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Fehlgeburt

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 26.09.2003 | zuletzt geändert am 21.02.2006)

Fehlgeburten Definition

Eine Fehlgeburt (Abort) bedeutet das Absterben eines Embryos oder frühzeitige Geburt eines Kindes vor Erreichen der Überlebensfähigkeit. Wenn ein Kind ein Geburtsgewicht von > 500g erreicht, dann wird bereits von einer Frühgeburt gesprochen, da der heutige Stand der Kinderheilkunde theoretisch ein Überleben ermöglicht.

Häufigkeit der Fehlgeburten

Eine Fehlgeburt ist ein recht häufiges Ereignis, 11-15% aller Schwangerschaften enden vorzeitig. Diese Zahl gilt nur für die Schwangerschaften, die mit Ultraschall oder durch die Bestimmung des Schwangerschaftshormon festgestellt werden konnten. Mit speziellen Untersuchungen konnte man feststellen, daß ca. 70% aller Schwangerschaften schon vor dem Zeitpunkt der erwarteten Regelblutung “abgehen” und von der Frau nicht erkannt werden, da die Regelblutung pünktlich oder nur wenige Tage später eintritt. Die Fehlgeburt kann dann nicht als solche erkannt werden.

Habituelle Aborte: Definition des Begriffs “wiederholte Fehlgeburten”

Von habituellen Aborten als behandlungsbedürftige Erkrankung spricht man definitionsgemäß nach drei erlittenen Fehlgeburten in ununterbrochener Reihenfolge (Definition der WHO=Weltgesundheitsorganisation). Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Fehlgeburt auch schon nach ein oder zwei Aborten deutlich an:

Zahl der Fehlgeburten in der VorgeschichteRisiko einer weiteren Fehlgeburt

0

11-15%

1

12-24%

2

19-35%

3

25-46%

An diesen Zahlen ist zu erkennen, dass nach 2 Aborten schon eine ganz beträchtliche Steigerung des Risikos für eine weitere Fehlgeburt besteht. Wenn auch viele Frauenärzte nach wie vor erst nach drei Fehlgeburten an eine Abklärung der Problematik denken, so ist sicher auch eine ausführliche Diagnostik schon früher gerechtfertigt. Die Punkte, die in diesen Fällen der Abklärung bedürfen, sind in den einzelnen Kapiteln im Menü auf der linken Seite aufgeführt und werden dort im einzelnen besprochen.

Die Zahlen in dieser Tabelle sind geben jedoch nur eine Übersicht über das Risiko, weitere Aborte zu erleiden ohne Kenntnis der Ursachen für der Fehlgeburt. In Abhängigkeit von den zugrundeliegenden Störungen, die zu den Fehlgeburten führen, können die Zahlen selbstverständlich erheblich variieren, so kann bei bestimmten genetischen Veränderungen das Risiko nach 1-2 Fehlgeburten genauso niedrig sein, wie bei einer Frau, welche noch nie ein Kind verlor.

Abort und “missed abortion”

Man unterscheidet bei den Fehlgeburten zwischen den “verhaltenen Aborten” (missed abortion) und den Fehlgeburten, bei denen es zu einem Fruchtabgang kommt. Die im folgenden genannten Ursachen für Fehlgeburten sind in der Lage, beide Vorgänge auszulösen. Ob es zu einer missed abortion oder zu einem Fruchtabgang kommt, hängt nur unwesentlich von dem Grund der Fehlgeburt ab, sondern eher von dem Schwangerschaftsalter, in dem es zu einem solchen Verlust kommt.

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42 Antworten auf “Fehlgeburt”

Aktuelle News zum Thema

Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. karin eben. schreibt:

    ich habe schon 5 fehlgeburten zwischen 8 und 12 Woche. Der Arzt sagt immer es ist alles in ordnung, aber ich kann es nicht mehr glauben. Habe schon eine Tochter mit 4 Jahren mit dem gleichen Patner. Was soll ich machen? Den Arzt wechsel? Bitte um antwort! Danke

