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Auf die Gelbkörperschwäche (Lutealphaseninsuffizienz) wird bereits bei den hormonellen Ursachen der weiblichen Sterilität eingegangen. Vermutlich wird die Rolle der Gelbkörperschwäche bei der weiblichen Sterilität und auch bei wiederholten Fehlgeburten überschätzt.
Bei Patientinnen, die mit einer Hormonbehandlung bei Sterilitätstherapie schwanger wurden, ist eine erhöhter Gelbkörperhormonbedarf bekannt und da kann es auch zu Aborten kommen, wenn man nicht eine entsprechende hormonelle Unterstützung einleitet. Vor allem bei einer länger andauernden “Downregulation” kann dies der Fall sein. Bei spontan eingetretenen Schwangerschaften ist diese Problematik eher selten, wiewohl es sicher nichts schadet, einer Patientin mit Aborten in der Vorgeschichte Gelbkörperhormon zu verabreichen.
Die einfachste Maßnahme besteht in der Gabe von Gelbkörperhormonen. Das reine Progesteron wird am besten resorbiert in Form von Scheidengels (Crinone). Alternativ kann man auch reines Progesteron in Kapselform geben, welches geschluckt wird (z. B. Utrogest). Aber auch diese Kapseln kann man als Scheidenzäpfchen verwenden, wenngleich dies vom Hersteller nicht vorgesehen ist. Der Vorteil der vaginalen Gabe besteht in besserer Resorption und langsamerem Abbau (das Progesteron landet nicht über den Darm gleich in die Leber, wo es abgebaut wird) und der besseren Verträglichkeit. Dies wird meist bis zu Abschluss der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt, da dann die Hormonproduktion vom Mutterkuchen übernommen wird und eine Unterversorgung ausgeschlossen ist.
Liebe Mitarbeiter von Wunschkindernet,
mir wurden Utrogest Zäpfchen verschrieben, obwohl alle Hormonwerte noch im Grenzbereich liegen. Ich habe seit über einen Jahr unerfüllten Kinderwunsch. Welchen Vorteil bietet mir diese Behandlung. Über den Inhalt der Packungsbeilage war ich sehr verwundert, da dort irgendetwas von Wechseljahren steht. Ich bin erst 26. Vielen Dank.
In den letzten 3 Monaten hatte ich 2 mehrere Wochen ausbleibende Zyklen. Bei beiden Malen war ein Urin-Test negativ. Ein hCG-Test war positiv, über Ultraschall war keine Einnistung in der Gebärmutter erkennbar. Da mein Kinderwunsch sehr groß ist, möchte ich gern möglichst vielen Risiken nachgehen. Können Sie mir sagen, woran dies liegen kann und was ich in Zukunft beachten sollte? Außerdem hattem meine Brüste beide Male beideitigen Milcheinschuss.
@ Nicole: Utrogest enthält reines Gelbkörperhormon, was zwar auch in den Wechseljahren eingesetzt werden kann, aber vermutlich sehr viel häufiger zur Unterstützung der Gelbkörperphase. Der Vorteil ist hier beschrieben.
@ Marie: Wenn der hCG-Wert positiv war, dann wird es sich vermutlich um eine Schwangerschaft gehandelt haben. Möglicherweise handelte es sich dabei um eine sehr frühe Fehlgeburt, was leider nicht unbedingt sehr ungewöhnlich ist, denn statistisch gesehen enden ca. 15% aller Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt. Leider kann man in den wenigsten Fällen daran etwas ändern. Wenn da nur einmal auftrat, dann besteht aktuell vermutlich kein Behandlungsbedarf. Besteht die Zyklusstörung jedoch fort, dann solte man eine Kontrolle des Hormonhaushaltes durchführen.
Hallo!
Ich bin ca. in der 7. bis 8. Schwangerschaftswoche. Meine Frauenärztin hat mir (sicher aufgrund einer vorangegangenen Fehlgeburt und des jetzt per Ultraschall nicht sichtbaren Gelbkörpers) Utrogest verschrieben, dass ich nun auch seit etwas mehr als 10 Tagen 3 mal täglich einnehme. Dabei vertrage ich das Hormon schlecht, wenn ich es schlucke. Meine Ärztin riet mir auch es als Scheidenzäpfchen zu nehmen, falls beim Schlucken Beschwerden auftreten.
Wenn ich das Medikament nun in die Scheide führe, habe ich das Problem, dass der gelöste Stoff nach ca. 1 bis 1,5 Stunden wieder ausfliest. Behindert dies die Wirkung des Hormons? Ich habe meinen Tagesablauf nun daher so eingerichtet, dass ich das Medikament nur mittags als Zäpfchen nehme. Haben die unterschiedlichen Darreichungsformen Einfluss auf den Abbau? Und als letztes hätte ich noch gern gewusst, ob es auch zu einer Art Überdosis an Progesteron kommen kann. Also in dem Fall, dass der Gelbkörper doch ausreichend produziert und nun zusätzlich dem Körper Progesteron über Utrogest zugeführt wird.
Da meine Frauenärztin momentan in Urlaub ist, kann ich meine Fragen dort nicht loswerden.
Vielen Dank für die Hilfe und die Beantwortung!
@Celine: Es läuft immer etwas heraus, wenn man es vaginal nimmt. Das ist aber nicht von Bedeutung. Die Aufnahme ist durch die Scheide besser als wenn man es schluckt und eine Überdosierung ist nicht möglich
Hallo, ich hatte auch eine Gelbkörperschwäche und wurde im zweiten Zyklus durch Einnahme von Utrogest etc. schwanger. Mein Baby wird nun drei Monate alt und ich frage mich, ob sich der Gelbkörperwert nach der Schwangerschaft reguliert oder ob ich damit rechnen muß, dass für ein zweites Kind wieder eine Hormontherapie von Nöten sein wird? Wir wollen keinen zu großen Abstand zw den Kindern haben.
Danke
@ Anika: das lässt sich nicht pauschal beantworten
[...] Gabe des Progesterons nicht mehr notwendig ist, befürchten die Schwangeren eine Fehlgeburt aufgrund eines Progesteronmangels. Biologisch gesehen ist dies eher unwahrscheinlich, da das Schwangerschaftshormon (hCG) den [...]
[...] Unterstützung mit Gelbkörperhormonen bei Eintritt der Schwangerschaft beendet. Lediglich der Eintritt einer Fehlgeburt wird verzögert, diese jedoch nicht [...]