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Erhöhte männliche Hormone


Warten auf die Blutung……..

frau_wartend.jpgBei ungefähr einem Drittel aller Frauen mit unregelmäßiger Monatsblutung sind erhöhte Spiegel männlicher Hormone die Ursache. Der geläufige Ausdruck “männliche Hormone” ist eigentlich nicht richtig. Jede Frau hat diese Hormone und diese sind auch wichtig für ein reibungsloses Zusammenspiel der hormonellen Wirkungen auf den weiblichen Körper. Allerdings weisen diese Hormone beim Mann normalerweise wesentlich höhere Blutspiegel auf, weshalb dieser Begriff verwendet wird. Der medizinische Ausdruck ist Androgene. Es sind viele Androgene bekannt, die wichtigsten sind das Testosteron und das DHEAS (steht für Dihydroepiandrosteron). Die Normwerte der wichtigsten Hormone finden Sie hier.

Erhöhte Androgenspiegel im Blut (auch als “Hyperandrogenämie” bezeichnet) führen zu Störungen der Eizellreifung bis hin zum Ausbleiben des Eisprungs, was sich in seltenen, unregelmäßigen bis hin zu ausbleibenden Monatsblutungen bemerkbar macht.

Wo werden die Androgene gebildet?

Bei der Frau werden diese Hormone an mehreren Stellen produziert. Im Eierstock bilden spezielle Zellen (Thekazellen), die zwischen den Follikeln liegen, hauptsächlich Testosteron und ein weiteres männliches Hormon, das Androstendion. Die Thekazellen werden zu dieser Hormonproduktion von der Hirnanhangsdrüse angeregt und zwar mit Hilfe des Hypophysenhormons LH. Daraus ergibt sich die sogenannte “Zweizelltheorie”: Die Thekazellen des Eierstocks stellen unter dem Einfluss des LH der Hypophyse Androgene her und die Zellen der Eibläschen, die die eigentliche Eizelle umgeben (Granulosazellen) produzieren unter dem Einfluss des FSH aus der Hirnanhangsdrüse die Östrogene.

Die Nebennierenrinde ist der zweite wichtige Ort für die Androgenproduktion, DHEAS wird hauptsächlich hier synthetisiert. Aber auch Testosteron entsteht hier, in etwa der gleichen Menge wie im Eierstock. Der letzte wichtige Ort für die Entstehung der Androgene ist das Fettgewebe (knapp die Hälfte des Testosterons stammt aus der Umwandlung hormoneller Vorstufen in Testosteron). Im Fettgewebe werden aber auch Androgene in Östron, ein Östrogen umgewandelt.

Auch erhöhte Prolaktinspiegel können mit vermehrter Produktion männlicher Hormone einhergehen. Dies wird zum einen mit den niedrigen Blutspiegeln weiblicher Hormone durch den ausbleibenden Eisprung begründet und zum anderen mit einer Stimulation der Produktion männlicher Hormone in den Nebennieren durch die erhöhten Prolaktinspiegel.

Symptome und Ursachen

Oftmals lassen sich die Ursachen einer Androgenerhöhung nicht feststellen. Bekannte Ursachen sind eine vermehrte Synthese der Nebennieren insbesondere in jugendlichem Alter und Übergewicht. Während sich die erhöhten Werte bei jugendlichen Frauen noch normalisieren können, ist bei übergewichtigen Frauen eine Diät unumgänglich. Da Übergewicht auch Störungen des Insulinhaushaltes bewirken kann und die dadurch erhöhten Insulinspiegel im Blut ebenfalls den Androgenhaushalt beeinflussen, ist die Gewichtsreduktion oft die beste Therapie. Mehr dazu auch im Kapitel “PCO-Syndrom“.

Andere Ursachen sind Enzymdefekte, welche die normale Produktion der Hormone beeinflussen. Bei diesem sogenannten “Adrenogenitalen Syndrom” können bestimmte Hormone nicht gebildet werden und es kommt statt dessen zu einer überschießenden Bereitstellung von Androgenen. Eine weiterer, jedoch deutlich seltenerer Grund für einen Überschuss an männlichen Hormonen sind Tumore, welche Hormone bilden können und sich meist am Eierstock befinden.