  2. E. Breitbach schreibt:

    Meist ist es so, dass eine problemlos ausgetragene Schwangerschaft ein gutes Zeichen ist und das legt nahe, dass Fehlgeburten nur ein unglücklicher Zufall sind. wenn es sich wie bei Ihnen jedoch um 5 Fehlgeburten handelt, dann sollte man versuchen, den möglichen Ursachen nachzugehen und sie ggf. zu behandeln. Wenn Ihr Arzt dies nicht möchte oder kann, dann sollte er Sie an einen Spezialisten überweisen

  3. maggy schreibt:

    wir haben fast zwei jahre gebraucht bis ich zum ersten mal schwanger wurde, und dann kam der schock, in der 10 ssw schlägte kein Herzchen mehr und dann kam die AS/FG. Es könne an der leichten Herzform meiner Gebärmutter liegen, müsse es aber nicht, es gäbe Frauen, die mit dieser Form mind. 4 Kinder hätten. Nun meinte meine FÄ, dass mir keiner die Garantie geben könne wodran es liegtund ob dies wieder passiert. Ich habe eine sehr große Angst, dass die nächste SS genauso enden wird. Meine FÄ sagte, man könne eine Art Endoskopie unter vollnarkose durchführen, um besser festzustellen, wie sehr die Herzform geprägt ist und evlt. ob sie wenn dann operiert werden kann. Was soll ich tun? Nochmal das Risiko eingehen und schwanger werden oder lieber Endoskopie und evtl. OP durchführen lassen?? Bitte um Antwort, danke!

  4. E. Breitbach schreibt:

    @ Maggy,
    ich würde mich der Empfehlung Ihrer Ärztin anschließen und zu einer Gebärmutterspiegelung raten, um das Ausmass der Problematik abschätzen zu können. Hier mehr

  5. Sylvia schreibt:

    Hallo, bin gerade 40 geworden und hatte im Dez. 05 einen verhaltenen Abort in der 8. SSW mit AS in der 11. SSW und nun am 01.08.06 einen spontanen Abort in der 10.SSW - mein ehem. Gynäkologe meinte: das ist, wie es ist, da kann man nichts machen. Habe nun den Gyn gewechselt und meine Hausärztin ebenfalls gebeten, mich zu checken: alles o.k, keine Unterfunktion der Schilddrüse, männl.+ weibl. Hormone o.k., keine Chlymadieninfektion,…! Stelle nun fest, dass ich nach dem ES am 20./21. Tag meine Periode bekomme (2 Tage Schmierblutungen am 28./29. Tag) und frage mich, ob dies auf eine Gelbkörperschwäche hindeutet. Welcher Arzt kann mich nun weiterbehandeln? Kann die GKS dafür sorgen, dass die Föten so früh absterben? Oder ist es tatsächlich nur Pech, weil meine Eier schon so “alt” sind??? Würde mich riesig über eine Antwort freuen! Vielen Dank!

  6. Michaela schreibt:

    ich habe einen schwangerschaftstest gemacht, war positiv. ich ging zum arzt. im ultraschall kleiner punkt sichtbar. arzt sprach von möglicher schwangerschaft, genaueres ließe sich in einer woche feststellen. ein tag vor untersuchung kam die regel. arzt schickte mich zur blutuntersuchung. diese war 5 tage nach erster regelblutung. resultat negativ.

    was kann dieser kleine punkt gewesen sein?
    kann es sich um einen abort handeln, auch wenn keine schwangerschaftshormone festgestellt werden können?

    es war gegen ende der 6ten woche.

    beste grüße, michaela

  7. elissa schreibt:

    hallo zusammen, kenne jmd. die 6 Jahre hintereinander 6 Fehlgeburten hatte. nach zigmaligen Untersuchungen wie Bluttest, Gebärmutterspiegelung und Embriounters. wurde leider nichts festgestellt. Das Herz blieb in der 10. Woche immer stehen, ausser beim 1.mal hat sie es bis zur 26. woche geschafft. kennt jmd so ein Fall oder hat einen Rat?

