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Gelbkörper-Schwäche

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 20.11.2003 | zuletzt geändert am 19.02.2006)

Die sogenannte Gelbkörperschwäche oder auch Lutealinsuffizienz ist eine der am häufigsten gestellten Diagnosen bei der Behandlung steriler Paare. Bei Auftreten eines Eisprungs kommt es im Anschluss zu einer ungenügenden Gelbkörperausbildung.

Symptome der Gelbkörperschwäche

Da das Gelbkörperhormon nach dem Eisprung für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos verantwortlich ist und auch zur Erhaltung der Schwangerschaft wichtig ist, kommt es zu einer Einnistung unter schlechten hormonellen Bedingungen und häufig zu einem frühen Abort. Die Symptome, die mit dieser Störung einhergehen, sind ein verkürzter Zyklus (die zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung ist verkürzt) bei regelmäßigem Eisprung. Der Blutspiegel des Gelbkörperhormons in der zweiten Zyklushälfte ist erniedrigt. (Normwerte der weiblichen Hormone)

  • verkürzte zweite Zyklushälfte (< 12 Tage)
  • Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte
  • Niedrige Gelbkörperhormon-Spiegel im Blut
  • Fehlgeburten

Die Gelbkörperschwäche ist Folge der gestörten Eizellreifung

Die Gelbkörperschwäche ist keine eigenständige Erkrankung. Letztlich ist sie regelmäßig die Folge einer unzureichenden Follikelreifung, denn aus dem Eibläschen entsteht nach dem Eisprung ja der Gelbkörper. Als Behandlung ist daher eine Unterstützung der Follikelreifung angezeigt. Die Gabe von Hormonen zur Unterstützung der Eibläschenentwicklung führt zu einer Verbesserung der Gelbkörperfunktion und auch die von den Östrogenen und dem Gelbkörperhormon abhängige Funktion der Gebärmutterschleimhaut wird dadurch unterstützt.

Spezielle Variante: Das LUF-Syndrom

Eine häufig genannte Ursache für die Gelbkörperschwäche ist das sogenannte LUF-Syndrom (=Luteinisierter Unrupturierter Follikel), also ein Follikel, der bei Erreichung der Reife nicht “springt “und die Eizelle nicht freigibt. Das LUF-Syndrom soll häufig in Zusammenhang mit einer ungeklärten Sterilität oder Endometriose bestehen. In großen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, daß es im genannten Risikoklientel in 4,9% der spontanen Zyklen auftreten kann, aber nur bei 9% dieser Frauen wiederholt es sich in einem zweiten Zyklus. Es ist also unwahrscheinlich, daß eine Frau ausschließlich aufgrund eines LUF-Syndroms nicht schwanger wird. Das LUF-Syndrom geht nicht zwangsläfig mit den Symptomen der Gelbkörperschwäche einher, sondern kann durch Zystenbildung den Zyklus sogar verlängern.

Hormonelle Störungen wie erhöhte männliche Hormone, erhöhte Prolaktinspiegel oder Schilddrüsenstörungen können den Eisprung völlig unterdrücken. Oft resultiert aber “nur” eine Eizellreifungsstörung, die zu einer Gelbkörperschwäche führt.

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3 Antworten auf “Gelbkörper-Schwäche”

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Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. yvonne schreibt:

    Hallo ich hab da mal eine frage!meine freundin bringt mich immer wieder zum grübeln.ich denke das sie mich belügt.sie kam neulich vom frauenarzt und sagte sie habe zysten.das komische was mich zum nachdenken bringt ist sie muss alle 4 wochen zur kontrolle.ich finde dies bischen lang.das nächste sie nahm schon eine weile keine pille mehr.nach dem letzten besuch sagte sie ihr wurde blut abgenommen und ein abstrich gemacht.das kann ich mir bei zysten nicht vorstellen.denn mit jedem mit denne ich sprach die ebenfalls zysten haben wurde sowas nicht gemacht.sie meinte die zysten wären jetzt schon 3 cm groß.neulich kam sie wieder vom arzt und erzählt mir sie habe eine gelbkörperschwäche.nimmt aber keine preperate oder sonstiges und führt eine temperatur kurve.in 4 wochen muss sie wieder zum arzt und es wird wieder ultraschall von innen gemacht.ich habe selbst 2 kinder und weiß wie die abstände socher vorsorgeuntersuchungen sind.kann es denn sein das sie schwanger ist und es sich nicht getraut zu sagen?weil sie genau weiß das es ärger mit dem freund geben würde?ich würde mich riewsig freuen wenn sie mir bischen licht ins dunkle bringen könnten.

  2. E. Breitbach schreibt:

    Nein, in dieses Dunkel werde ich sicherlich kein Licht bringen. Frage Sie Ihre Freundin. Sie wird Ihnen antworten. Wir sind hier nicht bei Dr. Sommer.

  3. kerstin schreibt:

    Hallo,
    ich habe folgendes Problem. Lt.FA habe ich eine Gelbkörperschwäche, so daß kein Eisprung stattfindet (mit Persona so auch bestätigt). Nun bekomme ich zur Follikelreifung Clomifen und habe auch anscheinend einen Eisprung (lt.Persona). Aber ich bekomme immer noch schon am 25. ZT eine Schmierblutung, die ca. 3 Tage dauert bevor die eigentliche Mens beginnt. Normaler Zyklus ist bei mir 28/29 Tage. Kann nun trotz unterstützem Eisprung mit Clomifen noch eine Gelbkörperschwäche existieren, die das Ei beim Einnisten hindert? Lt.FA und Ultraschalluntersuchung sind am 14 ZT “schöne” Eier sichtbar 2,2 cm. Oder kann es sein, daß das Ei doch nicht springt, trotz Personaanzeige? Wie läßsich sonst die verlängerte Mens insbesondere die Verkürzung der 2. Zyklushälfte erklären? Angeblich soll ansonsten der Hormonhaushalt bei mir normal sein.

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