliche mögliche Probleme sind der Definition zufolge: unerfüllter Kinderwunsch und bei etwa 70% der Patientinnen PCO-typische Zysten an den Eierstöcken.
Eine neuere Definition erfolgte 2003 in Rotterdam. Demnach liegt ein PCO-Syndrom vor, wenn zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Zyklusstörung
  • Erhöhung der männlichen Hormone und/oder äußere Zeichen der erhöhten männlichen Hormonbildung
  • Polyzystische Ovarien im Ultraschall

Erstmals wurde auch ein Konsens darüber gefunden, wie die Eierstöcke aussehen müssen, um im Ultraschall als solche befundet zu werden: Polyzystische Ovarien liegen demnach vor, wenn bei der Sonographie mindestens ein Eierstock ein Volumen von mindestens zehn Milliliter und/oder mindestens zwölf “Zysten” von mit einem Durchmesser von jeweils zwei bis neun Millimeter aufweist.

Mögliche Therapie-Konzepte

Auf die Therapie wird in einem gesonderten Kapitel eingegangen. Eine komplette Beseitigung des PCO-Syndroms ist oft nicht möglich. Ziel der Therapie ist es, die männlichen Hormone abzusenken und anschließend einen Eisprung herbeizuführen. Die Behandlung besteht zunächst oft darin, die Eierstöcke und die Hirnanhangsdrüse außer “Gefecht” zu setzen und regelmäßige Blutungen herbeizuführen. Dies geschieht meist mit einer Pille, obwohl dies für Frauen mit Kinderwunsch schwer nachvollziehbar ist. Aber oft ist diese Maßnahme zur Unterbrechung des oben beschriebenen Kreislaufs notwendig. Weitere Details zu möglichen Therapiekonzepten, auch z. B. der Insulinresistenz finden Sie bei den unten aufgeführten Links.



Weitere Infos zu “PCO-Syndrom” aus unseren News

  1. Operation - Ovarian Drilling beim PCO-Syndrom am 11. März 2005

    [...] Syndrom der polyzystischen Ovarien, auch PCO-Syndrom genannt, wird in unserem Theorie-Teil ausführlich beschrieben. Es handelt [...]


  2. Wie man das PCO-Syndrom behandeln sollte am 4. März 2008

    [...]Eine Gruppe von Wissenschaftlern (The Thessaloniki ESHRE/ASRM-Sponsored PCOS Consensus Workshop Group) hat nun versucht, eine Grundlage für Richtlinien zur Behandlung des PCO-Syndroms zu erstellen. [...]


  3. PCO-Syndrom: Stellenwert des Metformins bei der Therapie am 25. März 2008

    [...] sogenannte PCO-Syndrom führt zu Zyklusstörungen bei der Frau bis hin zum Ausbleiben des Eisprungs. Mehr [...]


  4. Diagnostik des PCO-Syndroms am 26. Oktober 2008

    [...] Verweis auf einen wissenschaftlichen Artikel zur Diagnostik des PCO-Syndroms [...]


  5. “Drilling” zur Behandlung des PCO-Syndroms am 4. Mai 2009

    [...] dem sogenannten PCO-Syndrom besteht oft das Problem, dass viele kleine Eibläschen vorhanden sind (auch namensgebend als [...]


  6. Wann führt Übergewicht zum PCO-Syndrom? | PCO-Syndrom | Aktuelles zum Thema Kinderwunsch am 3. November 2009

    [...] selten werde ich bei der Aufklärung einer Patientin mit PCO-Syndrom mit der Aussage konfrontiert, dass andere Übergewichtige problemlos Kinder bekommen und es [...]


  7. PCO-Syndrom - Schwangerschaftsforum am 7. Januar 2010

    [...] mir bekannt vor, so scheint es mir zu gehen. ich sehe mich in diesen Artikel leider wieder. [...]


  8. Mein Weg zur Schwangerschaft » Blog Archive » Zum Einstieg… am 14. April 2010

    [...] Termin beim FA; Ihm fällt auf, dass ich evtl. PCO haben könnte (US). Beobachtung des Zyklus- kein ES findet [...]