  8. Melli schreibt:

    Hallo an alle!
    Ich hatte 3 Fehlgeburten, eine in der 20. SSW, eine in der 9. und eine in der 22. SSW. Diese letzte war im Januar 06. Bei den beiden späten Verlusten war die Ursache immer eine aufsteigende Infektion, die dazu führte, dass der Muttermund sich veränderte, die Fruchtblase in den Gebärmutterhals vorfiel und frühzeitig sprang. Die Ursache der frühen Fehlgeburt ist nicht klar, aber es war wohl ein chromosomaler bzw. genetischer Defekt, der oft vorkommt. Ich denke nun über den frühen totalen Muttermundverschluß nach, der wohl für mich die einzige Möglichkeit sein wird, ein lebendes Kind zur Welt bringen zu können, obgleich auch das keine Garantie darstellt.
    Hat jemand damit Erfahrung?
    Zur Frage nach der Risikoschwangerschaft: Sobald man eine Fehlgeburt hatte, gilt die folgende SS als Risikoschwangerschaft, das hat man mir damals gesagt.
    Ich wünsche euch allen enorm viel Kraft und dass ihr liebe Menschen um euch habt, die euch auffangen in eurer Trauer!
    Liebe Grüße,

    Melli

  9. E. Breitbach schreibt:

    @ Sylvia,
    Eine Gelbkörperschwäche ist selten der Grund für Fehlgeburten. Sie ist höchstens behandlungsbedürftig, wenn es mit dem Schwangerwerden nicht so klappt. Die vermutung, dass es (auch) mit dem Altwer zusammenhängt, ist sicherlich naheliegend, wenngleich es natürlich richtig und wichtig war, andere ursachen dabzuklären nach zwei Fehlgeburten.

    @ Michaela,
    Es kann sein, dass dieser Punkt eine sehr frühe Schwangerschaft gewesen ist, zumindest ist dies in der 6. Woche durchaus denkbar. Wenn der Test nachweislich positiv war ist dies wahrscheinlich.

    @ elissa,
    man müsste natürlich wissen, was bei diesen ganzen Untersuchungen abgeklärt wurde, denn hier sind ja auch viele Ursachen beschrieben, die zumindest an Fehlgeburten beteiligt sein können. Oft wird das nicht ausreichend untersucht, vor allem die Gerinnung wird “gerne” vergessen.

    @ Melli,
    Wenn Sie eine Frühgeburt hatten, dann gilt die nächste Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft. Nicht jedoch bei einer frühen Fehlgeburt. Dafür ist dies Phänomen leider zu häufig. Wenn nachweislich Infektionen die Ursache für die Frühgeburt war, dann ist es zunächst einmal sehr wichtig, dass die Scheidenflora intakt ist und bleibt. Der totale Muttermundsverschluss ist umstritten, kann aber in extremen Fällen hilfreich sein.

  10. Kathy schreibt:

    Lieber/Liebe E. Breitenbach

    Danke für ihren letzten Beitrag das nimmt mir ein bisschen die Angst vor einer evtl. erneuten Schwangerschaft.

    Doch frag ich mich warum man bei Blutungen/bräunlichen Ausfluss dann Urogest nehmen soll?

    mfg
    kathy

  11. madlen schreibt:

    Hallo Dr. Breitbach,

    Ist es nicht besser wenn man waehrend der schwangerschaft keinen Stress hat (seelisch und körperlich!)?

    ich bin eine die sehr oft stresst!(ob es ums putzen oder um den Besuch geht!)

    jetzt mittlerweile ist mir klar geworden - Es lohnt sich für garnichts sich zu stressen!!!

    Dr.Breitenbach, was würden Sie für mich für meine spaeteren Schwangerschaft empfehlen? Auf was sollte ich achten? Ich habe so sehr angst wieder Blutungen waehrend der schwangerschaft zu haben- werde ich das immer in der Schwangerschaft bekommen?

    Ich bedanke mich im voraus rechtherzlich für Ihre Antwort!

    madlen

  12. E. Breitbach schreibt:

    @ Kathy,
    Die Blutungen sind nur sehr selten Folge eines Gelbkörperhormonmangels. Aber zumindest kann man damit nicht viel falsch machen und die hormonelle Situation optimieren. Aber eine Fehlgeburt aufzuhalten wird damit nur selten gelingen.