Weitere Infos zu “Erhöhte männliche Hormone” aus unseren News

  1. Lange Pilleneinnahme führt nicht zu Unfruchtbarkeit | Wissenschaft | Aktuelles zum Thema Kinderwunsch am 13. April 2005

    [...] eine Frau mit einem PCO-Syndrom sogar davon, dass die üblicherweise im natürlichen Zyklus erhöhten männlichen Hormone abgesenkt werden.[...]


Kommentare

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  1. Hallo.
    Ich bin heute genau 2Monate mit meiner Periode überfällig und da ich nicht schwanger bin habe ich ein Blutbild machen lassen beim Frauenarzt,heute kam der Test und musste erfahren das ich zuviele Männliche Hormone habe…
    Ich habe jetzt ne Pille verschrieben bekommen die Bella HEXAL 35 heisst,das soll den Hormonhaushalt wieder anregen und die männlichen Hormone senken.Danach meint mein Arzt klappt es auch mit dem Nachwuchs…
    Bin ja schon Mami von einem Sohn und da wir ein zweites geplant haben bin ich ganz froh drüber das ich diese Verschrieben bekommen habe!


    Geschrieben von sani1506 am 24. April 2008 um 20:41
  2. Hab noch was vergessen,mein Arzt sagt das es reicht wenn man Sie nur 3 Monate nimmt


    Geschrieben von sani1506 am 24. April 2008 um 20:43
  3. @sani1506: War das jetzt eine Frage? Die Pille, die er verschrieben hat, ist eine Antibaby-Pille, die die von Ihnen beschriebenen Wirkungen hat. Dazu finden Sie mehr hier


    Geschrieben von E. Breitbach am 26. April 2008 um 12:17
  4. Wie lange dauert es bis sich der Hormonspiegel normalisiert wenn man abnimmt?


    Geschrieben von Kerstin am 20. Juni 2008 um 21:27
  5. @Kerstin: Das ist individuell sehr unterschiedlich und kann daher nicht pauschal beantwortet werden


    Geschrieben von E. Breitbach am 20. Juni 2008 um 21:37
  6. Hallo
    Mein Frauenarzt hat auch festgestellt, dass ich zuviele männliche Hormone habe und hat mir jetzt die Pille verschrieben. Hatte in der letzten Zeit extremen Haarausfall (Kopf) und sonst verstärkte Körperbehaarung und Hautunreinheiten. Meine Tage waren auch sehr unregelmäßig und schwach.
    Wie lange dauert es denn ungefähr bis sich das mit den Haaren wieder normalisiert und reicht die Anti-Baby-Pille überhaupt aus dafür? Müsste man nicht auch nach Ursachen forschen oder direkt Hormone nehmen??? Leide wirklich sehr darunter und möchte, dass sich das möglichst schnell normalisiert…


    Geschrieben von Daniela am 9. Oktober 2008 um 21:00
  7. @Daniela: Das ist ohne konkrete Hormonwerte nicht zu beurteilen. Dass die Körperbehaarung weniger wird, ist eher nicht zu erwarten, Sie wird nur nicht mehr zunehmen. Der Haarausfall kann sich unter der Pille normalisieren


    Geschrieben von E. Breitbach am 10. Oktober 2008 um 11:49
  8. hallo ich wünsche mir nachdem ich schon 2 töchter habe umbedingt einen sohn gibt es irgend ein geheimnis das es funktioniert?


    Geschrieben von Petra Mikulovic am 25. Februar 2009 um 22:14
  9. Hallo,
    ich nehme seit Juni/Juli das Medikament METFORMIN nachdem meine FA “zu viele männliche Hormone” festgestellt hat. Die letzten Monate hatte ich immer einen regelmäßigen Zyklus von etwa 30-34 Tage. Jetzt bin ich etwa 10 Tage überfällig. Kann es sein dass ich schon schwanger bin? Habe allerdings vor 5 Tagen einen SS-Test gemacht, der war aber leider negativ. Kann es sein das die Werte noch zu schwach waren oder das Metformin einen Test beeinflusst.

