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Eine ausführliche Beschreibung der Funktion des Prolaktins und der negativen Auswirkung eines erhöhten Blutspiegels hinsichtlich der Sterilität erfolgte in einem anderen Kapitel. Es konnte nachgewiesen werden, dass erhöhte Prolaktinspiegel häufiger mit Fehlgeburten einhergehen [1] und dass bei erhöhten Prolaktinspiegeln eine Therapie mit einem Prolaktinhemmer die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Schwangerschaft nicht in einer Fehlgeburt endet [2].
Wenngleich diese Studien einen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen dem Prolaktinspiegel und dem Auftreten von Fehlgeburten hinweisen, so ist dies nicht bewiesen. Zu einer Basisdiagnostik bei wiederholten Aborten sollte man dieses Hormon jedoch in jedem Fall bestimmen und gegebenenfalls entsprechende medikamentöse oder gar operative Therapien (bei hormonproduzierenden Tumoren der Hirnanhangsdrüse) durchführen.
[1]:Endocrine abnormalities during the follicular phase in women with recurrent spontaneous abortion
Bussen S, Sutterlin M, Steck T.
Hum Reprod 1999 Jan;14(1):18-20
[2]Hyperprolactinemic recurrent miscarriage and results of randomized bromocriptine treatment trials
Hirahara F, Andoh N, Sawai K, Hirabuki T, Uemura T, Minaguchi H.
Fertil Steril 1998 Aug;70(2):246-52
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