    @ madlen,
    Nein, der übliche Alltagsstress ist wirklich kein Grund für eine Fehlgeburt. Wenn Sie jetzt eine fehlgeburt haben, bedeutet das auch nicht zwangsläufig, dass Ihre nächste Schwangerschaft ein höheres Risiko hat. Allgemeine Verhaltsempfehlungen, abgesehen von einem vernünftigen Lebenswandel (Gesunde Ernährung, keine Zigaretten, kein Alkohol) kann man nicht geben. Wenn alle Untersuchungen in Ordnung waren, dann sind Ihre Chancen sicherlich gut, dass es beim nächsten Mal keine Probleme geben wird. Viel Glück!

  13. Nicole schreibt:

    Hallo noch mal ich hatte ja schon geschrieben das ich vor einem Jahr eine Fehlgeburt hatte, und das ich die ganze zeit versuche Schwanger zu werden aber das klapt leider nicht kann das was damit zu tun haben das ich eine Schilddrüsen Unterfunktion habe denn ich muß auch Tabletten nehmen das ganze leben lang diese Tabletten heißen L-Thyroxin Henning 50 kann das eine Uhrsache sein ?? oder klapt es deswegen nicht weil mein Freund eine ganz andere Blutgrube hat wie ich selber denn er hat B-Positiv und ich habe B-Negativ ich frage deswegen weil meine Frauenärztin mal gesagt hatte das dies alles etwas schwiriger macht ?? Ich würde es sehr toll finden wenn sie mir darauf eine Antwort geben können.

  14. E. Breitbach schreibt:

    @ Nicole,
    nein, eine gute Einstellung der Schilddrüsenhormone ist wichtig und daher ist es gut und richtig, dass Sie das L-Thyroxin nehmen. Mit der Blutgruppe hat es nichts zu tun, die ist während nach einer Schwangerschaft von Bedeutung, nicht jedoch beim Schwangerwerden

  15. Janet schreibt:

    Hallo,

    ich habe 2 vollkommen problemlose Schwangerschaften hinter mir und 2 gesunde Kinder. Bin jetzt in der 14 SSW und habe seit 1 Woche wenigen und unregelmäßigen braunen Ausfluß und gestern war wenig Blut nach dem Toilettengang am Papier. War heute beim Arzt und es wurde mir gesagt, dass der Mutterkuchen sehr tief sitzt und auf den Muttermund drückt. Wodurch kann das kommen ? Muß ich mit einer Fehlgeburt rechnen ?

  16. E. Breitbach schreibt:

    @ Janet,
    Mit einer Fehlgeburt hat dies wenig zu tun und in einer so frühen Schwangerschaftswoche sitzt der Mutterkuchen oft so tief. Das ist eine Normvariante, daraus ergibt sich nur ein geringfügig erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt

  17. Daniels schreibt:

    Hallo!

    Habe nach einer Traumschwangerschaft seit Dez 04 eine gesunde Tochter! Brauchten damals ein halbes Jahr um Schwanger zu werden (unregelmnäßige Zyklen 1 oder 2 Monate lang)! Nach ca. einem dreiviertel Jahr des Versuches war ich bis gestern in der zweiten SS (7.Woche) bis Blutungen auftraten. Meien FÄ meint, wir könnten es ohne Ausschabung versuchen (allerdings finde ich überall Hinweise, dass bei einer Fehlgeburt [auch sehr früh]dies notwendig ist)! Kann man einfach abwarten, ob sich alles auf natürliche Art löst? Welche Chance habe ich? Hatte im Juni und August Zwischenblutungen (19. Zyklustag waren die Hormonwerte im September allerdings gering). Was kann ich den nächste SS-Versuch tun?

  18. E. Breitbach schreibt:

    @ daniels,
    man kann duraus abwarten, wenn eine Blutung eintritt und die Schwangerschaft noch nicht sehr weit fortgeschritten ist. Dann kann man oft eine Ausschabung umgehen. Wenn der Verdacht auf eine hormonelle Störung besteht, dann kann man diese untersuchen und ggf. behandeln. Mehr dazu finden Sie in den anderen Kapiteln des Theorie-Teils.