Kommentare

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  1. Hallo
    Ich habe da mal eine frage ich habe seit längeren schon das PCO syndrom ich wurde erst mit Belle Hexal 35 behandelt.
    Ich habe sie auch drei Monate genommen nach die drei Monate habe ich ca 3 wochen blutungen gehabt.
    Wie es dann vorbei wahr habe ich keine blutungen mehr bekommen.Habe dann ca 2 Monate gewartet aber es kamm nichts.Dann bin ich wieder zur meiner Frauenärztin gegangen sie hat dann Ultraschal gemacht und hat gesagt das ich viele Eibläschen habe.Sie verschreibt mir jetzt MPA GYN 5 (Medroxyprogesteronacetat 5MG/ Tapletten) die soll ich nehmen sie hat mir dann auch noch Clomifen verschrieben.Hätte ich den gute Cancen kinder zu kriegen mit denen Tabletten oder nicht.


    Geschrieben von Christl am 22. Januar 2007 um 10:58
  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe ein grosses Problem, also ich war schon als Kind mollig, und als ich 16 wurde und immer noch nicht meine Regelblutung bekam, hat meine Mutter mit mir einen Gynakologen besucht.Der sagte durch meinen Übergewicht hätte ich eine Hormonale Störung sogenannte Männlichen Hormone, uns ich habe damals von ihm Primolut verschrieben bekommen, diese habe ich Jahrelang genommen, irgendwann hatte ich keine Lust mehr darauf, einfach die Tage nicht bekommen war angenehmer für mich, ich sagte zu meiner Mutter ich nehme es ein, aber ich tat es unregelmä?ig aufjedenfall.
    Nun, als ich 20 war wurde mir die Situation noch ernster, also war ich bei einer Gynakologin, sie verschrieb mir innerhalb von 2 jahren Belera, Valette, Diane weil ich mit allen zunahm, habe ich diese auch weggelassen, ich wiege 115 Kg mitlerweile bei meiner Grösse 164cm.
    Ich bin seit 2004 verheiratet, ich habe einen grossen Kinderwunsch.Das ich damals nicht wie normale Mädchen meine Periode nicht bekam störte mich nicht sehr, aber diese Situation mit meiner Unfruchtbarkeit, komme ich nicht klar.
    Wieviel müsste ich abnehmen um meinen Wunsch erfüllen zu könnnen????Musste ich auf mein Normal Gewicht kommen?Also ich bin auf Diät, ich hoffe aber trotztdem schon mit 80-90 kg Schwanger zu werden, was meinen Sie?Metformin nehmen doch Diabetiker ein, wieso wird das auch bei PCO Syndrom angewendet??heisst das ich bin auch Diabetes Krank?Meine Mutter hat Diabetes,und ich habe mein Blutzucker mit ihrem Gerät gemessen, ich war Satt gegessen, und hatte 114mg.Ist das nicht normal?Bin ich Zuckerkrank, habe extra davor viel süsses gegessen, und ca nach 45 min gemessen.Ich möchte ein Baby bitte geben Sie mir einen Rat, ich habe heute auch eine neue Ärztin besucht auch Frauenärztin.Sie ist super nett, die hat mich mit dem Ultraschall untersucht, solche kleinen Punkte waren auch auf meinen Eierstöcken.Mir wurde Blut abgenommen, und in 2 Wochen ist mein neuer Termin, mal gucken, ich habe Angst das mir wieder die Pille verordnet wird, aber die werde ich nicht nochmal einnehmen.Und wie komme ich aus diesem Teufelskreis wieder heraus??