    lG
    Simone


    Geschrieben von Simone am 3. November 2009 um 13:38
  10. hallo zusammen,

    als ich jetzt eure Beiträge gelesen habe, war ich beruhigt zu wissen dass ich nicht alleine bin. Habe im Jahr 2006 geheiratet und wir wollten natürlich sofort ein Kind bekommen, leider habe ich auch zuviele männliche Hormone (merkt man am haarwuchs, extrem stark!), musste dann im April diesen Jahres zur Ausscharbung, weil ich meine Tage über ein Jahr nicht bekommen habe und sie dann 2 Monate durchgängig hatte und ehrlich gesagt so schlimm dass ich mich am Tag 3 mal umziehen musste! Jetzt wurde mir auch Metformin verschrieben sowie die Pille, diese nehme ich nun seit 5 Monaten (muss sie noch 1 Monat nehmen), merke einen Unterschied, der Haarwuchs ist extrem zurück gegangen. Jetzt im November muss ich zum erneuten Blutabnehmen zwecks Hormone. Bin gespannt was raus kommt. Gibt es jemanden der das gleiche Problem hat wie ich und doch auf natürlichem Weg schwanger wurde? Noch eine Frage kostet es auf dieser Seite was wenn ich mich registriere?
    gruß


    Geschrieben von gluecksfee am 4. November 2009 um 20:19
  11. @gluecksfee: Nein, es kostet natürlich nichts, wenn Sie sich registrieren und sie können im Forum auch unregistriert Fragen stellen. Zum Austausch sind die Foren auch gedacht, weniger diese Kommentarfunktion hier


    Geschrieben von E. Breitbach am 4. November 2009 um 20:59
  12. Hallo zusammen,

    durch eine Blutabnehme an ZT 54 wurde festgestellt, dass mein gesamt Testosteron mit 0,91 µg/l über dem Referenzwert von 0,10-0,70 µg/l liegt.

    Dennoch habe ich laut Tempikurve ( http://www.mynfp.de/display/view/93844/ )ca. an ZT 58 einen ES gehabt! Und an ES+14 habe ich dann positiv getestet. Zufällig hatte ich am gleichen tag einen Termin bei meiner nun neuen FÄ, die aber auf dem US noch nichts sehen konnte. Zwei Tage (ca. ES+16) später wurde mir dann Blut abgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass mein ß-hCG-Wert bei 500 IU/l liegt. Die weiteren Werte, deren Feststellung wohl schwieriger ist, wurden noch nicht bewertet, ich weiß aber schon, die Arzthelferin sagte mir aber schon ganz betroffen, dass meine männlichen Hormone erhöht seien (das ist für mich jetzt aber nicht so die Überraschung!).

    Kann ein erhöhter Testosteronwert negative Auswirkungen auf eine schon besstehende Schwangerschaft haben? Und z.B. in einem erhöhten Fehlgeburtrisiko münden? könnte man dieses senken, indem man den Wert medikamentös senkt oder hilft das jetzt nichts mehr?

    Vielen Dank schonmal für die Antwort und Gruß
    Antje


    Geschrieben von walross499 am 11. November 2009 um 11:15
  13. Man kann die männlichen Hormone absenken. In sehr seltenen Fällen, wenn es genetisch bedingt ist, kann das sogar hilfreich sein dies auch in der Schwangerschaft zu tun. Wenn Sie also ein AGS haben (mehr im Theorie-Teil). Ansonsten ist es für den Verlauf der Schwangerschaft von geringer Bedeutung


    Geschrieben von E. Breitbach am 12. November 2009 um 00:43
  14. ich habe das problem auch mit der hormonstörung hab auch schon richtig viel durch aber bisher hat es nicht geklappt ok 6 jahre nicht verhüten müssen is schon nicht schlecht aber wenn man dann nen kind haben will etwas unpassend =(
    hab von meiner FA climen bekommen ein medikament für die wechseljahre wodurch ich nen hormonschub bekam und es zu regel kam für ne hormon bestimmung nun hab ich die wahl ne pille zu nehmen oder cortison und metformin.
    aber dadurch das ich schon nicht die dünnste bin will die das cortison nicht weil man davon noch mehr aufgeht oder?
    kann mir jemand was raten?


    Geschrieben von Angel am 7. Dezember 2009 um 12:09
  15. ich habe auch erhöhte Androgene..so ziemlich alle Androgene sind erhöht. Meine Periode kommt aber jeden Monat (mit 2-4 Tagen Verschiebung), neige eher zum Untergewicht, Eierstöcke seien auch ok und AGS wurde auch ausgeschlossen.

    Mein Problem ist die Akne und seit nem halben Jahr Haarausfall (der aber auch von der Schilddrüse&Eisen kommten könnte).

    Frage mich auch WOHER kommt das?? Bin zwar Südländer und einige in meinem Familienkreis hatten Akne…aber es muß doch einen Grund für die erhöhten Androgene geben.