  19. Monika schreibt:

    Hallo Dr. Breitenbach,

    Meine erste FG war in 10. SSW. - es gab keine Herztöne - AS folgte. Nach drei Monaten bin ich wieder schwanger geworden, alles verlief normal. Dann waren wir in Urlaub und mir ist plötzlich in der Nacht die Fruchtblase geplatzt und musste dann in 19. SSW entbinden und danach wieder AS. Mein Arzt meinte, in 90% der Fälle wird die Frühgeburt durch Bakterien verursacht. Die wurden jetzt bei mir tatsächlich gefunden, habe Antibiotika und Betaisodona Zäpfchen bekommen. Ist es ausreichend, oder soll auch mein Partner behandelt werden? Wenn ich wieder schwanger werde, wie oft soll es kontroliert werden, ob ich wieder die Bakterien habe? Habe große Angst vor weiterer Fehlgeburt.

  20. E. Breitbach schreibt:

    @Monika,
    Diese beiden Fehlgeburten haben vermutlich im Hinblick auf die Ursachen wenig miteinander zu tun. Auf jeden fall muss der Partner mit behandelt werden, wenn bei der Frau eine Infektion gefunden wurde. Wenn man in der frühen Schwangerschaft einen unauffälligen Befund hat, dann genügt es sicherlich, den Abstrich bei den Rountineuntersuchungen zu wiederholen oder bei Symptomen

  21. Inga schreibt:

    Ich bin 37 und habe in 1,5 Jahren 3 FG (8., 6., 7. Woche) durchgemacht. Jetzt hat man bei mir Thrombophilie und eine MTHFR-Störung gestgestellt. Gibt es hier jemanden mit diesem Leiden und hat dennoch Kinder bekommen? Wie stehen ernsthaft die Chancen ein Kind auszutragen? FG sind, wie man aus all den Mails sieht, ein sehr traumatisches Erlebnis und langsam verliere ich den Mut!
    Vielen Dank für eine Antwort!

  22. E. Breitbach schreibt:

    @ Inga,
    wenn bei Ihnen eine Thrombophilie besteht, dann ist das in diesem Zusammenhang ja fast als eine gute Nachricht zu verstehen. Denn bei einer gezielten Behandlung in der Schwangerschaft (Heparin) ist die Rate an ausgetragenen Schwangerschaften durchaus normalisierbar.

  23. Simone schreibt:

    Nach einer Missed Abortion hatte ich in der 9. SSW eine Ausschabung, danach eine Entzündung (Fieber) und deshalb nochmals eine AS, da wahrscheinlich noch “Reste” in der Gebärmutter vorhanden waren. Das entfernte Gewebe wurde histologisch untersucht, die Ergebnisse liegen noch nicht vor.
    Mir wurde bisher nur gesagt, daß der Fötus schon relativ früh abgestorben sein muß, da keine Herztöne vorhanden waren und die Größe nicht einmal 4 mm betrug. Bei meinen Recherchen bin ich nun auf den Begriff “Blasenmole” gestoßen? Ich bin jetzt sehr verunsichert, da ich gelesen habe, daß nach einer Blasenmole oftmals bösartige Geschwulste auftreten und man auch erst nach ca. 2 Jahren erneut schwanger werden darf - ist das richtig? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß eine Blasenmole für meine MA verantwortlich war?
    Vielen Dank!

  24. E. Breitbach schreibt:

    @ Simone,
    es wird der Begriff “Windmole” für eine verhaltene Fehlgeburt und “Blasenmole” für eine in der tat bösartige Veränderung des Plazentagewebes oft verwechselt. Ersteres ist häufig, zweiteres extrem selten

  25. annika schreibt:

    Hallo Dr. Breitenbach!

    Ich habe gerade am Dienstag eine Ausschabung nach einer Missed Abortion in der 13. SSW (Entwicklungsstand des Kindes 12+1) hinter mir. Der Spezialultraschall, der durchgeführt wurde, nachdem mein Frauenarzt keinen Herzschlag mehr feststellen konnte, ergab eine erheblich vergrößerte Nackenfalte, sowie Ödeme in den Lungen des Kindes und Wassereinlagerungen im Bauchraum. Das Kind war zu krank, um zu überleben. Da das Kind so spät gestorben ist, hat mein Frauenarzt auch eine Untersuchung des Abortmaterials durch einen Humangenetiker angeordnet. Erst in zwei Wochen werden wir das Ergebnis bekommen und ich möchte einfach nur aus ihrem Erfahrungsschatz wissen, wie groß die Wahrscheinlichkeit sein kann, dass es sich bei der Ursache der Missbildung um genetische Faktoren von mir oder meinem Mann handeln kann (ich habe da was von Chromosomentranslokation gelesen, wie häufig kommt so etwas überhaupt vor?)? Es war meine erste Schwangerschaft und momentan bringt mich die Angst um den Schlaf, dass es nie mit einem gesunden Kind klappen kann, auch weil, der Arzt so zurückhaltend reagierte bzw. gleich den Humangenetiker ins Spiel gebracht hat.
    Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