    Ich danke für Ihre Antwort im voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tanja


    Geschrieben von Tanja am 10. Februar 2007 um 00:10
  3. @ Christl: Die Blutung bleibt ja aus, weil Sie keinen Eisprung haben. Daher ist die maßnahme, Ihre Blutung erst auszulösen und dnn mit Clomifen den Eisprung herbeizuführen, durchuas sinnvol und auch erfolgversprechend. Wie groß die Chancen sind, lässt sich jedoch schwwer abschätzen, da auch Ihr Alter, die Spermienqualität Ihres Partner, Ihre individuelle Reaktion auf das Clomifen und weitere Faktoren einen Einfluss auf das ergebnis der Behandlung haben

    @ Tanja: Mit einer Gewichtsrduktion würden Sie Ihre Chancen sicherlich erheblich verbessern können, zumal sich die Situation (Behaarung) mit der Gewichtszunahme ja auch verschlechterte. Welches Gewicht notwendig zur Normalisierung ist, kann niemand vorher sagen, vielleicht reichen auch 70-75 kg aus. Grundsätzlich gilt aber, dass jedes Kilo weniger gut und wichtig ist. metformin wird bei Insulinresistenz angewendet, siehe bitte das entsprechende Kapitel in diesem Theorie-Teil. Mit Diabetes hat das nicht direkt etwas zu tun, kann sich aber dazu entwickeln, wenn Sie Ihr Gewicht nicht reduzieren.


    Geschrieben von E. Breitbach am 25. Februar 2007 um 14:36
  4. Ich hätte eine Frage:Wie hoch ist startistisch gesehen die Möglichkeit,trotz
    PCO Syndrom ein Kind zu bekommen,ohne
    Behandlung.Und mit einer Behandlung.
    Und sind diese Kinder nach PCO Behandlung der Mutter auch gesund?


    Geschrieben von karin 34 172/98 am 17. März 2008 um 06:09
  5. @ Karin: Diese Frage kann man nicht beantworten, da die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft von zahllosen Faktoren abhängt, wie z. B. Spermiogramm, Ihr Alter und der Zustand der Eileiter, um mal die wichtigsten zu nennen. Nein, die Kinder sind nicht sicher gesund. Wie auch bei Frauen ohne PCO. Gesunde Kinder kann einem niemand garantieren.


    Geschrieben von E. Breitbach am 22. März 2008 um 02:50
  6. Hallo,

    Ich bin 34 Jahre alt, habe seit etlichen Jahren polycystische Ovarien. Ich wurde vor 3 Jahren schwanger ohne Therapie und habe seit der Geburt einen regelmäßigen Zyklus von 33 Tagen. ( Hatte ich vor der SS nicht). Im Ultraschall sieht man immer noch die zystischen Veränderungen.
    Kann es sein, dass ich trotz des regelmäßigen Zyklus mit Schleimveränderung und Mittelschmerz nie einen Eisprung habe?
    Danke für Ihre Antwort,

    Tina


    Geschrieben von Tina am 7. September 2008 um 20:35
  7. @Tina: Das ist theoretisch möglich, jedoch eher unwahrscheinlich. Durch eine Schwangerschaft kann die Problematik mit dem PCO-Syndrom durchaus verschwinden, wenngleich das nicht unbedingt auf Dauer der Fall sein muss. Um zu sehen, ob Sie einen Eisprung haben, hilft es, wenn man den Zyklus durch Messen der Basaltemperatur kontrolliert


    Geschrieben von E. Breitbach am 7. September 2008 um 20:58
  8. Hallo, Dr. Breitbach!

    Ich bin jetzt 34, habe PCO und wurde 1992 operiert (Keilexcision). Seitdem ist mein Zyklus normal, habe Eisprung, bin schlank, das einzige was daran erinnert ist mein Hirsutismus.
    Da ich aber undurchgängige Eileiter habe, bin IVF Patientin. Muss mann etwas beachten bei der Stimu in meinem Fall? Bis jetzt wurde mein PCO nicht berücksichtigt, die Ärzte sagten dass er keine Rolle spielt…
    LH und FSH sind im Norm. Offensichtlich ist aber die Qualität von den EZ nicht gut, daher 3 neg. Versuche bis jetzt:-(

    Danke,

    Kristina


    Geschrieben von gallardo am 11. November 2008 um 16:57
  9. Ich habe vor 3 Wochen vom Arzt die Diagnose beidseitig PCO bekommen, habe aber trotzdem heute meine periode bekommen. Hatte in den letzten 1 1/2 Jahren meine Periode nur Sporadisch bekommen aber seit drei Monaten alle ca. 5 Wochen.