    Geschrieben von Magda am 11. Dezember 2009 um 15:27
  16. Hallo alle zusammen,
    ohh bin ich froh,dass ich nicht alleine diese Probleme habe… Ich habe heute erfahren,dass ich zu viele männliche Hormone habe,habe allerdings kein vermehrten Harwuchs oder ähnliches,aber leider kommen meine Tage schon seit einem halben Jahr nicht mehr… Übergewichtig bin ich zusätzlich auch noch. Mein FA hat esagt,ich soll im Januar wieder kommen,er verschreibt mir dann die Pille. Unbedint würde ich meinen rößten Wunsch schwanger zuwerden zu verwirklichen. Meine Frage ist: Wenn ich nun abnehme, bekomme ich meine Tage dann wieder?
    Liebe Grüße an alle!!!


    Geschrieben von Nilla2007 am 16. Dezember 2009 um 19:03
  17. @Nilla2007: Die Chancen schwanger zu werden steigen mit einer Gewichtsreduktion auf jeden Fall deutlich. In unseren Foren können Sie sich dazu ausführlicher austauschen, dies hier ist nur eine Kommentarfunktion zum obigen Text


    Geschrieben von E. Breitbach am 17. Dezember 2009 um 23:09
  18. @ Magda: es mag sein, dass es einen Grund gibt, aber den wird man auf diesem Wege nicht heruafinden können, damit überfordern Sie die Möglichkeiten des Internets


    Geschrieben von E. Breitbach am 18. Dezember 2009 um 02:16
  19. @ Angel: Zur Behandlung der männlichen Hormone können Sie in weitern Kapiteln dieser Seite noch nachlesen. Da man Ihre Befunde nicht kennt, kann man Ihnen natürlich auch nichts raten. Für speziellere Fragen stehen Ihnen unsere Foren zur Verfügung


    Geschrieben von E. Breitbach am 18. Dezember 2009 um 02:26
  20. Meine Ärztin hat bei mir auch einen erhöhten Testosteronspiegel festgestellt, zudem bin ich stark übergewichtig. Mit dem Schwangerwerden klappt es nicht, allerdings habe ich alle 32-35 Tage meine Periode (immer sehr stark). Die Ärztin hat Verdacht auf PCO, aber so wie ich das lese, hat man da ja dann nur sehr unregelmäßig Blutungen und wohl auch nur schwach?


    Geschrieben von Sandy am 13. Februar 2010 um 05:31
  21. Hatte noch vergessen, mit unserem ersten Kind hatte es auf Anhieb geklappt, hatte da allerdings 15-20kg weniger…


    Geschrieben von Sandy am 13. Februar 2010 um 05:32
  22. Hallo,
    kann man bei der Diagnose “erhöhte männliche Hormone” auch homöopathisch behandeln? Ich habe die hormonelle Verhütung vor 1,5 Jahre beendet, um keine Hormone nehmen zu müssen. Und jetzt würde ich auch gern auf die “Pille” als Heilmittel verzichten.


    Geschrieben von littleangel am 20. März 2010 um 12:55
  23. @ Petra: Da sind sie hier in diesem Kapitel zwar völlig falsch, aber folgen Sie mal diesem Hinweis: Mädchen oder Junge, Methoden zur Wahl des Geschlechts


    Geschrieben von E. Breitbach am 4. April 2010 um 12:30
  24. @ littleangel: Versuchen kann man eine homöopathische Therapie natürlich. Aber die Erfolgschancen damit sind naturgemäß eher gering, wenn man keine gezielte Therapie durchführen kann


    Geschrieben von E. Breitbach am 4. April 2010 um 12:36
  25. @ Sandy: Der Verlauf bei Ihnen ist eigentlich typisch. Beim ersten Kind klappt es problemlos aber durch die Kilos, die man durch die Schwangerschaft huinzubekommt, wird es mit dem zweiten Kind schwieriger. Die unregelmäßige Blutung ist sicherlich eines der Hauptsymptome des PCO-Syndroms, jedoch muss es nicht zwingend so sein und man kann auch bei relativ regelmäßigen Zyklen ein PCO-Syndrom haben und auch der Eisprung muss nicht unbedingt eintreten trotz der regelmäßigen Blutung


    Geschrieben von E. Breitbach am 4. April 2010 um 12:39