  26. E. Breitbach schreibt:

    @ Annika,
    in den allermeisten Fällen sind genetische Auffälligkeiten eines Feten nicht auf genetische probleme seitens der Eltern zurückzuführen, sondern spontan entstandene Fehlverteilungen der Chromosomen.

  27. Ani schreibt:

    Hallo Dr. Breitenbach,
    erst ma vielen Dank für die Möglichkeit hier wertvolle Infos zu bekommen. Die objektive Aufklärung habe ich in den letzten Tagen sehr vermisst :/ Ich habe nun meinen zweiten missed abort in Folge mit Ausschabung hinter mir. Ich bin 34, habe ein Jahr gebraucht, um das zweite mal schwanger zu werden und natürlich ist mir an der Ursachenforschung dieses erneuten Abort sehr gelegen. Obwohl mir meine Frauenärztin zugesicher hat, dass in der Uniklinik eine genetische Untersuchung des Fötus gemacht wird, erfuhr ich dort, dass es sich doch um einen bösen zufall handeln würde und nur eine pathologische Untersuchung erfolgen würde. Erst nach dem dritten abort würde man den Ursachen gründlich nachgehen. Allerdings les ich immer wieder, dass bei einigen Frauen diese genetischen Untersuchungen schon nach der zweiten Fehlgeburt zuteil wurden. Deshalb nun zu meiner eigentlichen Frage: Auf welche Untersuchungen, Behandlungen habe ich in meinem individuellen Fall ein Recht?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Liebe Grüsse eine traurige Ani

  28. Nicole schreibt:

    Hallo,
    ich hatte am 23.08.06 eine Ausschabung wegen einer Windmole. Mein HCG-Wert lag am 13.11.06 bei 1,5 und laut FA soll ich noch abwarten. Ich habe aber noch keine erneute Regelblutung gehabt. Was kann hier die Ursache sein? Die letzte Blutung war schon Anfang Juli. Gruß Nicole

  29. wurlitzer schreibt:

    Die Tabelle zum Fehlgeburtsrisiko im Verhältnis zur Anzahl früherer Fehlgeburten differenziert nicht danach, ob eine Frau zwischendurch auch schon ein gesundes Kind bekommen hat oder nicht. Ich vermute, daß das einen Unterschied macht? Ich hatte mittlerweile schon drei Frühaborte, aber zwischen dem ersten und zweiten ein fröhliches 4-kg-Baby. Wie stehen die Chancen dann für eine weitere Schwangerschaft?

  30. E. Breitbach schreibt:

    @ Ani: Ein “Recht” haben Sie nur für die Abklärungen, die Ihr Arzt für sinnvoll hält, wobei da durchaus unterschiedliche Auffassungen darüber bestehen, was nach zwei Fehlgeburten angezeigt ist. Hormonstatus, Antikörper und Gerinnungsparameter sind leicht bestimmbar und dort findet sich auch oft die Ursache, wenn es denn einen gibt und Sie nicht “einfach” nur Pech hatten, was statistisch gesehen natürlich auch möglich ist. Mehr Glück beim nächste Mal wünsche ich.

    @ Nicole: der Schwangerschaftshormonwert war zuletzt sehr niedrig und dürfte keine Ursache für die ausbleibenden Blutung sein. Wenn bis jetzt noch nichts passiert ist, dann sollten Sie Ihren Arzt darauf ansprechen, die Blutung auszulösen. Eine erneute Schwangerschaft ist theoretisch natürlich auch denkbar, aber eher weniger wahrscheinlich.