    Kann es sein das sich trotzdem ein Eisprung entwickelt, eben nur verspätet, trotz vorheriger PCO´s (habe Sie beim Ultraschall gesehen) ?


    Geschrieben von Susann am 12. November 2008 um 14:36
  10. @gallardo: es kann schon sein, dass Sie sehr stark auf die Stimulation reagieren, daher ist eine an Ihre hormonelle Situation angepasste Stimulation unbedingt ratsam. Ansonsten kann ich leider aus der Ferne auch nicht sagen, was bei Ihnen besser gemacht werden könnte

    @Susann: Möglich ist das. Genau herausfinden kann man es jedoch nur, wenn man sich einen oder mehrere Zyklen gründlich ansieht (Zyklusmonitoring). Erst dann kann man etwas zur Behandlungsbedürftigkeit sagen


    Geschrieben von E. Breitbach am 16. November 2008 um 12:06
  11. Hallo Herr Dr. Breitbach,

    ich bin 33, sehr schlank und habe Pco. Die natürlichen Zyklen variieren extrem (von 3 bis 7,5 Wochen). Die Hormone sind wohl sogar grenzwertig normal, auch kein Diab. usw., aber im Sono deutlich PCO. Habe nun mit IVF- Behandlung begonnen- ohne Erfolg. Meine Fragen:
    1. Ist IVF-Erfolgsrate bei PCO- Pat. geringer als bei anderen Pat.?
    2. Könnte man theoretisch in den Pause-Zyklen auch noch natürlich schwanger werden? Ggf. durch zuvor erfolgte Punktion sogar erhöht?
    3. Sind bei PCO-Pat. häufiger auch die Tuben verklebt (z.B. durch zystisches Material, Blut bei Schokoladenzysten usw.)-würden sie eine zusätzliche Diagnostik diesbezüglich empfehlen?

    Vielen Dank


    Geschrieben von Uli am 31. Januar 2009 um 13:31
  12. Hallo,
    ich habe vor 2 Wochen erfahren, dass ich PCO habe, wohl aber ohne Insulinresistenz, habe aber erhöhte männl. Hormone (habe im Moment noch 6 kg Übergewicht). Muss jetzt erstmal wieder die Pille (Diane35) nehmen und dann soll mit Clomi stimuliert werden und event. zusätzlich mit Metformin. Gibt es denn zu diesen Chemibehandlungen keine Alternativen, habe große Angst vor Nebenwirkungen oder Spätfolgen bzw. vor einer Mehrlingsschwangerschaft.
    Es soll ja auch nur mit Metformin gute Erfolge geben, aber haupts. wenn man insulinresistent ist? Oder wäre das erstmal eine Alternative noch natürl. einen Eisprung zu bekommen?
    Habe auch noch eine latente Hypothyreose, muss Thyronajod75 Henning dafür nehmen. Kann eine Unterfunktion PCO auslösen und kann PCO weggehen, wenn diese behoben ist, Werte wieder normal sind? (TSH bei 2,99, T3, T4 normal)
    Natürlich will ich ein Kind, aber weiß im Moment nicht, wie ich mich behandeln lassen soll, zumal ich vor der Einnahme der Pille gar keine Zyklusprobl. hatte, hatte aber schon immer mit dem Gewicht zu kämpfen.
    Viele Grüße


    Geschrieben von Ani am 4. Februar 2009 um 12:41
  13. Hallo Herr Breitbach!
    Stoße hier gerade zufällig drauf…
    Als ich mit 14 meine Periode bekam, war mein Zyklus regelmäßig. Auf einmal dann bekam ich Schmerzen - Zysten mit 15/16, ein Eileiter musste entfernt werden. Habe die Pille nehmen müssen & aufgrund Kinderwunsch damals die Pille abgesetzt. Es kam heraus, dass ich dieses blöde Syndrom habe. Jedenfalls habe ich erst mal nicht die Pille genommen, Regel blieb aus. Haare sahen mit der Zeit ungesund aus usw…Bin sehr schlank, kaum Busen, allerdings leicht vermehrte Behaaarung. Fing wieder an die Pille zu nehmen, habe sie jetzt wieder abgesetzt, meine Zyklen werde wieder normal. Spüre, dass sich etwas in meinem Körper tut - positiv. Gebe irgendwie die Hoffnung nicht auf, dass sich mein Körper gerade selbst heilt. Bekomme auch wieder etwas mehr Ausfluss. Kann das sein? Vielen Dank!
    PS. Keine Schwangerschaft hinter mir, 29 Jahre


