Die Kinderwunsch-Seite
Home Theorie News Zentren Bücher Interaktiv FAQ Links Forum





Print This Page
Hypophysen-Störung

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 26.09.2004 | zuletzt geändert am 05.02.2006)

Um die Funktion der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und ihre Bedeutung für den Eintritt einer Schwangerschaft zu verstehen können Sie hier noch einmal die normale Funktionsweise ansehen.

Ausbleiben der Blutung ist ein häufiges Symptom

Bei Frauen, die nie ohne Hormone eine Regelblutung bekommen haben (primäre Amenorrhoe) liegt in über 10% eine Störung der der Hirnanhangsdrüse vor. Diese ist meist bedingt durch eine Störung der zentralen (übergeordneten) GnRH-Produktion. Der Hypothalamus schüttet sein Hormon (GnRH) in regelmäßigen Pulsen aus. HypophyseDieser Rhythmus ist wichtig für eine normale Reaktion der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Die Hypophyse ist nur dann in der Lage ihre Hormone (LH und FSH) zu produzieren, wenn sie die richtigen “Kommandos” vom Hypothalamus bekommt. Ist dies nicht der Fall, wird FSH und LH nur noch in sehr geringen Mengen ausgeschüttet und die Eierstöcke erhalten kein ausreichendes Signal zur Ausreifung von Eizellen. Damit findet auch keine Östrogenproduktion und kein Eisprung statt. Der medizinische Begriff dazu ist “Störung der Hypothalamisch-hypophysären Achse”.

Stress und Magersucht können Ursachen für eine Störung der Hypophysenfunktion sein

Eine solche Störung kann auch vorübergehend durch Streßsituationen, durch eine ungesunde Gewichtsverminderung (oder gar Magersucht/Bulimie) oder durch intensiven Leistungssport erworben werden. Die Hypophyse kann aber auch direkt geschädigt sein, z. B. durch Tumore und durch eine akute Durchblutungsverminderung. Dies ist aber sehr selten.

Medizinisch zeichnet sich ein (teilweiser) Funktionsausfall der Hirnanhangsdrüse durch folgende Befunde aus: Die Hormone der Hypophyse (LH und FSH) sind deutlich erniedrigt. Die Östrogene sind ebenfalls sehr niedrig (Normwerte der wichtigsten Hormone). Ein Eisprung findet nicht mehr statt. Eine Regelblutung tritt nicht oder nur noch sehr selten auf.

Als Therapie sollten evtl. bestehende Ursachen beseitigt werden (Streßverminderung, Umstellung der Eßgewohnheiten, operative Entfernung eines Tumors). Außerdem kann man das GnRH dem Körper mit speziellen Pumpen in den gewünschten “Schüben” zuführen und damit die Hirnanhangsdrüse zu einer normalen Hormonproduktion anregen.

Weiterführende Links:

3 Kommentare Fragen und Kommentare abgeben



3 Antworten auf “Hypophysen-Störung”

Aktuelle News zum Thema

Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. Yvonne schreibt:

    Meine Schwester (40J.) produziert lt. Laborbefund genügend LH + FSH, bildet aber keine Eibläschen, hat jetzt einen regelmäßigen Zyklus (früher aber nicht, da sie Anorexie+später Bulimie hatte) - außerdem hat sie Morbus Raynaud, spielt das eine Rolle?
    Der Gynäkologe sagt, man kann nix machen, da sie keine Eibläschen produziert.
    Was kann man tun?

  2. E. Breitbach schreibt:

    Siehe hier

  3. tamara schreibt:

    Da ich ohne Hilfe von Hormonen meine Tage nie oder nur fast selten kriege war ich beim Arzt. Nach einer kurzen Ultrashall untersuchung meinte er, wenn ich schwanger werden will, sollte die Ovulation mit Clomifen und Spritzen stimuliert werden.
    Der Besuch war sehr kurz und ich hatte keine Gelegenheit zu fragen. Konnte er anhand der Untersuchung evtl. sehen, dass siich bei mir keine Eibläschen bilden???
    Zurzeit habe ich durch Cyclo Proginova einen regelmässigen Zyklus, der hilft jedoch nicht wenn es tatsächlich stimmt, dass bei mir keine Ovulation ohne Hilfe stattfindet?! ist das korrekt?

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Dies ist eine No-nofollow-Seite.
Eingegebene Links werden von Suchmaschinen verfolgt.
Spam wird gelöscht.