    @ Wurlitzer: ja, es macht einen Unterschied. Die Tabelle bezieht sich auf nacheinander folgende Fehlgeburten, im Text ist dies auch so angegeben. Aufgrund der Tatsache, dass Sie ein Kind gesund und zeitgerecht geboren haben, stehen die Chancen für eine (ausgetragene) Schwangerschaft nicht schlecht und die sonst oft gemachte Annahme, dass Sie “nur” Pech hatten, dürfte vermutlich sogar zutreffen.

  31. Lilly schreibt:

    Guten Tag,

    ich(22.Jahre alt)hatte im Dezember(10.SSW)einen missed Abortion + vor ca.3 Jahren einen Blutsturz (ich war laut Bluttest schwanger,aber es war auf dem US nie was zu sehen…)
    Ich soll laut FA drei Monate warten,bis ich es erneut probiere.Wieso denn so lange warten,ich bin jung und meine Gebärmutter hat sich prima zurück gebildet…Kann ich es nicht jetzt(Mitte Feb.)schon probieren?
    DANKE und liebe Grüße
    Lilly

  32. Anke schreibt:

    Guten Tag,

    ich hatte gerade eine missed abortion in der 10. SSW, die Größe des Embryos entsprach ca. der 7./8. SSW und es war keine Herzaktion mehr vorhanden. In der 7. Woche hatte ich bereits Blutungen, die nach der Einnahme von Utrogest als Zäpfchen nach drei Tagen aufgehört haben. Danach war im Ultraschall alles O.K. und kein Blut mehr in der Gebärmutter. Ich habe zudem eine ca. 6 cm große, eingeblutete Zyste am rechten Eierstock. Könnte es dadurch zu der Fehlgeburt gekommen sein? Zudem habe ich gelesen, dass bei einer missed abortion ohne Schmerzen oder Wehen eine Schwäche des Gebärmuttergewebes sehr wahrscheinlich ist. Könnte man dagegen etwas unternehmen?
    Die FÄ sagte mir, dass das Risiko für eine weitere Fehlgeburt nicht höher ist als bei der 1. Schwangerschaft (ich bin 30 Jahre alt). Dies widerspricht aber dem, was in Büchern oder im Internet zu lesen ist. Können Sie mir dazu etwas sagen?

    Vielen Dank für Ihre Antwort,

    mit freundlichen Grüßen,

    Anke Reimann

  33. E. Breitbach schreibt:

    @ Lilly: Die Empfehlung, 3 Monate zu warten wird häufig gegeben, ist aber in wissenschaftichen Studien widerlegt worden, so dass Sie vermutlich auch jetzt bereits beginnen können, wenn nicht weitere Gründe zu dieser Empfehlung führten, von denen ich natürlich nichts wissen kann.

    @ Anke: Wenn die Fehlgeburt in der 10. Schwangerschaftswoche stattfand, dann hat das mit Sicherheit nichts mit einer Bindegewebsschwäche zu tun. Das gibt es zwar, aber als Ursache für späte Fehlgeburten (siehe auch carmens Beitrag). Die eingeblutete Zyste dürfte ein Gelbkörper gewesen sein. Dieser ist für die Gelbkörperhormonproduktion in der Schwangerschaft notwendig und soweit von aus beurteilbar sicherlich nicht die Ursache Ihrer Fehlgeburt. Der Aussage Ihres Arztes zum Wiederholungsrisiko ist zuzustimmen.

  34. Franzi schreibt:

    Hallo,
    ich hatte vor 2 Jahren eine frühe Fehlgeburt mit Ausschabung. Seitdem versuche ich wieder schwanger zu werden. Mein Arzt meint, dass dies schon mal klappen würde. Ich führe seitdem ein Zyklusblatt - ich habe einen regelmässigen Zyklus zwischen 27 und 30 Tagen. In der zweiten Zyklushälfte habe ich vor der Mens immer eine leichte Schmierblutung von 2-3 Tagen (ca. 12 Tage nach dem Eisprung). Wie lange sollte die 2. Zyklushälfte dauern? Sind Schmierblutungen ein Anzeichen für eine Gelbkörperschwäche? Ist Abwarten und Teetrinken in einer solchen Situation sinnvoll?
    Gruss, Franzi

  35. E. Breitbach schreibt:

    @ Franzi: 2-3 Tage Schmierblutungen vor der Menstruation können zwar einer Gelbkörperschwäche entsprechen, aber das ist oft normal, das haben auch viele frauen mit normalem Hormonhaushalt. Eher so in der Mitte der zweiten Zyklushälfte, das ist ein Zeichen für eine Lutealinsuffizienz.