    Geschrieben von jane am 24. Februar 2009 um 12:43
  14. Mein problem ist das ich erst 22 jahre alt bin und die krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Hormonbehandlung mit Spritzen leider nicht da die krankenkasse erst ab 25 jahren die behandlung bezahlt. meine frage ist ob es ausnahmen gibt und ob die krankenkasse es doch übernehmen könnte. es kann doch nicht sein das ich 3 jahre warten muss bis ich 25 jahre alt bin. gibt es eine chance für mich.ich bin verheiratet seit 2006 und hab ein kinderwunsch seit 21/2 jahren!!


    Geschrieben von cindy am 14. April 2009 um 22:15
  15. Hallo!
    Bei mir wurde am Dienstag das PCO-Syndrom diagnostiziert. Meine Frage ist nun folgende: Ich wurde im Dezember 2008 auf natürlichem Wege schwanger und erlitt am 23.02.09 eine Fehlgeburt. Kann die Fehlgeburt mit dem PCO-Syndrom zusammen hängen, da es nicht vorher festgestellt wurde?
    Vielen Dank


    Geschrieben von Eilika am 19. April 2009 um 14:22
  16. Heute wurde PCO diagnostiziert, wiege 50 kg, habe regelm.28-täg.Zyklus.Bläschen lt. Ultraschall deutlich vorh…habe keine üppige Körperbehaarung…gibt es keine Möglichkeit “nur” einen Eisprung auszulösen? wie schwierig wird hier eine Schwangerschaft?


    Geschrieben von Claudia am 30. April 2009 um 23:34
  17. @ Uli:
    1.: nein, nicht generell. man spricht davon, dass die Fehlgeburtenrate etwas erhöht ist.
    2.: Das kommt auf die Ausprägung des PCO an, grundsätzlich ist das möglich
    3.: Nein, es handelt sich dabei ja nicht um Zysten, sondern nur um kleine Follikel, die verkleben nichts


    Geschrieben von E. Breitbach am 3. Mai 2009 um 21:42
  18. @ Ani: Eine Unterfunktion der Schilddrüse ist oft Folge des PCO, nicht Ursache. Ansonsten muss man den Eierstöcken schon irgendwie helfen, einen Eisprung zustande zu bekommen und da ist Clomifen das Mittel der ersten Wahl. Langzeitnebenwirkungen sind nicht zu erwarten, wenn man nicht mehr als 4-6 Zyklen durchführt und ggf. auf nebenwirkungsärmere Spritzen umsteigt, sollte kein erfolg eintreten. Metformin ist sicherlich manchmal hilfreich, aber nicht das Mittel der ersten Wahl und schon gar nicht bei fehlender Insulinresistenz


    Geschrieben von E. Breitbach am 3. Mai 2009 um 21:46
  19. @ Jane: natürlich kann sich das auch einmal normalisieren, jedoch ist dies sehr selten der Fall. Aus der Ferne kann ich das nicht einschätzen. Vielleicht wäre die Messung der Basaltemperatur sinnvoll.

    del


    Geschrieben von E. Breitbach am 3. Mai 2009 um 21:49
  20. @ cindy: Die hormonelle Stimulation der Eierstöcke wird auch bei jüngeren Frauen übernommen. Nur die verschiedenen Methoden der künstlichen Befruchtung nicht. Zu den Kosten der Behandlungen gibt es hier weitere Informationen


    Geschrieben von E. Breitbach am 3. Mai 2009 um 21:50
  21. @ Eilika: Eine Fehlgeburt ist beim PCO-Syndrom etwas wahrscheinlicher. Jedoch gibt es sehr viele Ursachen für Fehlgeburten und selbst in Kenntnis eines PCO-Syndroms hätte sie sich nicht verhindern lassen. Da Sie einen Eisprung gehabt haben müssen, kann es sich auch nicht um ein “klassisches” PCO-Syndrom gehandelt haben


