Psyche


Psyche und wiederholte Fehlgeburten

Das Ausmaß der psychosomatischen Aspekte bei der Entstehung von Aborten ist extrem schwer einzuschätzen. Wiederholte Aborte führen zwangsläufig zu psychischen Problemen, zumindest bei Eintritt einer erneuten Schwangerschaft, so dass Ursache und Wirkung nicht getrennt werden können.

Häufig werden von der betroffenen Frau die Aborte schuldhaft empfunden, so als hätte sie nicht „richtig funktioniert“. Die Unsicherheit über die eigene Fähigkeit eine Schwangerschaft auszutragen und der Glaube, dass „irgend etwas mit mir nicht stimmt“ führt zu einer pessimistischen Grundhaltung, welche möglicherweise eine psychische Basis für weitere Fehlgeburten ist.

In solchen Fällen kann eine psychosomatische Mitbetreuung der Paare wichtig sein. Der Erfolg einer psychologischen Betreuung konnte in Studien zweifelsfrei nachgewiesen werden. Sicherlich ist es nicht immer notwendig, eine geschulten psychologischen Therapeuten in das Therapiekonzept einzubeziehen, jedoch ist die ärztliche Anteilnahme und engmaschige Kontrolle der Schwangerschaft von großer Bedeutung (Faktor Zeit!). Insbesondere der Patientin das Vertrauen in ihren Körper zurückzugeben und ihr zu einer selbstbewussten Sicherheit im Umgang mit der Schwangerschaft zu verhelfen, ist auch einem Frauenarzt möglich.

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