  36. Tanja schreibt:

    Hallo,
    ich hatte 3 Fehlgeburten. Jeweils in der 10. SSW. Am Anfang sah immer alles gut aus und dann hat plötzlich das Herz aufgehört zu schlagen. Wir haben auch schon so ziemlich alles gemacht, was man machen kann um wenigstens ein bisschen der Ursache näher zu kommen. Bei der Cohromosomenanalyse wurde nichts auffälliges gefunden. Hatte jetzt noch zusätzlich eine Gebärmutterspiegelung. Dabei wurde festgestellt, dass ich eine frühe Form eines Uterus septus habe. Was bedeutet das für eine weiter Schwangerschaft? Kann ich überhaupt jemals eine Schwangerschaft austragen?

  37. jojo schreibt:

    Hallo, ich habe meine 2.missed abortion und möchte dieses Mal auf einen natürlichen Abgang warten ich bin in der 8. Woche, die Fuchthöhle ist normal gewachsen nur der Embryo hat sich nicht mitentwickelt, ist also zu klein.Es ist genauso wie beim ersten Mal,vor 6 Monaten.Ich habe eine 7-jährige Tochter von meinem früheren Partner per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht.Meine Fragen wären ob sie auch das Abwarten auf einen Abgang vertreten können und welche Untersuchungen bezüglich der missed abortion sie vorschlagen. Ich bin 38 Jahre alt. Herzlichen Dank für eine Antwort.

  38. E. Breitbach schreibt:

    @ tanja: Ein Uterusseptum ist eine der häufigsten anatomischen Gründe für eine Fehlgeburt. Dieses kann man jedoch operativ entfernen, wie es hier auch beschrieben ist und dann sind die Chancen deutlich besser. das mag für Sie ja auch zutreffen.

    @ Jojo: Die Antwort kommt leider zu spät. Aber in der 8. Woche ist Abwarten ohne eine Ausschabung etwas problematischer, vor allem wenn die Fruchthöhle zeitgereicht entwickelt, also recht groß ist. Vermutlichz wird man Ihnen eine Ausschabung empfehlen müssen.

  39. Sabine schreibt:

    Hallo Hr. Dr. Breitenbach,

    kann eine Grippe ein Auslöser für eine Fehlgeburt sein? Ich war im Februar an Grippe erkrankt und habe am ca. 3. Tag der Grippe festgestellt, dass ich schwanger bin. 2 Wochen später, als ich wieder gesund war, erlitt ich die FG.

  40. E. Breitbach schreibt:

    @Sabine: Theoretisch ist es möglich,das eine starke Infektion zu einer Fehlgeburt führt, wenn sie mit hohem Fieber etc. einhergeht. das ist aber wirklich eine absolute Ausnahme

  41. Joelle schreibt:

    Hallo Dr Breitbach,
    bin 33 Jahre alt, habe eine 2 jährige Tochter und anschliessend 2 FG mit anschliessend jeweils einer AS. Neben dem bereits behandelten erhöhten Prolaktinwert, wurde jetzt festgestellt, dass ich das Faktor Leidne V sowie einen Mangel an Protein S habe.
    ICh möchte schnellstmöglich wieder schwanger werden, nur sollte ich nicht schon im Vorfeld Medikamente nehmen ?
    vielen dank im voraus für die Antwort

  42. E. Breitbach schreibt:

    @Joelle: Wenn keine Kinderwunschbehandlung mit Hormonen erfolgt, wird die Gabe von Heperain üblicherweise erst ab dem Schwangerschaftsnachweis empfohlen. Dass eine problemlose Schwangerschaft ja auch trotz dieser Gerinnungsstörungen möglich ist, haben Sie ja für sich selbst bereits unter Beweis gestellt

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