    Geschrieben von E. Breitbach am 3. Mai 2009 um 21:53
  22. @ Claudia: Ja, die gibt es. Und wie unschwer zu erahnen, findet man dies im Kapitel “Therapie des PCO-Syndroms;-)


    Geschrieben von E. Breitbach am 3. Mai 2009 um 21:54
  23. Hallo Dr Breitbach
    auch ich habe wohl das PCO Syndrom (Übergewicht, Akne, Haarwuchs, etc). Eigentlich wollte ich demnächst die Pille absetzen um evtl in einem Jahr schwanger zu werden, aber aus allem was ich hier lese deute ich, dass das gar nicht nötig bzw kontraproduktiv ist. Mich stört grundsätzlich die ständige Einnahme von Hormonen, aber anscheinend brauche ich sie doch um meinen Hormonhaushalt auszugleichen, richtig? Pille absetzen oder lieber nicht? Danke…


    Geschrieben von Mari am 20. Mai 2009 um 23:58
  24. Hallo lieber Dr. Breitbach!

    Ich habe PCO mit IR und zu viele männliche Hormone. Nehme seit 2 Wochen Metformin 850g 2xtäglich. Kann ich zusätzlich Agnus castus und Folsäure einnehmen??? Oder gibt es dadurch eine Wirkungsschwäche beim Metformin? Wenn ich Agnus castus zusätzlich einnehmen darf, ist es egal wann ich damit beginne? Oder muß ich warten bis der 1.ZT wieder da ist?
    Ganz liebe Grüße annimami


    Geschrieben von annimami am 19. Juni 2009 um 09:47
  25. Hallo Dr. Breitenbach.

    Ich hätte eine Frage, ich habe vor 3 Jahren die Diagnose bekommen, dass ich das Pco-Syndrom habe. Ich habe bis ich 14 war meine Tage bekommen, wenn auch unregelmäßig. Ich bin jetzt 21 und nehme seit 3 Jahren die Pille (Diane 35). Ich habe jetzt einen Monat einfach mal den Selbstversuch gemacht und die Pille weggelassen. Meine Tage kamen pünktlich. Ist das für mich ein gutes Zeichen, was meinen Zyklus angeht, oder ist das einfach nur, weil ich die Pille schon so lange einnehme? Ich frage, weil sich doch denke ich mal durch einen *vernünftigen* Zyklus auch eher eine Schwangerschaft einstellen könnte, oder hat das damit nichts zu tun ?

    lg Tinkerbell


    Geschrieben von Tinkerbell88 am 22. September 2009 um 14:38
  26. Hallo,
    kann man auch PCO haben, wenn man regelmässig (30 Tage) seine Regel bekommt ???
    Ich musste wegen meiner Schilddrüse zu einem Hormon-Arzt. Dieser stellte bei mir zu viele männl. Hormone (>1) fest. Fragte mich auch gleich, ob ich überhaupt noch meine Regel habe.
    Mein Freund und ich versuchen schon seit 2003 ein Baby zu bekommen. Zudem bin ich 1,83 cm gross, übergewichtig und habe etwas Damenbart.
    Habe ich PCO ?


    Geschrieben von Gina am 24. November 2009 um 14:40
  27. @Gina: Man kann auch bei einer regelmäßigen Blutung ein (leichtes) PCO-Syndrom haben. Da reicht das Bild der Eierstöcke im Ultraschall, die Behaarung und die erhöhten männlichen Hormone. Ohne entsprechende Befunde kann ich jedoch nicht sagen, ob Sie nun wirklich ein PCO-Syndrom haben. Auf jeden Fall haben Sie einen dringenden Handlungsbedarf, was den Kinderwunsch angeht, wenn Sie es nun schonj seit 5 Jahren versuchen


    Geschrieben von E. Breitbach am 24. November 2009 um 21:55
  28. guten tag herr breitenbach,
    ich weiß nicht ob ich hier richtig bin,- meine frage ist eher allgemein: meine tage sind regelmäßig, nur kommt es vor, dass ich zwei tage menstruiere, dann ein bis zwei tage nicht oder nur wenig, und dann wieder zwei tage.
    .. daume mal pi:-)
    könnte das was mit gelbkörpermangel zu tun haben? obwohl schmierblutungen in dem sinn sind es ja nicht?

