Hormonersatz


Warum behandeln

Bei vorzeitigen Wechseljahren geht es nicht wie bei Frauen, deren Menopause zeitgerecht eintritt, um eine Besserung der Wechseljahresbeschwerden, sondern langfristig darum, einen viel zu früh auftretenden Hormonmangel zu beseitigen, der bei Fortbestehen zu vielen Beschwerden führen kann, wobei die Osteoporose im Vordergrund steht.

Die hormonelle Behandlung von Wechseljahresbeschwerden ist nicht unumstritten. Dies gilt jedoch nicht für die junge Frau, die in jedem Fall eine Hormonersatztherapie über einen langen Zeitraum benötigt.

Wie wird behandelt?

Bei dieser Art der Behandlung werden Östrogene gegeben, meist auch in Verbindung mit Gelbkörperhormon. Wie der Name bereits andeutet, werden die fehlenden Hormone somit durch künstliche ersetzt. Nach Einführung dieser Therapieform für ältere Frauen in den Wechseljahren wurden die Hormone sehr großzügig gegeben und auch schon bei gering ausgeprägten Folgen des Hormonmangels.

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen dieser Therapie ist diese mittlerweile umstritten und wird nur noch sehr gezielt bei starken Beschwerden und über einen kurzen Zeitraum eingesetzt. Dabei kommen meist Kombinationen aus Östrogenen und Gelbkörperhormonen zum Einsatz, da eine reine Östrogentherapie die Wahrscheinlichkeit für eine bösartige Veränderung der Gebärmutterschleimhaut erhöhen kann. Nur bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde, ist eine reine Östrogenbehandlung möglich.

Es wurde im obigen Text bereits darauf hingewiesen, aber abschließend noch einmal der wichtige Hinweis darauf, dass die möglichen Nebenwirkungen einer Hormononersatztherapie die ältere Patientin betrifft, nicht die junge Frau mit vorzeitigen Wechseljahren, welche eine solche Behandlung unbedingt benötigt!


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