Insulinresistenz


Die Insulinresistenz wurde früher auch "Alterszucker" genannt, hat mit dem insulinpflichtigen Diabetes jedoch nichts zu tun, sondern mit einer Unempfindlichkeit des Körpers gegenüber dem Insulin. Hohe Insulinspiegel beeinflussen den Hormonhaushalt Foto von cocoinzenl
Die Insulinresistenz wurde früher auch „Alterszucker“ genannt, hat mit dem insulinpflichtigen Diabetes jedoch nichts zu tun, sondern mit einer Unempfindlichkeit des Körpers gegenüber dem Insulin. Hohe Insulinspiegel beeinflussen den Hormonhaushalt
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Eine der klassischen Begleiterscheinungen des PCO-Syndroms ist das Übergewicht, welches auch als eine der wesentlichen Ursachen für die Entstehung des Krankheitsbildes gilt. Dieses Übergewicht verstärkt die ohnehin (meist genetisch) vorgegebene Neigung zu einer sogenannten Insulinresistenz.

Die Insulinresistenz führt zu erhöhten Insulinspiegeln im Blut

Die Ursache für eine Insulinresistenz liegt in einer Störung bei der Übertragung des Insulins in die Zelle. Normalerweise werden beim Andocken von Insulin an eine Zelle spezielle Transporteiweiße bereitgestellt, über welche die Zuckermoleküle eingeschleust werden. Bei der Insulinresistenz ist diese Bereitstellung gestört und es wird zu wenig Zucker zur Energieversorgung in die Zelle aufgenommen. Kompensatorisch wird nun die Produktion des Insulins in der Bauchspeicheldrüse erhöht, um die Zuckerverwertung dennoch aufrecht zu erhalten. Es resultieren erhöhte Insulinspiegel im Blut (Hyperinsulinämie).

Wirkung des Insulins auf den Hormonhaushalt

Die so entstehende Hyperinsulinämie erhöht widerum die Blutspiegel der männlichen Hormone. Dies geschieht durch eine direkte Wirkung am Eierstock und durch eine vermehrte Ausschüttung von LH aus der Hirnanhangsdrüse. Diese erhöhten LH-Spiegel regen den Eierstock zur Produktion von männlichen Hormonen an. Da Insulin auch den Leberstoffwechsel beeinflusst, werden dort geringere Mengen an „SexualHormonBindendemGlobulin“ (SHBG) gebildet. Dieses Eiweißmolekül bindet Hormone an sich, welche dann transportiert werden können. Durch diese Bindung werden sie jedoch vorübergehend unwirksam. Ist nun weniger SHBG vorhanden, dann steigen die Blutspiegel des freien Testosterons an und das PCO wird dadurch verstärkt.

Bei Kohlenhydraten sind Diätfehler vorprogrammiert

Oft ist die Insulinresistenz mit Übergewicht vergesellschaftet. In solchen Fällen ist es wichtig, Kohlenhydrate zu vermeiden. Denn diese bringen den Insulinspiegel schnell in die Höhe und wenn die Zucker dann abgebaut sind, bleibt der Insulinspiegel weiterhin hoch. Heißhungerattacken bei hochem Insulin und niedrigem Blutzucker sind die Folge, was das Einhalten von Diäten nicht vereinfacht.

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