    danke im voraus und freundliche grüße,


    Geschrieben von Anonym am 30. November 2009 um 06:28
  29. Das klingt nicht nach den Symptomen einer typischen Gelbkörperschwäche. In dem dazu passenden Artikel wäre IHre Frage besser aufgehoben gewesen


    Geschrieben von E. Breitbach am 30. November 2009 um 22:40
  30. Hallo Herr Breitbach!
    Ich hatte Ende Februar bereits einen Eintrag hier gelassen - ich habe sehr lange PCO. Doch irgendwie habe ich die Hoffnung nie aufgegeben, dass es eines Tages gut würde, dass sich mein Körper verändert…siehe da! ich komme morgen in SSW 30. Alles gut soweit & das alles ohne Fremdeinwirkung.

    Viel Glück & Ausdauer Euch allen!!

    Jane


    Geschrieben von jane am 17. Dezember 2009 um 16:59
  31. @jane: Herzlichen Glückwunsch!


    Geschrieben von E. Breitbach am 17. Dezember 2009 um 23:01
  32. Hallo Herr Breitbach,

    diese Woche wurde bei mir per Sono PCOS diagnostiziert. Ich war bei der Gynäkologin, weil mein Zyklus nach absetzen der Pille im April noch unregelmäßiger wurde, als er vor der ersten Einnahme der Pille (damals auch mit großen SZ verbunden) war.
    Ich bin 21 Jahre alt und sehr schlank. Meine Ärztin sagte mir, ich solle mir keine Gedanken machen, es wäre schließlich keine Krankheit, sondern ein Syndrom.
    Da ich - abgesehen von den PCO - nicht unter weiteren Anzeichen litte, wäre keine Behandlung nötig. Nachdem ich mich jetzt ein bisschen informiert habe mache ich mir allerdings so meine Gedanken:
    Kann es sein, dass das Syndrom bei mir erst vor kurzem zur Ausprägung kam, ich mir also Sorgen machen muss, in der nächsten Zeit extrem Zuzunehmen oder eine starke Körperbehaarung zu entwickeln? Wäre es außerdem nicht trotzdem sinnvoll, meinen Hormonspiegel zu testen und mal nach den Insulinwerten zu sehen? Zusätzlich habe ich seit vielen Jahren eine Tachykardie (unabhängig von der Schilddrüse, Herz selbst scheint gesund) ungeklärter Ursache (Ruhepuls ca. 110 trotz Ausdauertrainig, bestätigt durch LZ RR) Könnte ein Zusammenhang bestehen?

    Viele Grüße und Dankeschön, Marion


    Geschrieben von Marion am 23. Dezember 2009 um 16:16
  33. @Marion: Dies ist keine Verständnisfrage zum obogen Text und wäre daher besser in unserem Forum aufgehoben gewesen. Wenn Sie sehr schlank sind, ist eine Insulinresistenz eher unwahrscheinlich. Eine Hormonuntersuchung ist sicherlich anzuraten, wenn die Zyklen unregelmäßig sind. sollten Sie ein sehr geringes Körpergewicht haben, dann kann es auch sein, dass dem eine Hypophysenstörung zugrunde liegt, die sich dann auch in einem PCO-Syndrom äußern kann, ohne jedoch ein klassisches zu sein


    Geschrieben von E. Breitbach am 13. Januar 2010 um 23:18
  34. @ Mari: Wenn Sie nicht jetzt schwanger werden wollen, dann ist es bei PCO vermutlich besser, die Pille weiterzunehmen, bis der Kinderwunsch konkret wird


    Geschrieben von E. Breitbach am 4. April 2010 um 12:20
  35. @ annimami: Mönchspfeffer und Folsäure können Sie auch mit dem Metformin zusammen einnehmen. In beiden Fällen ist die Einnahme zyklusunabhängig.


    Geschrieben von E. Breitbach am 4. April 2010 um 12:23